Deutschland

Glauchau: Kasse verweigert behinderter Rentnerin Taxi zum Arzt – Freifahrten für Asylbewerber

Glauchau: Kasse verweigert behinderter Rentnerin Taxi zum Arzt – Freifahrten für Asylbewerber 1
Krankenkasse will kein Taxi zahlen: Seniorin Elke Seifert muss sich mit Rollator durch die engen Straßen von Glauchau quälen.

Für eine medizinische Behandlung muss die stark behinderte Seniorin Elke Seifert regelmäßig zu einem Spezialarzt. Aufgrund ihrer körperlichen Einschränkungen kann sie den öffentlichen Nahverkehr nicht benutzen und ist auf ein Taxi angewiesen. Doch ihre Krankenkasse weigert sich die Fahrtkosten zu tragen.

von Günther Strauß

Taxifahrten zu Behörden und Ärzten sind für Flüchtlinge in Sachsen wie auch in anderen Bundesländern im Bedarfsfall, über den die Heimleitung entscheidet, kostenlos. Hierbei spielt die Länge der Strecke keine Rolle – ob 400 Meter oder 80 Kilometer inklusive Wartezeit des Privatchauffeurs von bis zu vier Stunden vor dem Amt oder der Praxis. Dafür macht der Staat schon mal gern über 300 Euro locker. Pro Fahrt. Bereits Anfang 2016 hatte der MDR in seiner Sendung „exakt“ diesen Skandal aufgedeckt. Jetzt kocht die Debatte wieder hoch, denn hier schon länger lebenden gehbehinderten Kranken und Rentnern, die anders als mit dem Taxi weder Ämter noch Ärzte aufsuchen können, werden die Fahrtkosten nicht spendiert.

„Während wir Rentner unsere Fahrten zu Ämtern selbst bezahlen müssen und die Krankenkassen längere Fahrten zu einer Facharztbehandlung selten übernehmen, werden Asylbewerber quer durch das Land chauffiert“, hatte sich Christel Demmler, Vorsitzende des Landesseniorenbundes Sachsen seinerzeit beschwert. Auch Thomas Meyer vom Bund der Steuerzahler war sauer:

„Diese Praxis ist nicht nachvollziehbar! Das ist ein schlimmes Beispiel, wo der Staat versagt hat und die Verhältnismäßigkeit nicht wahrt.“

Auf der Seite Asylinfo, herausgegeben und betrieben von der Sächsischen Staatskanzlei, wird argumentiert, der Flüchtlingszustrom habe die vermehrte Nutzung von Taxis als Beförderungsmittel für Asylsuchende notwendig werden lassen. Hintergrund sei unter anderem deren Ortsunkenntnis. Dies hatte gleichfalls für erboste Reaktionen gesorgt. Schließlich sind die Jungs, die kräftigen, wohlgenährten, durchtrainierten, immerhin Tausende von Kilometern ohne Passdokumente dafür aber mithilfe der Navifunktion ihrer sündhaft teuren Smartphones sowie in ihren gepflegten Adidas- und Nike-Sportschuhen bis nach Deutschland gekommen – und nun sind ihnen angelich die paar Meter um die Ecke zu Fuß nicht zuzumuten?

Gratis-Taxi für Flüchtlinge – Rentner und Kranke aber werden im Regen stehen gelassen

Empörte E-Mails und wütende Anrufe aus dem gesamten Bundesgebiet waren über die Landesdirektion Sachsen hereingebrochen, die Sprecher Holm Felber als „harsch und heftig“ bezeichnet hatte. Verschwendung und Unfähigkeit wurden ihr vorgeworfen. Eine bodenlose Frechheit sei es, Taxifahrten für Flüchtlinge in Auftrag zu geben, während Rentner und Kranke im Regen stehen gelassen würden, hieß es in einer der vielen empörten Beschwerden. „Ich habe den Eindruck, dass Unmut über die generelle Asylpolitik gerade auf uns projiziert wird“, so Felber mit der typisch realitätsfremden Arroganz von Privilegierten, die beiträgt zur Wut des Volkes, das sich obendrein ungerecht – zurecht – behandelt fühlt. Es ist zudem fragwürdig, sich bei diesem Skandal auf „generellen Unmut über die Asylpolitik“ herauszureden.

