International

Sex-Skandal in EU-Zentrale: „MeToo“-Kampagne ist an Heuchelei kaum zu überbieten

Sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz: Ein hochgespieltes Problem?

Die aus den USA herübergeschwappte „MeToo“-Kampagne arbeitet sich am Feindbild des alten, weißen Mannes ab. Damit wird das gesellschaftliche Miteinander vergiftet. Stattdessen bräuchte das Land eine ehrliche Diskussion über Zwangsehen, Ehrenmorde und Genitalverstümmelung.

von Michael Paulwitz

Lange nichts mehr gehört von Johannes-Wilhelm Rörig. Selbst politisch Interessierten dürfte der seit sechs Jahren amtierende „Unabhängige Beauftragte für Fragen des sexuellen Kindesmißbrauchs“ eher unbekannt sein. Plötzlich ist er wieder aus der Versenkung aufgetaucht und fordert, „ein neues Kapitel im Kampf gegen sexuelle Gewalt aufzuschlagen“. Und nein, aus der Reserve gelockt haben ihn keineswegs die nicht abreißen wollenden Meldungen über Vergewaltigungen und sexuelle Übergriffe illegal eingewanderter junger Männer, denen Tag für Tag willkürlich attackierte Frauen und Mädchen zum Opfer fallen.

Der „Mißbrauchsbeauftragte“ springt auf eine Kampagne auf, die unter dem Schlagwort „#MeToo“ aus den USA herübergeschwappt ist und sich mal wieder am Feindbild des bösen „alten weißen Mannes“ abarbeitet. Auslöser der „Ich auch“-Welle waren Berichte über die Ausschweifungen des Hollywood-Produzenten Harvey Weinstein, der offenbar gerne Filmrollen gegen sexuelle „Gefälligkeiten“ vergab und dabei auch vor Vergewaltigungen nicht zurückschreckte. Das ist widerwärtig, aber nicht gerade eine sensationelle Enthüllung, eher ein offenes Geheimnis.

Die Medien ließen den Demokraten-Sponsor lange in Ruhe

Daß Weinsteins kriminelle Umtriebe nicht längst zum Thema wurden, hat viel mit Heuchelei und Scheinheiligkeit zu tun. Solange es opportun schien, schwiegen die inzwischen hochbezahlten und ganz oben auf der Karriereleiter angekommenen Betroffenen. Beim Tauschgeschäft „Sexualität gegen Karrierebeschleunigung“ Frauen reflexhaft nur als wehrlose Opfer abzuqualifizieren, erscheint ohnehin reichlich naiv und weltfern.

Auch die Medien ließen den großzügigen Demokraten-Sponsor lange in Ruhe. Profiteurin Hillary Clinton distanzierte sich nur spät und widerwillig von ihrem unappetitlichen Verbündeten. Daß selbst eine Monika Lewinsky, die ihre Karriere auf die Öffentlichmachung einschlägiger Kontakte zu Hillarys sexbesessenem Präsidentengatten gründete, sich im nachhinein noch als „#MeToo“-Opfer stilisierte, gibt der Empörungswelle einen Dreh ins Groteske.

Berechnung darf man auch so manchen der europäischen „Ich auch“-Trittbrettfahrerinnen unterstellen. Eine schwedische Ministerin, die sich mit der unüberprüfbaren Behauptung zum Opfer stilisiert, es habe ihr mal jemand die Hand aufs Bein gelegt, macht als hochbezahlte Führungskraft keine gute Figur. Beim österreichischen Außenminister und wohl nächsten Bundeskanzler Sebastian Kurz, der die Breschnew-artige Bruderkußattacke von EU-Kommissionspräsident Juncker gelassen ins Leere laufen ließ, kann sie sich abschauen, wie man mit so etwas umgeht.

Männer werden pauschal zu Tätern und Frauen pauschal zu Opfern stilisiert

Beim „Sexismus“ gehe es immer um Macht, meint Noch-Familienministerin Katarina Barley (SPD), die in Deutschland auf den Zug aufsprang und nicht nur nach „schärferen Gesetzen“ rief, sondern auch nach Frauenquoten und Lohndirigismus, um ein imaginiertes „Machtgefälle zwischen den Geschlechtern“ zu brechen. Die Masche ist durchschaubar: Männer werden pauschal zu Tätern und Frauen pauschal zu Opfern stilisiert, um Vorteile für die eigene Karriere herauszuschlagen.

