Deutschland

Lafontaine: Linkspartei vertritt die Interessen von Flüchtlingen und nicht die der deutschen Wähler

Lafontaine: Linkspartei vertritt die Interessen von Flüchtlingen und nicht die der deutschen Wähler 1
Oskar Lafontaine und Gregor Gysi

Weiß die Linke noch, was sie will? Oskar Lafontaine sprach auf Facebook von einer “verfehlten Flüchtlingspolitik” seiner Partei. Das erkläre, dass die Linke besonders im Osten nicht besser abgeschnitten hätte. Er warf der Linkspartei damit vor, die Interessen von illegal eingereisten Flüchtlingen stärker zu vertreten als die der deutschen Wähler.

Sahra Wagenknecht hatte sich bisher zu dem Thema auffällig zurückgehalten. In der Wahlnacht hatte sie allerdings späte Erkenntnisse. Sie meinte, die Linkspartei habe es sich in der Flüchtlingsfrage “zu leicht” gemacht. So hatte sie sich gegenüber dem ZDF geäußert. Sie gab zu bedenken, dass man darüber reden müsse, ob wirklich jeder, der wolle, nach Deutschland kommen dürfe.

Auf Facebook schrieb sie: “Es gibt insbesondere im Osten eine nicht geringe Überschneidung zwischen unserem Wählerpotenzial und dem der AfD.” Das seien keine Rassisten, sondern Menschen, die unzufrieden seien und sich zurückgesetzt fühlten.

Ihre Haltung zu Flüchtlingen und Migranten hatte die Partei allerdings in aller Deutlichkeit in ihrem Wahlprogramm festgelegt. Da heißt es außerdem, Geflüchtete dürften nicht zum “Sündenbock” für die Mängel der Wohnungspolitik gemacht werden. Die Parteivorsitzende Katja Kipping bestätigte den Kurs ausdrücklich: “Wir haben die richtigen Antworten gegeben”, sagte sie in der Bundespressekonferenz am Montag.

Der Linken droht nun ein heftiger Streit in dieser Frage. Davon berichtet die taz. Dass die Partei sich deswegen zerlegen würde, befürchtet die taz offenbar nicht. Aber Spiegel Online. Da steht zu lesen, dass sich inzwischen Gregor Gysi gemeldet hat, der eine Abkehr vom Kurs in der Flüchtlingsfrage für das Ende der Linken hält. Im Neuen Deutschland betont er, dass links zu sein bedeutet, stets auf der Seite der Schwachen zu sein. Schließlich droht er mit seinem Austritt: “Beschlösse eine Mehrheit der Partei, was ich mir nicht vorstellen will und kann, eine solche Änderung ihrer Politik in der Flüchtlingsfrage, wäre es auf jeden Fall nicht mehr meine.”

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Klaus Block
Klaus Block
5. Oktober 2017 19:24

Auf Seite der Schwachen? Gerne, aber zunächst doch mal auf Seiten der deutschen Schwachen!

kim
kim
3. Oktober 2017 11:48

Haette nie gedacht das ich Lafontaine mal zustimmen würde.

Eine Meinung
Eine Meinung
3. Oktober 2017 10:29

Auf der Seite der Schwachen … klingt ja schön .. Herr Gysi. Übrigens war Gregor Gysi auch für Waffenlieferungen für die Kurden. Ich wunderte mich damals noch. Stutzte. Ich hoffe ich erinnere mich nicht falsch. Es wäre ja gut wenn es anders wäre. ——————– Das nur nebenbei. Ja, es ist schön wenn man sich für Schwache einsetzt. Aber das war ja schon beim guten Samariter so . Er teilte seinen Mantel .. Und dann erfroren beide. Aber ich war nicht dabei. Das ist vielleicht falsch erzählt worden. Jedenfalls ist innerhalb eines Jahres im internationalen Vergleich, Reiseländer.. der Welt, Deutschland von… Weiterlesen »

Schildmaid
Schildmaid
3. Oktober 2017 9:35

Ich kann das Geplärre von der “Jüdischen Weltherrschaft” nicht mehr hören! Genausowenig wie das Gehetze gegen Frauen, Homosexuelle, Abtreibungen, etc. Macht die Augen und schaltet mal den Verstand ein!

