Offiziell möchten sie nur die Freundschaft zwischen den USA und Deutschland verstärken und treten für die „offene Gesellschaft“ ein. Warum aber treten sie dann als mysteriöser Geheimbund auf? Und welche Journalisten agieren im Umfeld der Atlantik-Brücke?

von Hasan Posdnjakow

Offiziell wird die Politik in der Bundesrepublik in aller Öffentlichkeit ausgetragen. Gesetze werden im Parlament debattiert und beschlossen, Parteien, die allen offenstehen, formulieren programmatische Ziele, Verbände und Vereine organisieren sich, um etwa durch Protestaktionen die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf ein bestimmtes Thema zu richten, und die Medien sind das Mittel, durch die sich das Staatsvolk über die aktuellen politischen Vorgänge informiert. So zumindest stellt es sich, grob dargestellt, die bürgerliche Demokratietheorie vor.

Gekaufte Journalisten
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Doch in der Wirklichkeit ist alles nicht so glasklar, wie es das rosige Modell vermuten lässt. Denn es gibt durchaus Organisationen, die im Hintergrund, gar im Verborgenen politisch agieren. Auch wenn ihre Namen mittlerweile vielen Bürgern bekannt sind, sind ihre Mitgliederlisten geheim, die Inhalte ihrer Veranstaltungen schleierhaft, ihre politische Agenda nebulös. Diese Organisationen sind keine Randerscheinungen unserer kapitalistischen Demokratie, sondern entspringen den Machtzentren der bürgerlichen Gesellschaft und ihres Staates selbst. Gleichwohl handelt es nicht um feindliche, konspirative Gruppen, die durch klandestine Mittel versuchen, den einen oder anderen Staat zu kapern, denn ihre Mitglieder gehören schon zu den Herrschenden.

Eine dieser Organisationen ist die Atlantik-Brücke. Finanzkräftige und politisch einflussreiche, an den Vereinigten Staaten ausgerichtete Mitglieder der sogenannten Elite gründeten den Verein 1952 mit dem Ziel, die junge Bundesrepublik fest an den großen Bruder jenseits des großen Teichs zu binden. In Ihrem Umfeld tummelten sich auch CIA-Agenten und Leute der Gehlen-Organisation. Auf ihrer Website heißt es, sie habe das Ziel,

die Zusammenarbeit zwischen Deutschland, Europa und Amerika auf allen Ebenen zu vertiefen. (…) Als gemeinnütziger und überparteilicher Verein stärkt die Atlantik-Brücke den Austausch zwischen Politik und Unternehmen, aber auch zwischen jungen Führungskräften und Vertretern der Zivilgesellschaft jenseits der Parteilinien.

Zu ihren Gründungsmitgliedern gehört Marion Gräfin Dönhoff, die ehemalige Chefredakteurin und Mitherausgeberin der Zeit. Journalisten sind also schon seit der ersten Stunde führend mit dabei. Laut der Website sind etwa 500 „Entscheidungsträger aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Medien“ Mitglieder im Verein. Der aktuelle Vorsitzende ist kein anderer als der herzlos-neoliberale CDU-Politiker und Kandidat für das Amt des Parteivorsitzenden Friedrich Merz. Trotz seines offiziellen Engagements für eine, wie es auf der Website steht, „offene Gesellschaft“ hütet sich der Elite-Club vor dem gemeinen Pöbel:

Die Mitgliedschaft erfolgt auf Einladung.

Das Tavistock Institut
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Neben der eigentlichen Mitgliedschaft gibt es noch ein Alumni-Netzwerk. Dieses besteht aus ehemaligen Teilnehmern des Young-LeadersProgramms. Das ist ein jährlich stattfindendes Förderprogramm für den transatlantischen Nachwuchs. Die „jungen Führer“ sind handverlesene zukünftige Spitzen der Politik, der Medien und der Wirtschaft. Eigenen Angaben zufolge absolvierten mittlerweile etwa 1.500 Personen die transatlantische Kaderschule. Von den Jungtransatlantikern wird laut Website der Brücke erwartet,

„Bereitschaft [zu] zeigen, sich aktiv […] in das Netzwerk der Young Leaders-Alumni einzubringen.“ Und: „Auch die Begegnung und der Dialog mit den Mitgliedern der Atlantik-Brücke wird besonders gepflegt.“

