Deutschland

Kein Berufsverbot: Kinderschänder missbraucht zwei Mädchen und darf weiter als Erzieher arbeiten

Kein Berufsverbot: Kinderschänder missbraucht zwei Mädchen und darf weiter als Erzieher arbeiten
Magdeburg: Der Angeklagte (M) wird im Landgericht von Justitzbeamten in den Verhandlungssaal geführt

Ein Kindergärtner aus Westeregeln in Sachsen-Anhalt hat zwei fünfjährige Mädchen mehrfach sexuell missbraucht. Seine abscheulichen Taten fotografierte und filmte er mit seinem Handy.Vor Gericht wurde der Kinderschänder nun zwar verurteilt, bekam allerdings kein Berufsverbot ausgesprochen. In Zukunft darf der Pädophile also wieder mit Kindern arbeiten und sich erneut an diesen vergehen.

von Bernd Steinert

Ein Kindergärtner ist am Mittwoch vor dem Landgericht Magdeburg wegen sexuellen Missbrauchs zweier fünf Jahre alter Mädchen verurteilt worden. John E. (26) hatte im restlos überfüllten Verhandlungssaal zugegeben, die beiden Minderjährigen im April und August 2018 in einer Kita in Westeregeln (Salzlandkreis) zu sexuellen Handlungen gezwungen zu haben. Pikant: Er zeichnete die sexuellen Übergriffe sogar auf Video auf und fertigte Fotos seiner abscheulichen Taten an.

Die zweite Jugendschutzstrafkammer des Landgerichts sprach den Erzieher, welcher übrigens selbst eine 4-jährige Tochter hat, was den Fall umso brisanter erscheinen lässt, wegen schweren sexuellen Missbrauchs in sechs Fällen und sexuellen Missbrauchs in einem Fall schuldig. Die Vorsitzende Richterin Anne Seydell blieb mit der verhängten Haftstrafe von sieben Jahren allerdings unter der Forderung der Staatsanwaltschaft, welche einen achtjährigen Freiheitsentzug gefordert hatte.

Der 26-Jährige hatte seine widernatürlichen Triebe mutmaßlich bereits zuvor auch in seiner Freizeit ausgeübt. In Westeregeln war er unter anderem Leiter der Kinderfeuerwehr, Jugendfeuerwehrwart und Veranstalter eines Volksfestes. Bei diesen Aktivitäten war es jedoch zu keinen offiziell bestätigten Übergriffen auf Minderjährige gekommen, zugeschlagen hatte der Pädophile schließlich an seinem Arbeitsplatz.

Die Gefahr, dass ähnliche Ereignisse folgen werden, ist jedenfalls gegeben. Denn zur großen Überraschung fast aller Beteiligten verfügte Richterin Anne Seydell kein Berufsverbot. Der verurteilte Kinderschänder darf also im Anschluss an seine Haftstrafe wieder in seinem alten Job arbeiten. Es ist in höchstem Maße unverantwortlich, dass unsere Kinder in die Obhut eines vorbestraften Triebtäters gegeben werden sollen. Welches Elternteil könnte dies ruhigen Gewissens tun?

Dieses Urteil fügt sich auf tragische Weise den aktuellen Vorkommnissen in der Hauptstadt an. In Berlin will Justizsenator Dirk Behrendt (Grüne) zahlreiche sicherheitsverwahrte Vergewaltiger und Mörder freilassen. Nun soll also auch in Sachsen-Anhalt ein Pädophiler ganz offiziell wieder auf unsere Kleinen losgelassen werden. Das letzte Wort ist jedoch noch nicht gesprochen. Der Rechtsanwalt des Angeklagten kündigte nach Verkündung des laschen Urteils an, er werde sich mit seinem Mandanten wegen einer möglichen Revision beraten. Offenbar sieht der Verteidiger Chancen, das Kuschel-Urteil nochmals zu drücken.

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meckerpaul
meckerpaul

Wo ist der Rechtsstaat geblieben?
Der gehört in den Knast und nie wieder raus. Aber sicher hat sich dieses arme Würstchen nur an Deutschen Kindern vergnügt..
Die Richter sollte man sofort entlassen und ihnen im Knast eine Zelle ohne Sonderbehandlung einrichten.

Brockenteufel
Brockenteufel

„Der verurteilte Kinderschänder darf also im Anschluss an seine Haftstrafe wieder in seinem alten Job arbeiten.“
Rein theoretisch ja, aber er muß für eine erneute Tätigkeit ein Führungszeugnis vorlegen in dem dann seine Vorstrafe aufgeführt wird, und er wird dann sicherlich nicht eingestellt. Das wird sich kein Träger leisten können (wollen).

Gernot A. Hattendor
Gernot A. Hattendor

Mein lieber Mann,
mit Deutschland geht es schneller Bergab, als ich dachte.
Es ist einfach unglaublich…was hier so ganz legal, oder illegal, oder scheiß egal abspielt.
Ich bin echt, „Fassungslos“.

Und unsere Politiker, mutieren immer mehr zu Verbrechern…an unser Deutsches Volk.
Ich könnte kotzen…!!!

Schildmaid
Schildmaid

In diesem Fall hat sogar eine RICHTERIN das Kuschelurteil gefällt. Unsere Justiz scheint am Ende zu sein.

reiner tiroch
reiner tiroch

Ist der nun der staatlich geprüfte Kinderbumseinreiter dort?

Bismark
Bismark

Zwangskastrieren und weg sperren. Am besten in ein normales Gefängnis. Dann wären solche ”Probleme” ganz schnell aus der Welt geschafft!!!

!!! KEINE GNADE FÜR SOLCHE BASTARDE !!!

Kenike
Kenike

Ob Berufsverbot oder nicht ist doch egal er wird in Deutschland sowieso nicht mehr als Erzieher arbeiten da es in seinen bundeszentralregiester steht was er gemacht hat wird ihn keiner mehr einstellen

008
008

Er bekommt seine Strafe in Knast nicht weil er kommt mit den gleich Kinder schänder in
Eine extra Zelle oder Knast wo nur solche drin sind typisch für die Deutschland im Knast hast mehr recht wie draußen

Schildmaid
Schildmaid

Stimmt, im Knast werden Kinderschänder besonders freundlich begrüßt! Aber warum kein Berufsverbot? Hat er Verbindungen?

Matthias Lehmann
Matthias Lehmann

Ich vermute mal, er wird SPD , CDU, Oder ein Grüner sein. Die Grünen wollten doch so was schon mal legalisieren. Die CDU sehe ich ja auch als links-grün, also alles eine Marschrichtung. Oh je….. „Marschrichtung“ …..bin ich jetzt ein Nazi ???

David Stefan
David Stefan

1) Berufsverbot wird meistens erst durch die strafvollstreckungskammer bei Entlassung verfügt.
2) für alle Berufe mit Kindern benötigt man in Deutschland ein erweitertes Führungszeugnis, in dem die Verurteilung länger drin steht als im einfachen. Also kann er einen Job in dem Bereich nicht mehr bekommen, damit wird er nirgends angestellt.

Bastian Rittel
Bastian Rittel

Stimmt, das dachte ich mir auch gerade! Schon die Verurteilung und das absitzen der Haftstrafe führt dazu, dass im polizeilichen erweiterten Führungszeugnis aufgeführt wird, das er eine längere Haftstrafe absitzen musste und zwangsläufig seinen Beruf nie wieder ausüben kann!

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