Der Sparzwang in Griechenland fordert seine ersten Opfer. Eine Studie zeigt jetzt, welches Ausmaß mittlerweile erreicht ist. Steuererhöhung, Privatisierung, Liberalisierung der Märkte – mit diesen Maßnahmen kämpft Griechenland seit zehn Jahren gegen die Pleite. Nützen tut das alles nichts, denn nun müssen sogar schon Kinder hungern.

von Michael Kiesewetter

Auferlegt wurden sie von den Gläubigern des Landes, das seit 2008 finanziell kaum mehr auf die Beine kommt. Laut der Studie, die vom Transnational – Institut (TNI) Amsterdam durchgeführt wurde, ist die Armut auf dem Land so hoch, dass die Versorgung der Bevölkerung mit Nahrungsmitteln nicht mehr gewährleistet ist. Nahrungsmittel sind zwar vorhanden, werden allerdings sehr oft importiert und sind dadurch für viele Verbraucher schlicht zu teuer.

Rund 40 Prozent der griechischen Landbevölkerung sind zehn Jahre nach Beginn der Wirtschafts- und Finanzkrise des Landes von Armut bedroht. Dadurch habe sich die Versorgung mit Lebensmitteln deutlich verschlechtert, besagt die Studie. Die Ursache liege in den Sparmaßnahmen.

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Vor allem Kinder betroffen

Für den einzelnen Haushalt bedeute das eine klare Änderung auf dem Speiseplan, sagen die Wissenschaftler. Der Anteil der Haushalte, die sich mindestens jeden zweiten Tag kein Essen mit Fleisch, Geflügel oder Fisch leisten können, hat sich innerhalb der Krisenjahre auf 14 Prozent verdoppelt. Auch die Lebensnotwendigen Eiweiße können sich viele Familien mit Kindern nicht mehr leisten. Der Anteil der Haushalte mit Kindern, die täglich keine proteinhaltigen Mahlzeiten mehr auf den Tisch bringen können, habe sich bis 2014 auf knapp 9 Prozent verdoppelt.

Der Untersuchung zufolge ist die Arbeitslosigkeit im ländlichen Raum innerhalb von zehn Jahren von 7 auf 25 Prozent gestiegen. Allein von 2008 bis 2013 habe sich zudem das Pro-Kopf-Einkommen auf dem Land um knapp ein Viertel verringert. Die Ernährungsunsicherheit sei dadurch während der Krise von 7 Prozent im Jahr 2008 auf mehr als 14 Prozent im Jahr 2016 gestiegen.

Vor allem die Lage für Kleinerzeuger habe sich durch die Auflagen der Gläubiger des pleitebedrohten Landes erheblich verschlechtert, heißt es beim TNI. Und dies wirke sich wiederum auf die Versorgung der Bevölkerung mit Lebensmitteln aus. Zu den Auflagen gehörten unter anderem Privatisierungen sowie die Liberalisierung des Einzelhandels und die Flexibilisierung des Arbeitsrechts. So sei unter anderem der Markt mit zwei zuvor staatlichen — und profitablen — Lebensmittelgroßhändlern liberalisiert worden.

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2 Kommentare

  1. Bei der „Griechenlandrettung“ wurde nicht etwa Griechenland mit seiner Bevölkerung gerettet – was ich durchaus begrüßt hätte – sondern es wurden globale, hochkriminelle Zocker und Intriganten „gerettet“, damit sie ihre nächste Champagner- und Kaviarparty begehen und Kinder schänden und töten können!

    Dieser Abschaum MUSS – egal wie – vom Erdboden verschwinden!

  2. Diesem Islamfreundlichen Verräterpack sind die Kinder in Europa scheißegal.
    Ob in Griechenland oder sonst wo. Wichtig das es den Geldsäcken gut geht denn dann haben die verkommenen Politiker einen Nutzen davon.
    Die Kinder sind unsere Zukunft.
    Welche Zukunft?
    Die haben doch schon jetzt kein Kinder- und Menschenwürdiges Leben.
    Deutsche Rentner sammeln Flaschen, Kinder in Griechenland wühlen in Mülltonnen nach etwas zu essen und die Merkel-Sorosgäste werden mit deren teuergeldern gemästet und hofiert.
    Was haben wir nur für ein Mistpack in den EU-Parlamenten die solche Schande nicht sehen wollen oder nichts sagen dürfen.
    Was ist aus dem einst so stolzen Europa geworden. Eine Güllegrube in der sich nun Ratten wohlfühlen. Auch jene die die KULTUR nach Europa gebracht haben auf die sich Weiber wie die GE freuen.
    Dummheit ist aller Ende Anfang.

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