Deutlich wird das am plump mißglückten Versuch der Berliner Staatssekretärin Sawsan Chebli, von dem Empörungstheater auf ihre Art zu profitieren und aus einer banalen Begebenheit die Neuauflage der schon ein paar Jahre zurückliegenden „Aufschrei“-Kampagne zu inszenieren. Die Dame erscheint zu spät und ohne sich vorzustellen zu einer Veranstaltung. Ein Botschafter a.D., der sie nicht erkannt hat, will die Situation mit einem Kompliment alter Schule glätten, indem er bemerkt, er habe keine „so junge und schöne Frau“ erwartet. Doch diese gibt sich schockiert, sie habe „noch nie“ einen solchen Fall von „Sexismus“ erlebt.

Gut möglich, daß die SPD-Politikerin palästinensischer Abstammung damit nicht nur ihr eigenes schlechtes Benehmen überspielen wollte, sondern auch ihren Minderwertigkeitskomplex. Wer ihre öffentlichen Auftritte verfolgt, muß zu dem Schluß kommen, sie verdanke ihre Karriere weniger intellektueller Brillanz als vielmehr einem doppelten Quotenbonus als Frau und Migrantin.

Die Kampagne relativiert echte Sexualdelikte

Die Mentalität hinter solchen Einlassungen ist gleichwohl entlarvend. Wenn selbst harmlose Komplimente zu sexuellen Übergriffen hochgeschrieben und plumpe Verstöße gegen Takt und Anstand, deren sich moderne Frauen durchaus auch ohne Strafgesetzbuch erwehren können, gleich mit kriminalisiert werden, wird nicht nur das Klima des gesellschaftlichen Miteinanders vergiftet. Die inflationäre Ausweitung dessen, was als „sexueller Übergriff“ verstanden wird, relativiert zugleich den tatenlos hingenommenen Anstieg echter Sexualdelikte.

Was Frauen in Deutschland viel akuter bedroht, sind nicht Komplimente soignierter Herren, sondern die allgegenwärtige, zunehmend von orientalischen Migranten ausgehende Gefahr, überfallen und mißhandelt zu werden. Dieses Thema ist allerdings vielen unangenehm. Das erklärt, warum die künstliche „Ich auch“-Aufregung, die einheimische Männer einmal mehr zu den suggeriert wahren Problembären stempelt, vielen als Ablenkungsmanöver ganz recht kommt und in Spiegel-Titelgeschichten dankbar aufgegriffen wird. Wohl wahr: „Wir müssen reden.“ Aber nicht über den an in immer neuen Variationen zum Popanz aufgeblasenen Sexismus alter und junger „weißer Männer“, die in ihrer Verunsicherung bisweilen nicht mal mehr wagen, einer Dame die Haustür aufzuhalten, sondern über Zwangsehen, Ehrenmorde, Genitalverstümmelung und die importierte archaische Frauenverachtung. Wer diese Auseinandersetzung verweigert, ist der wahre Frauenfeind.

Wenn Dir dieser Artikel gefallen hat, dann unterstütze uns mit einer Spende!

10 EUR 25 EUR 50 EUR anderer Betrag

17
Kommentare

avatar
10 Kommentar Themen
7 Themen Antworten
0 Abonnenten
 
Kommentar, auf das am meisten reagiert wurde
Beliebtestes Kommentar Thema
  Abonnieren  
Benachrichtige mich bei
boken
boken

Immer diese Minderheiten die Mehrheiten dominieren. Und es sind immer die „lauten Frauen“……..Ich denek auch hier fehlt es an Selbstwert bei den Frauen.

Amt für Ausländerrückführung
Amt für Ausländerrückführung

Vor gar nicht langer Zeit sagte mir eine Frau in einem Lokal, dass ich ein attraktiver Mann sei. Ernsthaft!!!

Muss ich sie jetzt wegen sexueller Belästigung belangen?
Obwohl ich geschmeichelt gefühlt hatte?

Oder muss ich das erst nach 20 Jahren machen!?
Nicht ernsthaft.