Eine Meinung
Eine Meinung
3. Oktober 2017 10:49
Reply to  Schildmaid

Wo ist in Deutschland ein Gehetze gegen Frauen. BK Merkel , Frau Angela ist doch seit 12 Jahren Bundeskanzlerin. Und an der Spitze der meisten anderen Parteien stehen auch Frauen. Hetze gegen Homosexuelle? In Deutschland gibt es doch die Ehe für alle seit 30. Juni 2017. Gut, persönliche Abstimmung der Parlamentarier. Ggf. noch nicht ratifiziert ?? Ich weiß nicht genau. Gehetze gegen Abtreibung ? Was soll so schön sein an Abtreibung? Aber es ist in Deutschland doch erlaubt. Jede Frau ist dumm wenn sie abtreiben will und nicht vorher sich vorsieht. Aber nach Vergewaltigung ist doch Abtreibung in Deutschland erlaubt… Weiterlesen »

Schildmaid
Schildmaid
3. Oktober 2017 9:11

Es wird Zeit, 1989 in Berlin zu wiederholen, sonst wiederholt sich 1789 in Paris!

Umlandt Gerhard
Umlandt Gerhard
3. Oktober 2017 9:09

Danke Oskar Lafontaine, für deine klaren Worte! Diese klare und ehrliche Stellungnahme ist insbesondere dehalb hoch zu bewerten, da Lafontaine ja SELBER in der Linkspartei ist. Lafontaine war eigentlich fast immer auf der Seite der kleinen Leute und Arbeiter. So auch in 1999 (?) als er als Finanzminister unter Schröder zurücktrat, weil er dessen UNSOZIALE Agenden nicht mittragen wollte. Die ganze Judenpresse fiel über ihn her und das Juden-Fernsehen und machte Lafontaine zur Unperson, dabei hatte er höchst moralisch gehandelt! Der heutige Politmist von CDU, CSU und SPD schafft´s ja nicht mal zurückzutreten, wenn sie den GRÖSSTEN HOCHVERRAT DER WELT… Weiterlesen »

blaue Tasse
blaue Tasse
3. Oktober 2017 15:57

Wären die heutigen Linken die Nachfolger der DDR-SED dann gäbe es bei denen keine Befürwortung der Einwanderung von Migranten! Das hat es nämlich in der DDR unter SED-Führung NICHT gegeben! Fragt mal die älteren Ossis, wieviele Ausländer die hatten! Da gab es die Russen als Besatzer, ein paar Chilenen als politische Flüchtlinge (die ganz schnell zu uns umgesiedelt sind, weil sie im Osten arbeiten mussten) und Auszubildende aus afrikanischen Staaten,, die nach Abschluss wieder in die Heimat mussten. Die Algerier wurden aber wegen ständiger Randale mit schwerer Körperverletzung vorzeitig komplett ausgewiesen. Dei SED war, was Ausländer im Land betraf doch… Weiterlesen »

Heinrich
Heinrich
2. Oktober 2017 20:50

Egal was diese Volksverräter sagen, denken oder tuen, alles UNWICHTIG, was wir brauchen ist “DER FRIEDENSVERTRAG”!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! und dazu brauchen wir das Deutsche Volk oder besser den Teil des Volkes dessen Hirn NOCH NICHT VERBLÖDET ist.

Gela-X
Gela-X
2. Oktober 2017 16:50

Schon allein dieses Versprechen von Gysi, sofort aus der Linken auszutreten, ist ein Grund, sofort die “Flüchtlings”-Politik zu ändern!
Ich kann diesen Menschen nicht mehr sehen und ertrage sein Gefasel nicht mehr.

Steven999
Steven999
3. Oktober 2017 7:29
Reply to  Gela-X

Korrekt

Kai Beni
Kai Beni
2. Oktober 2017 16:30

sie werben: sie sind für Frieden, da muß ich aber lachen, sie und die Grünen werden niemals bei mir einen Kreuz bekommen…..

Frank Kittler
Frank Kittler
2. Oktober 2017 10:59

Lafontaine und Wagenknecht haben völlig recht. Die Einwanderer sind Lohndrücker der CDU/ SPD und das sollte eine linke Partei eigentlich nicht unterstützen.

Familienname nach Black Laws Dictionary
Familienname nach Black Laws Dictionary
2. Oktober 2017 16:24
Reply to  Frank Kittler

Scheinwiderstand der Juden Wach auf Junge !!!

Bert Brech
Bert Brech
2. Oktober 2017 18:47
Reply to  Frank Kittler

Die BRD- “Linken” sind ja gar nicht “links”.
Alles “Salonbolschewisten”, die den deutschen Arbeiter verachten.
Mit ihrem “Deutschland verrecke/halt`s Maul” meinen die “Linken” genau DIESE Deutschen!

Wenigstens in der Offenheit ihrer Durchsetzung des korporativ-gesteuerten Arbeitslager-Faschismus in “unserem” Land sind sogar die Schwarzen und Gelben in gewisser Weise “ehrlicher” als diese Roten Heuchler.

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