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Donald Trump – Trojanisches Pferd der kommenden Finanz-Militärdiktatur?

Im Wahlkampf donnerte Trump noch, er werde den Wall-Street-Sumpf trockenlegen. Jetzt berief der Milliardär den Präsidenten von Goldman Sachs, Gary Cohn, ins Kabinett.

Die alternativen Medien überschlagen sich aktuell gegenseitig mit Lobeshymnen auf den neuen US-Präsidenten. Dabei lohnt sich ein genauerer Blick hinter die Kulissen. Der Erfolg Donald Trumps bei den US-Wahlen geht vor allem auf das Versprechen des Milliardärs zurück, den Washingtoner „Sumpf“ trocken zu legen. Doch wie ernst nimmt der neu gewählte US-Präsident sein Versprechen wirklich? Gastautor Ernst Wolff sieht die USA auf dem Weg zur Finanz- und Militärdiktatur.

von Ernst Wolff

Mit Forderungen wie “Dry the swamp!” (“Legt den Sumpf trocken!”) präsentierte sich Donald Trump im US-Wahlkampf als entschlossener Gegner des US-Establishments. Millionen am System zweifelnde Amerikaner glaubten ihm und setzten darauf, dass er als Präsident der korrupten Elite des Landes endlich die Stirn bieten werde.

Mittlerweile dürfte den Informierteren unter ihnen klar geworden sein, dass sie nicht nur einem Irrtum aufgesessen, sondern ganz bewusst hinters Licht geführt worden sind: Trump erweist sich seit seiner Wahl als trojanisches Pferd, das den Sumpf nicht etwa trockenlegen, sondern ihm ganz im Gegenteil zu noch größerer Macht verhelfen will.

Und nicht nur das: Wer im Wahlkampf glaubte, mit Hillary Clinton entscheide man sich für die Fortsetzung der US-Kriegspolitik, mit Trump dagegen für ihr Ende, der reibt sich spätestens seit zwei Wochen ungläubig die Augen: Das Kabinett des 45. US-Präsidenten gleicht mit seinen Ex-Generälen und Wirtschaftsbossen eher einer Mischung aus südamerikanischer Militärjunta und der Führungsetage eines Wirtschaftskonzerns als den Kabinetten früherer Präsidenten.

Ein solch offener Betrug am Wähler ist in den USA allerdings nichts Neues, und das hat seinen Grund: Spätestens seit dem Dezember 1913 wird die Richtung der US-Politik nämlich nicht vom Weißen Haus in Washington, sondern von der Wall Street und ihrer wichtigsten Organisation, der US-Zentralbank Federal Reserve, vorgegeben. Beide haben andere Vorstellungen von der Zukunft des Landes als der arbeitende Bürger.

Hinter der US-Politik steht immer die Finanzindustrie

Mit der Gründung der Federal Reserve im Jahre 1913 sicherte sich ein Kartell von US-Banken und ihren ultravermögenden Besitzern die Kontrolle über die US-Währung, den Dollar.

Seit 1913 ist die Regierung der USA nicht mehr und nicht weniger als die politische Exekutive der Federal Reserve. Ihre wichtigste Aufgabe besteht darin, dem amerikanischen Volk die Interessen der Finanzindustrie als die eigenen zu verkaufen – mit allen Mitteln. Bereits drei Jahre nach der Gründung der Federal Reserve ließ sich der demokratische Kandidat Woodrow Wilson mit dem Versprechen wählen, die USA aus dem in Europa tobenden Ersten Weltkrieg herauszuhalten. Einen Monat nach seiner Amtseinführung erklärte er Deutschland den Krieg.

Warum? Weil die Großbanken der Wall Street milliardenschwere Kredite an England, Frankreich und Italien vergeben hatten und fürchteten, dass sie diese im Fall eines deutschen Sieges würden abschreiben müssen.

Ähnliches gilt für den Zweiten Weltkrieg, bei dem es sich keinesfalls – wie in den meisten Geschichtsbüchern dargestellt – um eine Konfrontation zwischen Demokratie und Diktatur handelte. Zum einen hätten sich Hitlers Nationalsozialisten ohne Kredite der Wall Street niemals an der Macht halten können. Zum anderen stieß die auf dem Boden der USA entstandene und von der Wall Street finanzierte größte Wirtschaftsmaschinerie aller Zeiten zu Beginn der Vierziger Jahre an ihre nationalen Grenzen.

Das heißt: Die USA brauchten Märkte, um die Waren, die der heimische Markt nicht mehr aufnehmen konnte, abzusetzen. Hierzu war der Wall Street jedes Mittel recht – von der Teilnahme am Weltkrieg bis zum Abwurf von Atombomben.