Anna - Maria
Anna - Maria

Was ist denn der Pudels Kern und wo begann es? Meiner Meinung nach begann alles mit der Flower -Power – Generation – die alten 68er. Damals wurde um die Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau gekämpft. Ein wie sich mir darstellt sinnloser Kampf. Worum man sich als Frau hätte kümmern müssen wäre der eigene Selbstwert gewesen. Dann war die Gleichstellung der Frau eingeführt, aber das reichte diesen Damen nicht. Es kam der Feminismus. Schwachsinn hoch 10!! Der Feminismuss nimmt extreme Züge an, mehr als grauenvoll. Der Kampf zwischen Mann und Frau. Die Frau will den Mann beherrschen. aus Rache über eine… Weiterlesen »

Amt für Ausländerrückführung
Amt für Ausländerrückführung

Genau das ist der Grund, warum die autochthone Bevölkerung immer mehr ausgedünnt wird. Männer, die heiraten und auch noch Kinder zeugen, setzen sich einem extrem hohen Risiko aus. Irgendwann entdeckt frau, dass sie nach einer Scheidung finanziell viel besser gestellt und unabhängig ist. Das geht von Prozesskostenhilfe, sprich die Scheidung ist für sie kostenfrei, bis zur Steuerklasse 2, die bedeutet, dass sie faktisch keine Steuern zu bezahlen braucht. Also: Halbtagsjob, Gehalt brutto für netto plus Unterhalt gleich ein sorgenfreies Leben. Die Rente ist, dank dass der Alte arbeitet, auch gesichert. Wohingegen es für Männer oftmals bis zur Existenzvernichtung geht: Prozesskosten… Weiterlesen »

Hanna
Hanna

Dem ersten Teil des Artikels und einigen Kommentaren (allerdings nicht allen) stimme ich zu. Als diese Me-Too-Kampagne anlief, dachte ich mir auch, warum melden die sich jetzt, nach all den Jahren, dass sie sich s.Z. sexuell belästigt fühlten; wollten wohl erst ihre eigene Karriere sicher in trockenen Tüchern haben. Jetzt können diese „Promis“ es sich leisten, die Männder öffentlich zu diskreditieren, sei es nun zu Recht oder zu Unrecht. Denn Männer haben es heutzutage wirklich nicht leicht, sollen sie ein Kompliment wagen oder es lieber sein lassen, könnte ja falsch ankommen. Man kann es auch übertreiben, liebe Frauen. Hat uns… Weiterlesen »

Dana
Dana

Hallo Hanna, es ist eine wirklioch Freude für mich, dass sich mit dir eine noch „normale“ Frau zu Wort meldet 🙂 Was mich persönlich an dieser Me-too Aktion wirklich sehr stört: diese Promi-Damen haben als sie junge Dämchen waren, ganz klar eine Wahl getroffen – Sex gegen Job. Kann man machen, ich will da nicht den Moralapostel spielen. Wenn es aber eine eindeutige Abmachung zwischen Erwachsenen Menschen war, ist es ein Geschäft zwischen zwei Geschäftspartnern. Und sich Jahre danach aufgrund dieses Geschäfts derart in den Vordergrund drängen, ist ein Schlag für alle Frauen und auch Männer (!) die Opfer eine… Weiterlesen »

Dana
Dana

…da haben sich einige Tipfehler eingeschlichen, aber meine Aussagen sind echt 😉

DerKandesbunzler
DerKandesbunzler

Besser als dieser Artikel hätte ich meine Gedanken und Gefühle nicht auszudrücken vermocht.
Kompliment!
Unendlich peinlich nur diese unvermeidlichen hirnlosen Brüllaffen wie #motzmichel, die mit ihren Troll-Kommentaren jeden und alles zu diskreditieren vermögen.
Oder ist es gar nicht hirnlos, sondern gar gezielte Diskreditierung? Denn wer kann angesichts solcher „Kommentare“ einen Artikel ernsthaft Freunden weiterempfehlen?

motzmichl
motzmichl

Unendlich peinlich ist nur das, was irgendwelche Komiker hier der Selbstdarstellung wegen absondern. Fraglich, ob du überhaupt Freunde hast und ob man dann ausgerechnet DICH nach einer Empfehlung fragt, ausgeschlossen. Der Tonfall meinerseits ist eventuell ungewöhnlich, aber notwendig, weil niemand mehr auf weichgespülte Worthülsen a’la Merkel reinfällt. Deine Erfahrung mit Brüllaffen hier offenzulegen ist nur ein weiterer Fakt deiner Selbstdarstellung und war nicht das Thema. Wie wäre es denn, wenn du ERST darüber nachdenkst und DANN erst deine unqualifizierte Meinung abgibst? Dann könnte ich es mir nämlich sparen ständig die kleinen vorlauten Schulabbrecher zu korrigieren. Dein Text enthält keinerlei Kausalzusammenhang… Weiterlesen »

Freygeist
Freygeist

Weinstein ist kein Weißer, es scheint nur so. Weinstein ist Jude. Der hat mit den Weißen soviel zu tun, wie die Hölle mit dem Himmel. Die EU in Brüssel ist die europäische Herrschaftszentrale von Weinsteins Volksgenossen.

motzmichl
motzmichl

Das Inzuchtpack in Brüssel und alle, die so hirnerweicht sind, diesem Pack zu helfen, sollten mal die Früchte ihrer Arbeit kosten dürfen.

