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Vertrauliches Dokument einer US-Denkfabrik enthüllt: „Wie man Russland effektiv zerstört“

Analyse der RAND-Corporation: Denkfabrik empfiehlt US-Regierung "effektive Zerstörung Russlands"
US-Generäle sehen sich am 8. Februar 2018 Pläne zum Ausbau der Andersen Air Force Base auf der Pazifikinsel Guam an.

In einer neuen vertraulichen Analyse des dem Pentagon nahestehenden Think Tanks RAND Corporation werden alte Fragen wieder neu aufgewärmt und man kommt zum Schluss, dass das was bei der Sowjetunion funktioniert hat, bei Russland wieder klappen könnte.

von Tyler Durden

Was im neuesten vertraulichen Bericht der US-Denkfabrik Rand Corporation steht, lässt sich in einer kurzen Zusammenfassung wiedergeben. Die Denkfabrik erklärt in der Abhandlung, wie ein neuer Kalter Krieg gegen Russland zu führen ist. Einige Empfehlungen wurden bereits umgesetzt, aber dank dieses Dokuments verstehen wir die wahren Ziele besser.

»Man zwingt den Widersacher zu einer nicht durchdachten Expansion. Das soll ihn aus dem Gleichgewicht bringen und das nutzt man, um ihn zu zerstören.« Wir reden hier nicht über irgendwelche Tricks, mit denen man beim Judo seinen Gegner auf die Matte zwingt, sondern über einen gegen Russland gerichteten Plan, den die Rand Corporation schriftlich festgelegt hat.

Bei der Rand Corporation handelt es sich um die einflussreichste Denkfabrik der USA. Das Unternehmen mit seinen tausenden Fachleuten bezeichnet sich selbst als weltweit zuverlässigsten Informationsdienstleister und es erstellt für die politische Führung der Vereinigten Staaten sowie deren Verbündete politische Analysen.

Die Rand Corporation rühmt sich, an der langfristigen Strategie mitgewirkt zu haben, mit der die USA den Kalten Krieg gewonnen haben. Damals wurde die Sowjetunion gezwungen, im Rahmen der strategischen Konfrontation ihre eigenen Wirtschaftsressourcen aufzuzehren. Dieses Modell war die Inspiration für Overextending and Unbalancing Russia, Rands neuen Plan.

Den Analysten zufolge ist Russland weiterhin in bestimmten zentralen Branchen ein mächtiger Widersacher. Als Reaktion auf diese Opposition werden die USA eine gemeinsame Langzeitstrategie verfolgen müssen, die auf Russlands Schwachstellen abzielt. Zu diesem Zweck hat Rand verschiedene Ansätze analysiert, wie man Russland aus dem Gleichgewicht bringen kann. Für jeden Weg werden die Erfolgsaussichten analysiert, der Nutzen, die Kosten und die Risiken für die USA.

Rands Analysten sehen Russlands Wirtschaft als größte Schwachstelle an, weil die Konjunktur stark von Öl- und Gasexporten abhängig ist. Die Einnahmen aus diesen Ausfuhrgeschäften lassen sich reduzieren, indem man die Sanktionen gegen Russland verschärft und indem die USA ihrerseits verstärkt Energie exportiert. Ziel ist es, Europa dazu zu bringen, weniger russisches Erdgas zu importieren, und stattdessen verstärkt auf verflüssigtes Erdgas zu setzen, das auf dem Seeweg aus anderen Ländern herangeführt wird.

Ein anderer Ansatz, die russische Volkswirtschaft langfristig zu destabilisieren, besteht darin, ein Umfeld für eine Abwanderung russischer Fachkräfte zu schaffen, vor allem junger und sehr gut ausgebildeter Russen. Im ideologischen Bereich und im IT-Bereich würde dies erfordern, interne Streitigkeiten anzufachen und gleichzeitig Russlands Image im Ausland zu untergraben, indem man das Land beispielsweise aus internationalen Foren ausschließt oder von Russland organisierte internationale Sportveranstaltungen boykottiert.

Aus geopolitischer Sicht könnten die USA auf den Kern von Russlands außenpolitischer Verwundbarkeit abzielen, indem sie die Ukraine aufrüsten. Ein derartiges Vorgehen müsste allerdings sehr sorgfältig austariert werden – der Druck auf Russland müsste hochbleiben, aber nicht so hoch, dass es zu einem größeren Konflikt kommt, den Russland gewinnt.

Militärisch ist für die USA mithilfe niedriger Kosten und geringer Risiken sehr viel zu holen, indem man in den NATO-Staaten den Umfang der gegen Russland stehenden Territorialstreitkräfte aufstockt. Sehr gute Erfolgsaussichten und sehr großen Nutzen bei mäßigem Risiko bringt es den USA, ganz gezielt in strategische Bomber und Langstreckenraketen zu investieren, die sich gegen Russland richten.