Auch die weiteren Kriege der USA – ob Korea, Vietnam, Afghanistan, Irak, Libyen oder Syrien – wurden im Interesse der US-Finanzelite geführt. Dasselbe gilt für die mit Hilfe der US-Geheimdienste durchgeführten Putsche in Asien, Afrika und Südamerika, die in keinem einzigen Fall, wie offiziell behauptet, der Abschaffung von Diktaturen dienten. Jüngstes Beispiel ist die Militärjunta in Ägypten: Sie kann sich nur auf Grund der finanziellen und militärischen Unterstützung der USA an der Macht halten. Im übrigen ist Saudi-Arabien, eine der rückständigsten Diktaturen der Erde, seit Jahrzehnten der engste Verbündete der USA im Nahen Osten.

Das System hat sich längst verselbständigt

Im Verlaufe ihrer über einhundertjährigen Geschichte hat sich die US-Finanzindustrie einen riesigen Apparat geschaffen, durch den sie ihre Macht über alle Bereiche der amerikanischen Gesellschaft ausübt. Sie beherrscht sämtliche Märkte, den militärisch-industriellen Komplex, die Medien und die Politik.

Wahlen dienen innerhalb dieses Systems nur dazu, die amerikanische Bevölkerung in dem Irrglauben zu wiegen, sie habe ein Mitspracherecht bei der Gestaltung der eigenen Geschicke. Der in jedem Wahlkampf hochgespielte Konflikt zwischen Demokraten und Republikanern erweist sich bei näherem Hinsehen als seit Jahrzehnten wirksames Mittel, um kritische Strömungen innerhalb der Bevölkerung aufzufangen und so ein politisches Ausbrechen größerer Bevölkerungsteile zu verhindern.

Genau dieser Mechanismus lässt sich im zurückliegenden Wahlkampf am Beispiel Bernie Sanders nachverfolgen: Wie inzwischen durch WikiLeaks-Emails belegt, diente Sanders Wahlkampf von Anfang an dazu, solche Wähler zurückzuholen, die der Demokratischen Partei den Rücken kehren wollten und sie – nach seinem bereits vorher mit der Parteispitze vereinbarten Rückzug – der von Sanders im Wahlkampf heftig angegriffenen Hillary Clinton als „kleinerem Übel“ zuzuführen.

Ähnlich wie Sanders setzte auch Donald Trump im „Wahlkampf“ auf eine durch die tiefe Unzufriedenheit der Bevölkerung ausgelöste Proteststimmung, nur dass er diese nicht wie Sanders in vermeintlich sozialistische, sondern in nationalistische Bahnen lenkte („Make America great again!“) und dabei immer wieder den „Kampf gegen das Establishment“ beschwor.

Viele oberflächliche Beobachter nahmen deshalb an, der zum Milliardär aufgestiegene Baulöwe wolle den „Sumpf in Washington“ tatsächlich trockenlegen. Eine solche Wandlung allerdings ist in etwa so realistisch wie die Quadratur des Kreises: Sie würde bedeuten, dass die US-Finanzindustrie nach einhundert Jahren unumschränkter Diktatur tatenlos zusähe, wie ihr mit parlamentarischen Mitteln die Macht aus den Händen genommen wird.

Trumps Amtszeit wird vom Niedergang der USA bestimmt

Inzwischen entpuppt sich Donald Trump als ein Präsident, der sich bei seiner Machtausübung stärker als jeder seiner Vorgänger auf die Finanzindustrie und das Militär stützen will. Das ist kein Zufall, denn Trump übernimmt das Amt in einer Zeit monumentaler Probleme, die sich kontinuierlich verschlimmern und mit unerbittlicher Logik auf einen Crash des Finanzsystems und das Ende der weltweiten Dollar-Herrschaft hinauslaufen.

Seit dem Zusammenbruch von Lehman Brothers im Gefolge der Subprime-Hypothekenkrise wird das globale Finanzsystems nur durch ein historisch nie dagewesenes Ausmaß an Manipulation durch die Federal Reserve und andere Zentralbanken am Leben erhalten. Seit 2008 sind zweistellige Billionenbeträge an Geld gedruckt und weltweit von den Zentralbanken mehr als 670 Mal die Zinsen gesenkt worden.

Diese Maßnahmen haben nicht etwa, wie angeblich beabsichtigt, zur Erholung der Realwirtschaft geführt. Die Gelder sind fast ausschließlich in die Finanzspekulation geflossen und haben riesige Blasen an den Anleihe-, Aktien- und Immobilienmärkten erzeugt. Konservative Anleger sind auf Grund der Niedrigzinsen stärker denn je ins Risiko gegangen, zahlreiche systemrelevante Großbanken in aller Welt werden nur noch künstlich über Wasser gehalten, das System ist zerbrechlicher als je zuvor.

