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Kanzlerin Merkel: Selbstständiges Autofahren bald nur noch mit Sondererlaubnis möglich

Kanzlerin Merkel: Selbstständiges Autofahren bald nur noch mit Sondererlaubnis möglich 1
Merkels Zukunftsvisionen in Buenos Aires Selbstständiges Autofahren bald nur noch mit Sondererlaubnis?

Den Deutschen wird das Steuer aus der Hand genommen: In 20 Jahren dürfen wir nicht mehr selbstständig Auto fahren, prophezeite von der Öffentlichkeit weitgehend unbeachtet Bundeskanzlerin Merkel der deutschen Autonation. Was eigentlich ein Medien-Hammer hätte werden müssen, ging sang – und klanglos unter. Die Sensationsnachricht versickerte einfach im Mainstream – mitten im Wahljahr 2017 ist das eine weitere Merkel-Ohrfeige für die Deutschen, die besten Autobauer und leidenschaftlichsten Autofahrer der Welt.

Bei ihrer Reise nach Argentinien besuchte Bundeskanzlerin Angela Merkel unter anderem das Wissenschaftszentrum Polo Científico in Buenos Aires, wo sie die Studenten mit einer ihrer Textbausteinreden langweilte. Im Anschluss durften die Anwesenden Fragen stellen. Eine davon war: „Wie stellen Sie sich die Welt in 20 Jahren vor?“ Daraufhin kam auch schon tausendmal Gesagtes wie, dass vor allem der demographische Wandel und die Digitalisierung künftig große Herausforderungen wären. Im Zusammenhang kam sie dann auf ein Teilgebiet der Autoindustrie zu sprechen, das seit Jahren mit großem finanziellen Aufwand forciert wird – das autonome Fahren.

Nun, das kann man mögen oder nicht und entsprechend annehmen oder ablehnen – dachten wir bisher, als vermeintlich selbstständige Bürger. Nicht jeder ist bereit, sein Leben einem Computer anzuvertrauen, schon gar nicht, wer sich täglich mit weniger komplizierten Geräten ob ihrer oftmals verrückt spielenden Software die Haare rauft. Und nicht wenige kennen das Unbill auch in ihrem PKW, wenn der Bordcomputer – gemeinhin als „die Elektronik“ bezeichnet – verrückt zu spielen scheint.

Schon 2016 ließ das Verkehrsministerium verlauten, dass in etwa fünf Jahren Fahrzeuge mit „hochautomatisierten Funktionen“ dieser Art auf den Straßen sein würden. Ein entsprechender Gesetzentwurf vom Januar dieses Jahres enthielt aber den nun als irreführend zu bezeichnenden Passus, dass trotz der vielen Entscheidungen, die das Auto uns in Zukunft abnehmen soll, die „letzte Verantwortung grundsätzlich beim Menschen“ läge.

Irreführend deshalb, denn nach dem, was Merkel in Buenos Aires über ihre Zukunftsvisionen verriet, ist es wohl eher so, dass wir über unser Leben künftig nur noch bis dahin entscheiden werden dürfen, ob wir überhaupt in ein Auto steigen oder nicht. „Autonomes Fahren“ soll nämlich offenbar nicht nur ein Angebot der Industrie, sondern staatliche Zwangsmaßnahme werden. Merkel sagte: „Wir werden in 20 Jahren nur noch mit Sondererlaubnis selbstständig Auto fahren dürfen“, denn wir, also das noch selbstständig denkende und fahrende Pack, seien das größte Risiko.

Es mag ja sein, dass es jetzt sogar schon Autos gibt, die klüger sind als diese Bundesregierung. Aber ebenso wenig wie wir, die noch geistig Gesunden und schon länger hier Lebenden, unser Leben der Zerstörerelite anvertrauen würden, werden es wohl auch viele nicht einem computergesteuerten Blechsarg überantworten wollen.

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