Herauszufinden, wer Mitglied des Vereins ist oder sich in seinem Fahrwasser tummelt, ist äußerst schwierig. Suchanfragen in Verbindung mit dem Verein werden oft mit dem Verweis Googles quittiert, mehrere Ergebnisse seien aufgrund des EU-Datenschutzrechts nicht sichtbar. Es scheint, als wären doch nicht alle Mitglieder des Vereins begeistert von der „offenen Gesellschaft“. Dennoch ist es möglich, einige Eckdaten herauszufinden. Hier ein kurzer Abriss zur Verstrickung der transatlantischen Geheimgesellschaft und der öffentlich-rechtlichen Medien:

  • Der ZDF-Moderator Claus Kleber ist Mitglied der Atlantik-Brücke. Zudem war er über viele Jahre auch Kuratoriumsmitglied der Stiftung der Atlantik-Brücke.
  • ARDTagesthemen-Moderator Ingo Zamperoni ist Absolvent der Young-Leaders-Kaderschule. Diversen Berichten zufolge soll er auch Mitglied der Atlantik-Brücke sein. Zudem tritt er als Redner auf den Veranstaltungen der Transatlantiker auf. Seine transatlantischen Verstrickungen gehen noch weiter: Er ist Berater des Alumni-Netzwerks des US-amerikanischen Fulbright-Stipendienprogramms  in Deutschland.
  • Jörg Schönenborn, Fernsehdirektor des WDR, ist Absolvent des Young-Leader-Programms, Jahrgang 2000.
  • Matthias Deiß, Redaktionsleiter der ARD-Sendung Kontraste ist Young Leader Jahrgang 2008. Der Staatsjournalist tritt auf Veranstaltungen der Antlantick-Brücke auf und moderiert sie.
  • Sonia Seymour Mikich, Chefredakteurin des WDR, absolvierte das Young-Leader-Programm Anfang der 1980er. Sie moderiert Veranstaltungen der Atlantik-Brücke.
  • Tina Hassel, Leiterin des ARD-Hauptstadtstudios, gestand ihre Mitgliedschaft bei der Atlantik-Brücke offen ein. Sie wird auch in den Jahresberichten des Vereins als Teilnehmerin einer Regionalveranstaltung erwähnt.
  • Der BR-Intendant Ulrich Wilhelm trat im Jahr 2006 als Gastredner auf einem Treffen der Young Leaders der Atlantik-Brücke und der BMW-Stiftung Herbert Quandt auf. Damals war er als verbeamteter Staatssekretär und Leiter des Presse- und Informationsamtes der Bundesregierung.
  • Michael Kolz, stellvertretender Programmgeschäftsführer von Phoenix und Leiter der Redaktion Ereignis 2, absolvierte gleich zwei Förderprogramme für transatlantisch veranlagte junge Führer. Er nahm sowohl am Young-Leaders-Programm der Atlantik-Brücke als auch am gleichen Programm der US-Schwesterorganisation der Atlantik-Brücke, der American Council on Germany, teil. Auf der Website der Atlantik-Brücke ist er als Mitglied zu finden (Stand 20.11.18).
  • Die Phoenix-Moderatorin Anke Plättner, „Young Leader“ von 1998, erwähnt in ihrem Lebenslauf, an der Kaderschule der Atlantik-Brücke teilgenommen zu haben.
  • Susanne Biedenkopf-Kürten, Leiterin der ZDF-Hauptredaktion Wirtschaft, Recht, Service, Soziales und Umwelt, absolvierte das Young-Leader-Programm im Jahr 1989. Sie nimmt, wie den Jahresberichten der Organisation zu entnehmen ist, weiterhin an Veranstaltungen der Atlantik-Brücke teil.
  • Theo Koll, der demnächst das ZDFHauptstadtbüro leiten wird, ist Absolvent des Young-Leader-Programms, Jahrgang 1988. Er unterschrieb eine Anzeige der „Mitglieder und Freunde“ der Atlantik-Brücke, die in der New York Times im Jahr 2003 veröffentlicht wurde. Wie seine Kollegin Biedenkopf-Kürten tritt er ebenfalls bei Veranstaltungen des transatlantischen Geheimbundes auf.
  • Elmar Theveßen, stellvertretender Chefredakteur des ZDF und Leiter der ZDF-Hauptredaktion Aktuelles, ist Mitglied der Atlantik-Brücke, wie er selbst erklärte, und Absolvent des Young-Leader-Programms (2002). Er plädiert für Transparenz bei solchen Mitgliedschaften: „Ich finde es richtig, das standardmäßig transparent zu machen. Das habe ich auch im Lobbyradar des ZDF gemacht.“

Bei so vielen einflussreichen Mitgliedern fragt man sich, warum sich ARD und ZDF nicht einfach zusammenschließen und in Atlantik-TV umbenennen. Es ist äußerst fraglich, ob die Staatssender noch in der Lage sind, ihrem Programmauftrag zu folgen. Neutralität und Objektivität in Fragen der internationalen Politik und hinsichtlich der Bewertung der USA sind zumindest nicht zu erwarten. Kein Wunder, dass die Glaubwürdigkeit der Staatsmedien immer weiter abnimmt.