Krankenkasse spendiert kein Taxi für Gehbehinderte

Nun legte der MDR nach mit „Kein Taxi für Seniorin: Wenn der Weg zum Arzt unmöglich wird“, einer Geschichte über das Schicksal von Elke Seifert aus Glauchau. 44 Jahre war sie Krankenschwester. Nun braucht Sie Hilfe. Die sie nicht bekommt. Sie leidet an Parkinson, hat dadurch eine starke Wirbelsäulenkrümmung, und jeder Schritt ist schmerzhaft, nahezu unmöglich für sie. Treppen sind für die 70-Jährige unüberwindbar, Fahrten mit Bus und Bahn ausgeschlossen, was der Medizinische Dienst der Krankenversicherung auch bestätigte. Die einzige Möglichkeit, zu ihren Ärzten zu gelangen, ist das Taxi. Dennoch sagt ihre gesetzliche Kasse „Nein!“ Die darf Fahrkosten zu ambulanten Behandlungen nur in bestimmten Ausnahmefällen übernehmen. Ein solcher wäre, wenn das Sozialamt bei Elke Seifert eine „außergewöhnliche Gehbehinderung“ – kurz „aG“ – erkennen würde. Dann würde die Kasse die Kosten übernehmen. Doch die erfüllt die Seniorin vorgeblich nicht. Der Antrag wurde abgelehnt. Auch ihr Widerspruch bei der Aufsichtsbehörde blieb erfolglos. Dazu sagt André Reichenbächer vom Kommunalen Sozialverband Sachsen lapidar:

„Die gesundheitliche Situation von Frau Seifert ist alles andere als schön, aber, wie soll ich sagen, sie ist nicht der gewöhnliche Einzelfall für das Merkzeichen „aG“. Das ist leider in dem Fall so, und wir können da auch nicht am Gesetz vorbei handeln.“

Abgelehnte „aG“ Anträge: Damit kennt man sich bestens aus beim VdK, dem größten sozialen Interessenverband Deutschlands, der offensichtlich dankbar ist für solcherart Gesetze. Allein in Sachsen wurden im vergangenen Jahr von rund 10.000 Anträgen gerade mal 2500 genehmigt. Für Ralph Beckert, Geschäftsführer der Landesgeschäftsstelle Sachsen, muss es schon eine beidseitige Oberschenkelamputation sein, um das meistbegehrte Merkzeichen „aG“ zu erhalten. „Das ist so ein Maßstab, wo man dann sagen kann, das hat eher Erfolg.“

Nun solcherart verzweifelte Maßnahmen zwecks Erlangung des Prädikats „aG“ zu ergreifen, sei Elke Seifert nicht angeraten. Sie könnte allerdings, verkleidet mit einer Burka, versuchen, Asyl zu beantragen. Schon käme sie in den Genuss von Freifahrtscheinen. So indes bleibt ihr nur das Fazit:

„Da kommt man sich verloren vor und wie ein Bettler.“

Es ist beruhigend zu wissen, dass nicht wenige derjenigen, die noch nicht so lange hier leben, damit keinerlei Probleme haben, wie ihre merkwürdige Interpretation von Dankbarkeit tagtäglich beweist.

Abonnieren
Benachrichtige mich bei
guest
18 Comments
Inline Feedbacks
View all comments
ub
ub
6. März 2019 7:35

Masterblaster

Unbewust bilden Ackergäule
schwitzend und ruhend,
Muskeln und Knochen stark aus,
ihr Geist lässt zu wünschen!

