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Ungarn treibt EU in den Wahnsinn: „Verteilungsquote – nicht mit uns“

Ungarn treibt EU in den Wahnsinn: „Verteilungsquote – nicht mit uns“ 1
Peter Szijjarto, Außenminister von Ungarn

“Diese Menschen wollen nicht in Ungarn leben.” Die Quotenregelung würde darüber hinaus noch mehr Flüchtlinge nach Europa locken, sagte Außenminister Szijjarto.

Ein Jahr nach der Grenzöffnung hat Ungarns Außenminister Peter Szijjarto klargestellt, dass sein Land nicht in die Verteilung von Flüchtlingen nach der ausgehandelten Brüsseler Quote einwilligen werde. „Wir sind grundsätzlich gegen das Quoten-System“, sagte Szijjarto im Interview der „Welt“.

Auf dieses System hatte sich ein Großteil der EU-Innenminister im Herbst 2015 gegen den Willen mehrerer Mitgliedsländer – darunter Ungarn – geeinigt.

„Wenn Hunderte oder Tausende von Migranten nach Ungarn geschickt würden, würden sich viele von ihnen am nächsten Tag auf den Weg nach Deutschland, Schweden oder Österreich machen“, sagte Szijjarto. „Diese Menschen wollen nicht in Ungarn leben.“ Die Quotenregelung würde darüber hinaus noch mehr Flüchtlinge nach Europa locken, sagte Szijjarto.

„Verteilungsquote – nicht mit uns“

„Wenn wir einmal diesem Verteilungsschlüssel zustimmen, wird er zur Regel werden. Brüssel wird irgendwann sagen, durch die Umstände seien noch weitere Migranten aufzunehmen. Nicht mit uns!“

In Fragen des Grenzschutzes misstraut Budapest der Athener Regierung nach wie vor. „Die Erfahrung zeigt, dass wir uns in Sachen Grenzsicherung nicht auf Griechenland verlassen können“, sagte der Außenminister. Er schlug vor, Griechenland notfalls aus dem Schengen-Raum auszuschließen.

Wenn es nicht gelinge, mit Athen gemeinsam den Schengen-Raum zu verteidigen, dann „müssen wir eben einen Grenzzaun bauen. Und zwar im Norden an der Grenze zu Griechenland, nicht im Süden an der Grenze zur Türkei.“

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Bert Brech
Bert Brech
3. September 2016 19:26

Verstaendliche Besorgnis der fuersorglichen Ungarn auch mit den hilflos beschraenkten BRDlingen.
Schliesslich haben sie den Mitteldeutschen nicht die Freiheit gegeben, nur damit sie sich von den Konsensverbrechern „ihrer“ Regierung am Ende voelkermorden lassen.

chris
chris
3. September 2016 13:29

Wir brauchen die Festung Europa! !!!!

Sebastian Josef
Sebastian Josef
3. September 2016 10:33

Ist es denn so schwer den Deutschen Steuerzahler auszurauben und Essen Kleidung und ein Dach über dem Kopf in Lagern aufzustellen? Hierbei scheint es ja ein Asyleinbürgerungsverfahren für ganz Afrika in Europa zu sein. Und dann kann man die Menschen, doch sicherlich wieder nach Hause schicken. Oder nicht? Das ist eine günstigere Haushaltspolitik, wie der Wahnsinn im BRD – Kabarett. Vieleicht ist einer so klug, den Unterscheid im Finanzwahnsinn, während die Länder doch häufig schon marode genung sind, zwischen nötiger Beherbergung und oder Einbürger aufzuzeigen [und was so eine Einbürgerung abverlangt] .. Ich finde nämlich nicht, dass jeder ein Europäer… Weiterlesen »

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