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15 Kommentare

  1. ….selbst Schuld, wer das System der Freimaurer / Zionisten trägt. Mal sehen wie es diesmal endet, wo diese „unsere“ „Zivilisation“ ( Version XYZ ) diesmal nicht mit Vernichtung / Zerstörung reseten können, wie all die Male ( seit mindestens einer sechstelligen Zahl von Jahren, wenn man bedenkt das wir für die derzeitige „Zivilisation“ nur ein paar Jahrtausende benötigt haben…; es Stollen gibt die nicht von uns stammen und der Verwitterungs- / Erosionszustand der Sphinx ebenso, wie vieles andere, die Geschichtsschreibung Lügen straft, …und es uns ja schon 2 Millionen Jahre gibt ; ) zuvor = gedankt sei es den Russen und deren „Tote Hand“, welche ein Reset unmöglich machen und uns alle somit vor diesem geistesgestörten Abschaum ( für mich persönlich, in meinen Augen = meine persönliche Meinung, mein Empfinden… ) schützen ( möge auch die Entmachtung der Freimaurer / Zionisten und Befreiuung der Welt – von der dunklen Seite der Macht und ihren Sith Lords – den Russen, Chinesen… gelingen, aufdas dieses perverse Spiel ein für alle Mal beendet ist! )…

  2. Klaus Klebstoff und seine GesinnungsgenossInnen
    bei den zwangsalimentierten Gehirnwäsche -Fake -Sendern
    im Rahmen der „Offenheit für andere Kulturen und deren Bräuche“
    so behandeln wie Khashoggie. TV-Beitrag zu diesem Event :
    Ein Tag der Befreiung von Lügenpresse und Meinungsdiktatur.
    Eventuell Feierstunde im Bundestag wie bei Kriegsende.

  3. Wie in der DDR die DSF, die Deutsch-Sowjetische Freundschaft… nichts, aber auch gar nichts ist in der BRD anders, abgesehen vom Besatzer dem man sich anbiedert. Und wie in jeder Diktatur üblich werden die massgeblichen Posten mit Direktivrecht immer und ausschliesslich mit linientreuen Parteisoldaten besetzt, bei denen man sich sicher sein kann, dass diese auch 1:1 und absolut vasallen-konform jede politische Vorgabe umsetzen; sie sind direkt patroniert und alles andere würde sie den Kopf kosten.

    • Liebe Sylvia,
      Sicher tun die sogenannten Journalisten in so etwas wie die Transatlantikbrücke sich herumtummeln;darum ist auch das Bilderberger-Organ „Die Zeit“ dafür hinlängstlich bekannt…Als
      ich in den 70iger Jahren ein Volontariat bei einem Politpressemedium in der Schweizer Bundeshauptstadt antreten tat, war dafür notwendig , dass man auch hätte ein Mitglied einer bürgerlichen Klassenpartei sein sollen und natürlich „Militärkarriere“ abgeschlossen zu haben.

  4. unfassbar . Wenn man so etwas nicht unterstützen will, muß man trotzdem GEZ Zwangszahlen !!!?!
    Kann man aufgrund so einer Tatsache nicht die Zahlung verweigern ? Muß man so einen Rundfunkstaatsvertrag bezahlen ? Zwangsweise ? Welcher Anwalt unterstützt einen ?

    • hallo kirsten,

      das sind zwangssteuern, am besten den fern abmelden.den runfunkstaatsvertrag ist nichtig da die brd kein STAAT ist. aber die menschen fress… es noch. sorry
      die brd ist ein wirtschaftskontrukt, sonst sind wir nichts.

  5. Das ist doch alles dieses widerliche Lügensystem der US-Merkel mit dem Ziel der Abschaffung Deutschlands, selbst zum Preis eines Dritten Weltkrieges! Und alle Deutschen, die sich der Selbstvernichtung widersetzen wollen, müssen AfD, Pegida und die anderen Gruppen unterstützen!