Ihre Kontitionierung,
lässt sie Führung benötigen,
wie sollen sie auch unbewusst,
wissen was zu tun ist?

Führer erkennen und lenken sie,
zu dem was ihnen nützt,
sorgen für immer neuen Sklavengeist,
um ihr Paradies nie zu verlieren!

(Joshua Stein)

Entzieht dem System, wo es geht euere Lebensenergie (Lebenszeit)! Lebt für einander nicht für Geld!

Shinobi
Shinobi
18. Februar 2019 6:34

Bei der Mutter eines Arbeitskollegen ist es genau so, die Kasse darf nicht und nun hat sie Klage gegen das Bundesgesundheitsministerium eingelegt, da diese sich wohl immer mehr häufen und so eine Sammelklage im Raum steht für unser fleischgewordenen IQ eines vergammelten Milchbrötchens namens Spahn.

Wieso Gled fürs Volke ausgeben, wenn sie nicht mehr das bringen, was der „Asyl“ den sogenannten „Ver(t)rätern“ einbringt?
Hoffe dieses Jahr wird ein Jahr des Regimebruchs ^_^

Mischa
Mischa
16. Februar 2019 19:48

Die bekommen was sie gewählt haben und das ist auch gut so! Wer die eigenen Volksgenossen als NAZI diffamiert, oder sich durch Schweigen von ihnen distanziert, hat nichts anderes verdient.

Die sollen ihre negrid-asiatisch-arabischen Merkelanten um Hilfe bitten. Aber von dort bekommen sie wenn sie Glück haben nur ein paar Tritte, wenn sie Pech haben ein Messer.

Endlich ist es soweit, die Gerechtigkeit fängt an Blüten zu treiben und was jeder BRDler gesät hat, wird er auch ernten!

meckerpaul
meckerpaul
15. Februar 2019 16:14

Das ist doch MENSCHLICH und KORREKT. Die kennt sich doch aus wie man zu Arzt kommt. Was will diese Frau denn? Stellt auch noch Ansprüche. Na so was aber auch! Nun mal ehrlich. Für unsere eigenen Menschen ist kein Geld vorhanden. Renten zu finanzieren ist zu teuer. KK – Leistungenb für Rentner werden immer weiter gekürzt. Dafür fährt das Mistpack mit Taxi km weit und lacht sich ein Loch in den Arsch über diese dummen Kartoffeln. Da spielt es keine Rolle ob die Fahrt 40 oder 400 Euro kostet. Wartezeiten des Taximannes werden anstandslos beglichen . NUR bei diesen faulen… Weiterlesen »

Meckertante
Meckertante
13. Februar 2019 21:20

Roland Tomas – Du hast völlig Recht!!!!

Dem ist nichts hinzuzufügen!!!!!

Roland Tomasi
Roland Tomasi
13. Februar 2019 15:50

Die Rentner haben noch nicht begriffen, sie haben dieses Regime selber gewählt. Und diejenigen die Jahrzehnte nicht wissen wollten zahlen jetzt den Preis. Wer mit kleinen Rentenerhöhungen zufrieden ist, da kann noch mehr besteuern. Und wenn die Rentner Hunger haben sind sie eben selber schuld, so denkt dieses Regime, und kassieren jeden Monat ihre Parlaments-Faulenzer Diäten. Bravo!

asisi1
asisi1
13. Februar 2019 18:18
Reply to  Roland Tomasi

Unser ach so tolles „Gesundheitswesen“ ist nur für Abzocker und Absahner gemacht! Der Michel leider glaubt ja immer noch es ist für ihn da. Nein, es wird beschissen und betrogen, das sich die Balken biegen. Und Politiker machen da alle mit, weil das ja der Parteikasse zu Gute kommt!

