Ein besonders teures Toilettenpapier gibt es seit heute am Kiosk. Für 10 Euro können Sie ganze 124 Blatt zum Abwischen Ihres Allerwertesten erwerben. Bedruckt ist das Papier mit lustigen Paragraphen, deren Inhalt in der Bundesrepublik angeblich einmal gegolten haben soll.

von Roscoe Hollister

Darauf hat die Bevölkerung gewartet: Das Grundgesetz kommt als Magazin in den Handel. Wer schon immer einmal wissen wollte, welche Rechte unsere Vorfahren einmal hatten, der kann dieses Dokument der Zeitgeschichte seit heute zum volksnahen Preis von nur 10 Euro am Kiosk seines Vertrauens erstehen.

Für alle Lern- und Lesebehinderten, von denen es in der BRD einige geben soll, soll die Ausgabe den Text des Grundgesetzes, ergänzt um Fotos und Infografiken, leicht lesbar und modern präsentieren, teilte der Journalist und Medienunternehmer Oliver Wurm in Hamburg mit. Er hat das Projekt „Das Grundgesetz als Magazin“ zusammen mit dem Designer Andreas Volleritsch angeschoben.

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Für aufgeklärte Zeitgenossen dürfte das Magazin allerdings nichts weiter als ein Hochglanztoilettenpapier sein. Symbolisch wischen sich zumindest viele Politiker bereits seit Jahren ihren Allerwertesten mit dem Grundgesetz ab. Nun soll offenbar auch die breite Masse der Bevölkerung in den Genuss kommen, das Grundgesetz einmal ganz real die Toilette herunter zu spülen. Zu mehr ist das bisher mehrfach zu Ungunsten des Volkes abgeänderte Besatzerkonstrukt ohnehin kaum noch zu gebrauchen.

Wer keine 10 Euro ausgeben will, der kann sich das Grundgesetz übrigens auch gratis bei der Bundeszentrale für politische Bildung bestellen. Warum man für etwas, was selbst die BRD kostenlos anbietet, auch noch Geld bezahlen soll, ist ohnehin fraglich. Die Bundeszentrale für politische Bildung bietet das Grundgesetz übrigens auch auf Türkisch und Arabisch an – für all diejenigen, die sich ganz besonders für Recht und Gesetz in der BRD interessieren.

Lassen Sie sich übrigens nicht von der Propaganda der Bundeszentrale für politische (Fehl-)Bildung hinters Licht führen. Das Grundgesetz ist natürlich keine Verfassung. Ein Grundgesetz ist laut geltendem Völkerrecht (Haager Landkriegsordnung, Art. 43 [RGBl. 1910]) ein „Provisorium zur Aufrechterhaltung von Ruhe und Ordnung in einem militärisch besetzten Gebiet für eine bestimmte Zeit“. Genau das kommt auch im Grundgesetz selbst im Art. 146 zum Ausdruck. Dort heißt es: „Dieses Grundgesetz (…) verliert seine Gültigkeit an dem Tage, an dem eine Verfassung in Kraft tritt, die von dem deutschen Volke in freier Entscheidung beschlossen worden ist.“

Der Herausgeber des Grundgesetz-Magazins, Oliver Wurm, jedenfalls findet es „faszinierend zu sehen, was für kluge Sachen im Grundgesetz stehen.“ Noch faszinierender wäre es jedoch, wenn diese klugen Sachen in der BRD auch gelten würden. Und bis das wieder der Fall ist, bleibt das Besatzerkonstrukt ein Fall für den Allerwertesten – auch als Hochglanzmagazin zum Premiumpreis.

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3 Kommentare

  1. Viel besser wäre es, und wurde von mir auch schon oft gefordert, den Koran als Klopapier herauszugeben, und dieses „Papier“ muslemischen Gefangenen für die alltägliche Hygiene zu übergeben. Sollte sich der Musel weigern damit seinen „Allerwertesten“ abzuwischen, muß ein anderer Musel ihm den Hintern ablecken.

  2. Wollen Sie noch länger getäuscht werden?

    Die BRD ist kein Staat.

    Das ist die Folge davon, daß das Deutsche Reich gemäß Bundesverfassungsgericht als STAAT weiterhin fortbesteht.

    Auf dem Grund und Boden eines Staates kann kein weiterer Staat eine eigene Staatlichkeit beanspruchen.

    Wovon leiten die Behörden dann hoheitliche Befugnisse ab?

    Daß das staatsrechtlich nicht möglich sein kann, ist doch einfach, logisch und schnell zu verstehen; kein Staat = keine hoheitlichen Befugnisse.

    Wir werden belogen und getäuscht. Der Trick, den Behörden machen, ist die Bürger zur Akzeptanz von Bescheiden und deren Bezahlungen zu verleiten, also freiwillige Annahme durch mangelndes Hintergrundwissen und mangelnde Kritik.

    Stellen Sie den Bürgermeistern und Finanzamtsleuten Fragen, auch Fragen, warum ALLE Behörden in internationalen Firmenregistern als FIRMEN ausgewiesen werden.

    Wer sich nicht wehrt, lebt verkehrt.

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