  6. …man darf nicht verg3ssen, dass die „deutschen“ Nedien von der CIA ( der kleine Bruder von MOSSAD ) ins Leben gerufen wurden = somit zugehörig zu den Freimaurern / Zionisten sind ( persönliche Meinung… )…

    … GEZ ist vom Prinzip her schon rechtswidrig, mal abgesehen davon das die „BRD“ es auch ist ( persönliche Meinung… )…

    …abgesehen davon betreiben diese Freimaurer- / Zionisten-Propagsnda-Anstalten ( persönliche Meinung… ) Kriegsvorbereitung / Kriegshetze ( laut Sputnik News = siehe Link ) = was nicht nur gegen Gesetze legaler / souveräner Staaten sein dürfte, sondern auch ein Fall für die UN und Den Haag sein müsste!…

    http://de.sputniknews.com/politik/20181130323133178-ukraine-russland-kertsch-asow-gellerman/?utm_source=push&utm_medium=browser_notification&utm_campaign=sutnik_de ( Russland wird deutlicher was für Spielchen der Westen spielt ; )

  7. Es ist fast alles faul im Staate Dänemark, wobei ich nicht das Land Dänemark meine. Das ist nur ein Spruch, den meine Mutter immer gesagt hat. Also war auch zu ihrer Zeit schon sehr viel faul. Ich bin der Meinung, daß es an unserem politischen System liegt. Wir gehen alle 4 Jahre zu Wahlen und überantworten diese Verrätern unser Leben. Was haben uns diese Parteien bis jetzt, seit dem 2. Weltkrieg, denn gebracht, wie weit sind wir mit Ihnen gekommen. So weit, daß sie uns jetzt umvolken und der Widerstand ist nicht allzu groß. Daß mit den Medien etwas nicht stimmt, kann man schon viel länger beobachten. Dabei ist es mittlerweile egal ob man ÖR oder Private guckt. Es ist der selbe Schund und das einzige was man dagegen tun kann, ist den roten Knopf zu drücken.

  8. Habe schon immer den Verdacht der Manipulation des ZDF u.ARD gehabt und das bestätigt sich immer wieder. Diese Schmarotzer von Journalisten,sowie alle Leiter von allen Sendeanstalten gehören entlassen und verurteilt wegen Mißbrauchs ihrer Tätigkeit. Da bleibt einem nur die Wahl Fernseher abmelden,alle Zeitungen boykottieren da sie sowieso alle Jüdisch sind.

  9. Politik und Wirtschaft funktioniert nur mit derartigen Geheimbünden. Als Normalbürger gelangt man erst gar nicht in staatliche Funktionen oder in die Parlamente, außer vielleicht in ein Dorfparlament.
    Eine Lösung dazu habe ich nicht anzubieten.

    • „Eine Lösung dazu habe ich nicht anzubieten.“

      Hallo Asenpriester,
      eine theoretische Möglichkeit sehe ich darin, dass das Deutsche Volk eine eigene Partei gründet und sich dann selbst wählt.

      • Der Feind würde wohl mit allen Mitteln versuchen, genau dies zu verhindern. Das sieht man auch jedesmal wenn rechte Parteien und Kräfte, wie jetzt die AfD drohen, emporzukommen. Die Hexenjagd ist unvorstellbar und es wird aus allen Rohren geschossen, naturgemäss auch mit perfiden, moralisch verwerflichen und schlicht widerlichen ekelerregenden Methoden. Doch ist einem Vasallen der Macht in diesem Regime nichts zu billig und nichts zu dreckig um im Kampf gegen den Widerstand eingesetzt zu werden.

        • Na, ja, Michael, die Finanzgewaltigen dieser Welt (die Namen dürfen wir ja nicht nennen) besitzen seit 1913 das gesamte Finanzsystem dieser Welt. Die haben so viel Geld, daß sie gleich die Oppositionsparteien, Stiftungen, Verbände gründen und finanzieren. Das Volk oder ich als Einzelperson haben keinen einzigen Penny übrig, um eine gezielte und echte Opposition gründen zu können.
          (Pegida, AfD und viele andere werden von der Gegenseite finanziert. Siehe auch die vielen V-Leute, z.B. in der NPD, so daß diese gar nicht erst verboten werden kann!)
          Es ist ein ungleicher Kampf. Darum habe ich keine Lösung anzubieten.

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