Inbrevi
Inbrevi
13. Februar 2019 15:00

Wer meint, mit Vorkommnissen wie im oben geschilderten Fall wäre die Grenze der Ungerechtigkeiten gegenüber deutscher Menschen in dieser BRD erreicht, der verkennt noch immer die Skrupel- und Charakterlosigkeit der für diese BRD aus(er -)gewählte Polit-Clique und deren schmarotzenden Helferlein, denn diese haben nicht nur die jetzt herrschenden Zustände bewußt hervorgebracht, nein, durch linksgrüne Verordnungen und Gesetze dafür gesorgt, daß – abgesichert mit der Hilfe höriger und williger Richter- sie gegen evtl. aufkommenden aktiven Widerstand aus Kreisen der indigenen Menschen abgesichert sind. Kurz: „Schon-länger- hier- lebenden-Menschen“ werden – ganz legal- Rechte beschnitten, die Möglichkeit diese , evtl. aggressiv einzufordern genommen… Weiterlesen »

Benjamin Wohlgemuth
Benjamin Wohlgemuth
13. Februar 2019 13:49

…aber aber, dass muss man ganz sachlich und nüchtern sehen, immerhin sind das zwei verschiedene Paar Schuhe, wir können schließlich nicht Äpfel mit Birnen vergleichen! Der Rentner lebt „mit“ Stütze ( Rollator, Gehstock… ) und natürlich von Pfandflaschen, sofern es diesen gelingt den Obdachlosen zuvorzukommen! Der Asylant, also die potenzielle, importierte Billiglohn-Fachkraft bzw. … Gäste ( ein Ferkel wer Böses dabei denkt ; ) , nun, solch ein Wirtschaftsflüchtling oder aber auch Kriegsflüchtling ( aus Ländern welche die NATO weggebombt hat – neben Babys, Tieren, Naturlandschaften, historischen / kulturellen Erbe…, um unabhängige Zentralbanken auszuschalten, um geostrategisch unerwünschte Konkurrenz zu eliminieren,… Weiterlesen »

Theo Retisch
Theo Retisch
24. Februar 2019 8:19

Im Prinzip schon OK der persönliche Wunsch, wird aber wohl eher nicht in Erfüllung gehen. Denn 1. bekommen unsere Neubürger die besagten Leistungen ja aufgezwungen, ob sie wollen oder nicht. Also müssen wohl ausreichend Mittel zur Verfügung stehen. 2. Da ja Mietverträge für Asylunterkünfte auch über Zeitraum 10 Jahre !!! abgeschlossen wurden, muss die Frage erlaubt sein: „Über welchen Zeitraum sollen Flüchtlingen denn hier „integriert“ werden?“ 3. Rentner erbringen ja keinen Mehrwert mehr, sie kosten nur Rente. Warum also noch drum kümmern? Ausnahme sind da nur die vollversorgten Politiker, schon ein Ex Präsi mit „Ehrensold,Büro, Angestellte und Fahrzeug samt Fahrer,… Weiterlesen »

Bernd Welzel
Bernd Welzel
13. Februar 2019 11:04

Danke Anonymous für diesen Artikel, Deutschland steht kurz vor Wahlen und damit auch für dieses furchtbare Europa, Leute geht wählen und beaufsichtigt das was dort geschieht und wer auszählt , macht euch Notizen- nehmt das Hady und macht Bilder als Beweise. Noch nie in der Geschichte Deutschland war der Genozid an den Deutschen so brutal und gemein in seiner Handlungsweise, die ,,C“ – SPD – Linksfaschisten. und Grüne Verbrecherbanden schrecken vor nichts zurück.

Baron von Westersleben
Baron von Westersleben
12. Februar 2019 20:09

Wann verstehen diese Rentner endlich, dass sie die Sklaven der BRD-Verwaltung sind und natürlich die Angehörigen der neuen Bevölkerung Vorrecht haben? Denken immer noch, sie hätten in der BRD als Deutsche Rechte, tststs…

asisi1
asisi1
13. Februar 2019 18:19

Gerade die Rentner haben doch immer die SPD und CDU gewählt, weil es ja die andern auch nicht besser können!

Send this to a friend