Wenn 20.000 primitive Bimbos das Gebäude mit „Ficki Ficki“ – Rufen stürmen, dann wäre das ein Vorgeschmack und diese billige MeeToo-Kampagne wirkt dann wie ein schlechter Witz!

Bert Brech
Bert Brech

Niemand soll bei „Wienstiiien“ auf „Jude“ kommen.
Niemand darf bei „ficki-ficki Fachkraeften“ an Kanaken und Nigger denken.
Vermeindliche „Naaahzies“ oder, noch besser, Jene, die Frauen und Kinder in der Vergangenheit geschuetzt haben vor den vergewaltigenden Senegal-Negern des Feindes oder den roten Mordbrennern, sind fuer die Fotzenkoepp_Innen im Rahmen des „gesellschaftlichen Konsens“, praedestinierte Opfer zur Schwanzneid Klage, weil die sich erfahrungsgemaess ueberhaupt nicht dagegen wehren koennen : der-dritte-weg.info/2017/10/26/feministin-schaendet-rommel-denkmal/

Deren Bedauern liegt nicht in „MeeToo“, sondern in „SomebodyElse“. /;=)

randy de jong
randy de jong

ist schon total glaubwürdig wenn die Tussis die seit Jahren in der Versenkung verschwunden waren plötzlich nach 20 oder noch mehr Jahren einfällt das sie damals am Bein berührt wurden…..

Schildmaid
Schildmaid

Anzügliche kommentare sind ein Ärgernis, KEIN Kopliment. Kerle, die sich aufregen, dass Frauen „keijne Komplimente mehr vertragen“, sollten sich mal vorstellen, von einem dicken Kerl in Lederkluft angebaggert zuwerden, mit genau denselben Sprüchen. Würden Sie das als schln empfinden?

Deda
Deda

Bitte nicht vom Thema ablenken! Der Autor hat sich klar von plumpen Anbaggerern distanziert. Aber deren Verhalten beschränkt sich eben meist auf „dumme Sprüche“ und ist vergleichsweise harmlos, sieht man auf die importierte Vergewaltigungs- und Frauenverachtungskultur. Frauen stilisieren sich im übrigen heute reflexartig als Opfer männlichen Verhaltens, für das man vor nicht allzu langer Zeit noch als Kavalier angesehen wurde. Ich habe vor einigen Monaten einer Frau angeboten, ihren sichtlich schweren Koffer die Treppe heraufzutragen, was brüsk abgelehnt wurde. Mein freundlich gemeinstes Angebot wird als Ausdruck männlichen Dominanzverhaltens gewertet. Ich werde mich zukünftig hüten, einer Fremden noch mal meine Hilfe… Weiterlesen »

DerKandesBunzler
DerKandesBunzler

zum Glück reagiert (noch) nicht jede Frau reagiert so wie Sie es beschreiben.
Aber diese Denke wird antrainiert, und die Verdächtigung inhärent – so wie bei dem einzelnen Mann, der auf einer Bank am Kinderspielplatz sitzt – Generalverdacht, Schuldvermutung aufgrund einer Geschlechtszugehörigkeit.
Klischees sind immer nur die Vorurteile der andenen, niemals die eigenen …

Salatski
Salatski

Na Moment, man muss da schon zwischen anzüglichen Kommentaren und Komplimenten unterscheiden. Die meisten Frauen, die ich kenne, freuen sich über Komplimente, selbst (oder besonders?) wenn sie von Fremden kommen oder gar gelogen sind. Sie geraten dann in Verlegenheit, grinsen, winken ab und sagen „Nein, hör auf“, was meistens bedeutet, dass man noch ein wenig weitermachen darf, aber nicht zu viel 😉 Das heißt nmA., dass in einer politischen Runde ein solches Kompliment unangebracht ist, aber nicht, weil es sexuelle Belästigung darstellt, sondern weil es den Gesprächspartner aus der Fassung bringen kann, und man soetwas der Höflichkeit wegen unterlässt. M.E.… Weiterlesen »

Send this to a friend