Kann das Projekt »Fort Trump« Fortschritte verbuchen? Am Sonntag erklärte Polens Ministerpräsident Mateusz Morawiecki, die Vereinigten Staaten seien der einzige Garant für die Sicherheit und die Verteidigung Europas. Morawiecki reagierte damit auf die Pläne Deutschlands und Frankreichs, eine »Europa-Armee« aufzubauen. Die Idee von »Fort Trump« hatte Polens Präsident Andrzej Duda im September aufgebracht, als er den US-Präsidenten in Washington besuchte. Genau wie Dudas Idee dürften Morawieckis Äußerungen auf viel Wohlwollen bei Donald Trump stoßen.

von Tyler Durden

»Wir möchten, dass Europa als Ganzes sein militärisches Potenzial stärkt«, sagte laut Bloomberg Morawiecki in Brüssel einem polnischen Staatssender im Anschluss an das Treffen, bei dem die Führer der Europäischen Union dem Brexit-Abkommen mit Großbritannien zustimmten. »Gleichzeitig müssen wir betonen, dass der einzige echte Garant für Sicherheit in Europa inklusive der Ostflanke der NATO die USA sind.«

Morawiecki forderte ein »starkes Polen in einer starken Europäischen Union« und betonte, Polen sei proamerikanisch und proeuropäisch. Polen und USA haben in den vergangenen Jahren ihre militärischen Bindungen rasch ausgebaut als Reaktion darauf, dass Russland ihrer Meinung nach seinen Einfluss erweitert.

Im März unterzeichneten Warschau und Washington ein 4,75 Milliarden Dollar schweres Geschäft, bei dem es darum geht, das von Raytheon produzierte Raketenabwehrsystem Patriot nach Polen zu bringen, um auf diese Weise Polens Verteidigungsmöglichkeiten gegen Russland zu modernisieren. Es war das größte Rüstungsgeschäft in der Geschichte Polens. Unterdessen laufen die Vorbereitungen, das von Lockheed Martin hergestellte und von der NATO betriebene Aegis-Raketenabwehrschild einsatzbereit zu machen. Aufgrund technischer Probleme verzögert sich die Inbetriebnahme voraussichtlich bis nach 2020.

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Anfang November hatte Frankreichs Präsident Emmanuel Macron vorgeschlagen, Europa solle seine außenpolitische und sicherheitspolitische Abhängigkeit von den USA verringern, indem man eine gemeinsame Armee auf die Beine stelle. Diese solle mehr als nur symbolischen Charakter haben und imstande sein, Europas Interessen und Europas Territorium zu verteidigen.

Mit seinen Rufen nach mehr Unabhängigkeit in der europäischen Verteidigungspolitik, ist es Macron gelungen, gleichzeitig Russland und die Vereinigten Staaten zu verärgern. In dem Interview vom 6. November erklärte der französische Präsident: »Wir müssen uns schützen, mit Blick auf China, Russland und sogar auf die USA.« Er regte an, dass Europas Führung eine »echte europäische Armee« aufbaut, um auf diese Weise den Kontinent besser vor Russland zu schützen und gleichzeitig Frankreichs und Europas Politik unabhängiger von den politischen Entwicklungen in den USA zu machen.

»Wenn wir uns nicht dazu entschließen, eine echte europäische Armee zu haben, werden wir die Europäer nicht beschützen«, so Macron. »Wir benötigen ein Europa, das sich selbst verteidigen kann, ohne sich dabei auf die Vereinigten Staaten verlassen zu müssen.«

Wenige Tage nach Macrons kontroversem Interview meldete sich Bundeskanzlerin Angela Merkel zu Wort und schien sich hinter Macrons Idee zu stellen. Vor dem Europa-Parlament sagte sie, die Zeiten, in denen man sich bedingungslos auf andere habe verlassen können, seien vorüber.

Solange strategisch wichtige ehemalige Ostblockstaaten wie Polen allerdings nicht mitziehen, wird der Vorschlag nichts als ein Luftschloss bleiben.

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6 Kommentare

  1. .. warum wirkt der Hitler-Stalin-Pakt nicht mehr … dann wäre uns das polnische Krebsgeschwür erspart geblieben … ein Volk von Kriminellen und Asozialen … kommt auf die A2 und erlebt sie mit ihren LKWs … alleine das … Wie schön könnte die Welt ohne Polen sein … uns ohne ein anderes Volk, daß niemand erwähnen oder gar kritisieren darf …

    • Ich denke, Sie haben über Ihr Land geschrieben, Krebsgeschwür – das ist immer schon Deutschland gewesen und wie man sieht, ist es immer noch. Die Polen, genauso wie meisten ehemaligen Ostblockländer trauen den Deutschen nicht, euer eigenes Ossisvolk verächtet euch und wie man es sehen kann, mit Recht. Wie schön könnte Europa sein ohne Deutschland und solche Menschen wie Sie. Sie träumen wohl von Drang nach Osten? Noch zu wenig gemordet und geraubt? Damit meine ich auch natürlich nicht alle Deutschen.

      • Da kann ja Jolanta labern, was ihr gerade einfällt! Das Arschgekrieche bei den Amis ist das Anziehen der Kriegsgefahr in Deutschlands Nähe! Russland bedroht niemanden, wird aber von den Faschisten der NATO massiv bedroht! Das da Polen mitmacht, ist einfach eine Hirnlosigkeit! Aber für Geld machen die Polen alles! Übrigens Lolanta, danke für den bis heute vorhandenen Einsatz der polnischen Fachkräfte für Eigentums-Umwandlung! Es gibt viele fleißige Polen, aber auch genügend polnische Verbrecher, die klauen und einbrechen!

      • Vor dem Krieg war Polen die größte Jüdische Gemeinschaft ausser den vereinigten Staaten.
        Meine Frage: Gibt es den „Polen“ überhaupt noch oder sind dies heute alles Juden?

  2. Die NATO zündelt wo sie nur kann und die Ukraine , Polen und die übrigen NATO-Vasallen hecheln begeistert hinterher. Die Vasallen vergessesen dabei aber, dass Mitteleuropa seit der NATO-Konferenz 1975 als Schlachtfeld auserkoren wurde. Dagegen werden die ersten zwei Weltkriege wie ein Zwergenaufstand erscheinen. Ausser die eiligst geflüchtete Oberschicht, wird Niemand überleben. Erstaunlich wie blind Europa sein kann.

    • Lieber Sun Tzu,
      Ob die Ukraine oder besser geschrieben die Westukraine schon wieder ins volle Licht der Weltpolitik
      erscheint ,kann eben schon möglich sein! Die Westukraine als Bollwerk gegen Russland war schon mal aktuell im letzten Jahrhundert…Ob Russland tatenlos zusehen tut wie Mitteleuropa von „Philanthropen“ zerstört wird sukzessive, kann da noch nicht entschiedenes geschrieben sein und
      auch die USA mit dem Republikaner Donald Trump könnte als Rettungsring in Frage kommen in etwa.
      D.Trump hält von der Bundeskanzlerin A.Merkel nicht so viel gemäss seinen eigenen Aeusserungen…
      Den Westukrainer sollte eigentlich das Zerstörungswerk in Sachen Mitteleuropa auch zu denken geben, denn sie, die Polen,Ungarn und die Tschechoslowakei wollen die Masseninvasion der dritten Welt bei ihnen zu Hause abgewehrt haben und zwar vehement!

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