Bei Staatsschulden von knapp 20 Billionen US-Dollar warten auf die arbeitende Bevölkerung der USA auch nicht die von Trump versprochenen gut bezahlten neuen Arbeitsplätze, sondern Austeritätsprogramme mit drastischen Kürzungen aller Art. Sobald die Inflation stärker auf die Realwirtschaft durchschlägt, wird sich die Tatsache, dass 60 Prozent der Amerikaner nicht mehr als 1.000 Dollar Rücklagen haben, bitter rächen. Wenn Trump, wie angekündigt, dann auch noch mit Steuererleichterungen für die Ultrareichen aufwartet, wird es in den USA zu schweren sozialen Auseinandersetzungen kommen.

Genau dann wird sich zeigen, warum das US-Establishment, das lange Zeit auf Hillary Clinton gesetzt hatte, in der Endphase des Wahlkampfes umgeschwungen ist und Trump den Vorzug gegeben hat: Zur Niederschlagung der durch die gegenwärtige Entwicklung des Finanzsystems unvermeidlichen sozialen Explosion wird zunächst eine Regierung gebraucht, die von den wahren Schuldigen an der Wall Street ablenkt und dem Volk Sündenböcke in Form von Minderheiten vorwirft – wofür Trump sich im Wahlkampf unter anderem durch seine Ausfälle gegen Muslime empfohlen hat. Sollte das nicht funktionieren, wird eine Regierung im Stil südamerikanischer Diktaturen gebraucht, die die soziale Frage mit Gewalt löst – also ein Kabinett wie das von Donald Trump, in dem der Bereich der „nationalen Sicherheit“ direkt in den Hände von Militärs gelegt wurde.

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Trumper
Trumper

Donald Trump ist mehr Sein als Schein, auch wenn es genau andersaherum aussieht. Das zeigen allein schon seine Bücher, https://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=413993 die er über Jahrzehnte geschrieben hat. Trump ist einer, der Rhetorik und Verhandlungstechniken studiert hat und zwar gründlich. Dass er dann scheinbar plump daherredet, das kommt ganz darauf an, WO er auftritt. Seine Ansprache gegenüber ‚Joe Plumber‘ ist eben so auf den Durchschnits-US-Bürger abgestimmt, der nur auf dem Niveau eines Achtklässlers lesen kann, dass er auch verstanden wird. Das macht seinen Erfolg aus. Man soll nur nicht glauben, er redet mit jedem so. Sonst hätten seine Kinder nie studieren können.… Weiterlesen »

Basterix & Josefix
Basterix & Josefix

Seit John F Kennedy hatten die Amerikaner keinen freien Präsidenten. Nicht nur die CIA in 1000 Teile zerreissen, wie ich lange glaubte, ist der springende Punkt, sondern: Die Geldschöpfung. Sie geht nicht vom Staat aus, sondern von Privaten, welche Struktur das beinhaltet kann man sich denken. John F Kennedy änderte das, das sollte nicht an die Öffentlichkeit. Und jetzt sagt mir noch ein Depp, dass die Welt amerikanisiert ist. Ich grüße und gratuliere mir selbst, denn der Mensch lebt tatsächlich von der Erde. Gott hat es so bestimmt und dieses Wucherschuldpapier verboten; darum kann die ganze Geschichte nicht gut gehen.… Weiterlesen »

Lockez
Lockez

Immer wenn sich einer als >Retter der Nation< aufspielt, stellt man in kürzester Zeit fest daß es mal wieder eine Luftpumpe ist die keine lauwarme Luft ausstößt, sondern eklige Fürze. 😀

hatefugee
hatefugee

Also, die Fahrstuhltür öffnet sich und der neue Spieler auf dem Flur, also Trump, sieht, dass im Fahrstuhl kein freier Platz ist. Der Fahrstuhl ist voll mit anderen Spielern, die schon lange hier sind, das sogenannte Establishment. Die Spieler, die Eliten (Elitengruppen) sind diejenigen, die über die Ressourcen des Landes verfügen (Finanzen, Bürokratie, Sicherheitsorgane, Medien usw.). Es gibt keine Ressourcen, die niemandem gehören. Der neue Spieler kann in dieser Situation mehrere Strategien verfolgen. Erstens kann man die Fahrtstuhl-Passagiere in Ruhe lassen und die Treppe nehmen. Das heißt, man bleibt Außenseiter und im Endeffekt ein Verlierer. Das würde bedeuten, dass Trump… Weiterlesen »

