Deutschland

Bürger zweiter Klasse: Jobcenter verfrachtet deutsche Sozialhilfeempfänger auf Campingplatz

Bürger zweiter Klasse: Jobcenter verfrachtet deutsche Sozialhilfeempfänger auf Campingplatz
Jeden Abend muss Johann Schulz einen Eimer mit etwas Wasser in seinen Wohnwagen bringen - nachts schafft er es nicht rechtzeitig zu den Toiletten

Im Westerwald erfahren hilfebedürftige Deutsche seit einiger Zeit, was es heißt, im eigenen Land ein Mensch zweiter Klasse zu sein. Während illegal eingereiste Migranten in den nobelsten Neubauten residieren, werden verarmte Rentner auf Campingplätze verfrachtet. Dem Jobcenter sind die Wohnungsmieten zu teuer, deshalb zwingt man Empfänger von Sozialleistungen zu einem Leben im Campingwagen ohne fließend Wasser und Toilette.

von Roscoe Hollister

Der Campingplatz „Zum Katzenstein“ im Westerwald ist zu einem Symbol für gelebtes Antideutschtum geworden. Dort halten sich nicht etwa Naturfreunde, Urlauber und Hobbycamper auf. Der Großteil der vermeintlichen „Camper“ besteht vielmehr aus verarmten und hilfebedürftigen Deutschen. Weil das Jobcenter es ablehnt, ihnen eine Wohnung zu bezahlen, zwingen die Behörden unsere notleidenden Landsleute dazu, auf dem Campingplatz zu leben. Gleichzeitig machen es sich illegal eingereiste Zuwanderer in luxuriösen Appartements und Hotels bequem – hier ist den Verantwortlichen nichts zu teuer.

Auf dem Areal leben Menschen wie der 84-jährige Johann Schulz, der zu seiner kargen Rente Grundsicherungsleistungen beziehen muss und selbst damit nur auf 632 Euro pro Monat kommt. Der „Dauermieter“, wie der ehemals angesehene Focus den Rentner nennt, muss monatlich satte 250 Euro für seinen Aufenthalt im Campingwagen berappen. Dafür hat er nicht einmal fließend Wasser und muss jedes Mal zum Waschraum laufen, wenn er sich etwa einen Kaffee kochen will.

Seit nunmehr 20 Jahren lebt Schulz auf dem Campingplatz und mit ihm gut 30 Leidensgenossen. Es muss unseren Landsleuten wie ein Schlag ins Gesicht vorgekommen sein, als sie erfahren haben, in welchen Orten in der gesamten BRD wie am Fließband neue Luxuswohnungen für „Flüchtlinge“ gebaut werden. Für unerlaubt eingereiste Menschengeschenke aus aller Welt stehen über Nacht Unsummen zur Verfügung, während notleidenden Deutschen jede Unterstützung versagt wird.

Johann Schulz muss sogar auf eine Toilette verzichten. Weil für den gehbehinderten Pensionär selbst kurze Strecken zu einer Herausforderung werden, hat er in seinem Campingwagen einen Eimer mit Wasser deponiert, auf dem er seine Notdurft verrichtet. Zur Erinnerung: Diese Szenen spielen sich mitten in Deutschland ab und nicht etwa in einem verarmten Land in der Dritten Welt.

Doch nicht genug damit, dass das Jobcenter die hilfebedürftigen Menschen zu einem Leben auf dem Campingplatz zwingt, die Behörden verhöhnen die notleidenden Deutschen auch noch. Während Bürgermeister und Verbandsgemeinde jede Verantwortung von sich weisen, erklärt die Kreisverwaltung, es gebe „in unserer Gesellschaft Menschen, die sich selbstbestimmt gerade für eine solche Wohn- und Lebensform im Einklang mit der Natur bewusst entscheiden und eine dauerhafte feste Behausung ablehnen.“

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