COSMOPOLIT
COSMOPOLIT

Ein Chamäleon ist und bleibt ein Chamäleon. Es kann sich in seiner Umgebung bei Gefahr tarnen, mit der Umgebung verschmelzen, je nach Lust, Stimmung und Laune ein buntes Farbenspiel hervorzaubern, die Augen unabhängig voeinander in die verschiedensten Richtungen drehen, ohne den Kopf zu verdrehen, seine Augen auf bis zu 1000 Meter scharfstellen und die klebrige Zunge in Bruchteilen von Sekunden zum Opfer/ zur Beute schnellen lassen. +Es wäre ein Irrsinn zu behaupten, alle Versprechen würden umgesetzt, aber das was dieser Artikel hier gerade beschreibt, wäre das glatte Gegenteil von dem, was Anonymous noch vor dem Wahlergebnis über Trump geschrieben hat.+… Weiterlesen »

Hans Kolpak
Hans Kolpak

Ist nur der Islam ein System der Gewalt? Judentum und Christentum sind es ebenfalls, auch wenn es heute teilweise Gesellschaften gibt, die auf Gewalt verzichten, auch im Bereich des Islam. Doch solange Israel und USA morden, sind alle drei Weltreligionen Gewaltsysteme. Manipulation und verbale Gewalt, Halbwahrheiten und Heucheleien sind offensichtlich! Man wird immer Protagonisten für jedes beliebige Konstrukt finden und seine Lebenszeit mit solchem Gedankengut vergeuden können. Da die islamische Welt, die jüdische und die christliche Welt jeweils gespalten sind, gibt es keine Antwort aus diesen Ideologien selbst. Man kann Antworten nur außerhalb dieser Systeme finden, weil sie alle drei… Weiterlesen »

Asenpriester
Asenpriester

Ganz deutlich zu beobachten war diesmal, die UN-Verurteilung Israels wegen seiner Siedlungspolitik, was jedesmal das Veto der VSA, Israel gerettet hatte. Diesmal nicht!!, weil der abtretende Obimbo, der nichts mehr zu befürchten hat, Israel den Gehorsam verweigert hat. Trump (noch nicht im Amt) versuchte noch Ägypten zu überreden seinen Antrag zurück zuziehen, was nichts half, da Neuseeland und einige Niggerstaaten den Antrag erneut einbrachten und Erfolg damit hatten. Israel kocht vor Wut und bestellt alle abtrünnigen Botschafter ein, auch den Amerikanischen. Es zeigt aber Trumps Israelhörigkeit auf. Aber ich denke, daß z.Z. einige Judenclans in den oberen Logen sich in… Weiterlesen »

Julia
Julia

Der Artikel bzw. dessen Aussagen entsprechen nicht der Tatsache, jedenfalls nicht meiner Ansicht nach und den Quellen, die ich gelesen habe. Erstens ist es richtig, das Trumps Kabinett überwiegend aus reichen Juden besteht. Der Knackpunkt hierbei ist aber, das diese Juden, mit denen er kooperiert, die Pläne Israels bzw. Natanahjus boykottieren möchten, weil die amerikanischen juden mittlerweile eingesehen haben, das das Großprojekt Großisrael erneut gescheitert ist und es keinen Sinn mehr macht, daran festzuhalten. Im Übrigen haben sich genau diese Juden klar gegen die Vorhaben der derzeitigen israelischen Regierung ausgedrückt und der Artikel hat zudem vergessen darüber zu berichten, das… Weiterlesen »

Frank
Frank

Gehe ich recht in der Annahme, das bei Clinton’s Erfolg das gleiche Ergebnis rumgekommen wäre?
Ich habe mir das schon gedacht.
Womit wird die AFD ihre Wähler betrügen?

COSMOPOLIT
COSMOPOLIT

++ Und nicht nur das: Wer im Wahlkampf glaubte, mit Hillary Clinton entscheide man sich für die Fortsetzung der US-Kriegspolitik, mit Trump dagegen für ihr Ende, der reibt sich spätestens seit zwei Wochen ungläubig die Augen: Das Kabinett des 45. US-Präsidenten gleicht mit seinen Ex-Generälen und Wirtschaftsbossen eher einer Mischung aus südamerikanischer Militärjunta und der Führungsetage eines Wirtschaftskonzerns als den Kabinetten früherer Präsidenten.++ * d’accord * Noch bemerkenswerter aber ist die Tatsache, das sich nach dem Trump-Sieg Merkel und Ihre Entourage im Deinstallationsmodus befinden. Und d’accord scheint auch die die deutsche Presse mit Trump in der Berichterstattung mitgehen zu wollen,… Weiterlesen »

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