Hohe Erfolgsaussichten bei gleichzeitig allerdings auch hohen Risiken brächte es, den INF-Vertrag aufzukündigen und neue Mittelstrecken-Atomwaffen in Europa zu stationieren, die auf Russland zielen. Bei guter Austarierung würde Russland den Berechnungen der Rand-Analysten zufolge in eine Position geraten, bei der das Land im Falle eines Konflikts den höchsten Preis bezahlen müsste. Andererseits müssten auch die USA zum Erreichen dieses Ziels gewaltige Ressourcen investieren – Geld, das zum Erreichen anderer Ziele nicht mehr zur Verfügung stünde. Insofern ist dies auch als Vorwarnung zu verstehen, dass die Militärausgaben von USA und NATO deutlich ansteigen werden, was zu Lasten der Sozialhaushalte gehen dürfte.

Das ist die Zukunft, die sich die Rand Corporation vorstellt, immerhin die einflussreichste Denkfabrik des Deep State. Und der Deep State wiederum ist die verdeckte Schaltzentrale, von der aus die Oligarchen aus Wirtschaft, Finanzwelt und Militär die wahre Macht ausüben und von der aus alle strategischen Entscheidungen gefällt werden, nicht nur für die USA, sondern für den gesamten Westen. Was der Plan an »Optionen« ins Spiel bringt, sind letztlich nur Abwandlungen von ein und derselben Kriegsstrategie – einer Strategie, bei der wir alle den Preis bezahlen und bei der wir alle das Risiko tragen.

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edelstahl III.dt
edelstahl III.dt

Fünf Flaschen bei welcher Art von Arbeit? Was haben Yänkies in Guam zu suchen? Überall präsent sein zu können bietet auch eine Menge zusätzlicher Angriffsfläche…fern der Heimat…obwohl geraubt den verratenen, belogenen umd auch genozidal reduzierten Indianern. Auch das Y-Imperium wird eines eventuell nicht mehr so fernen Tages fallen, entweder durch Innere Fäulnis oder Äusseres…. Immer nur kaputt machen zum eigenen Vorteil wird sich noch rächen. TauF.

Ursula lange
Ursula lange

Warum immet gleich plattmachen?

Charly
Charly

Die USA haben seit Ende des II. WK keinen Krieg mehr gewonnen aber blutige Nasen geholt!!!

Klaus
Klaus

Friedensnobelpreis für Putin !, Richtig, wenn der mal weg ist wirds nicht lange dauern.

Michael Schärfke
Michael Schärfke

Es war immer ein mit ALLEN Mitteln, einschliesslich Kriegstreiberei, zu verhindernder Horror in den Augen und den extrem konträren Interessen von USA und dem sog. Grossbritannien, in Wahrheit einzig und allein Englands, alle beide sowohl Todfeinde Deutschlands als auch Russlands, dass sich Deutschland und Russland gut verstehen, zusammenarbeiten und eine friedliche Koexistenz eingehen und damit auch den Frieden in Europa sichern. Deutschland und Russland hatten schon immer in der Geschichte eine breite Bande, hatten kulturell und wissenschaftlich, sowie wirtschaftlich nicht nur eng zusammengearbeitet, sondern harmonierten und ergänzten sich. In Russland war es damals üblich, dass Intellektuelle Deutsch beherrschten und den… Weiterlesen »

rüdiger blohm
rüdiger blohm

Was man in Denkfabriken der USA fabriziert wird in russischen „Denkfafriken“ weiter verarbeitet und könnte zu qualifizierten Gegenreaktionen führen. Wir Bürger können nur hoffen das die US- Denkstrategen rechtzeitig erkennen, das sie mit ihren Planungen das eigene Land, die USA in die Selbsvernichtung führen könnten. Der amerikanische Bürger will in solch einem geplanten Kriegswahnsinn ganz sicher nicht verrecken.

Michael Schärfke
Michael Schärfke

Die USA, sowohl ihre Regierungen als auch eine Mehrheit der Bevölkerung waren und sind grössenwahnsinnig und werden wie alle anderen grössenwahnsinnigen Regimes der Geschichte stürzen. Was den USA und ihrer Bevölkerung als eine wesentliche Erfahrung bitter fehlt ist ein Krieg auf eigenem Boden, mit Vernichtung der grossen Städte, Millionen Bombentoten usw. Erst dieser Reinigungsprozess würde diese durchgeknallte Nation läutern…

Mighty
Mighty

Das passiert ihnen, wenn sie tatsächlich dies umsetzen wollen. Aber das mit der Bevölkerung stimmt m.E. nicht, den meine Freunde und Verwandten in den Staaten haben schon lange die Schnauze vom Establisment voll.

Franz
Franz

Sehr richtig. Die Amis hatten noch nie Krieg auf eigenem Boden. Deshalb werden sie auch immer größenwahnsinniger. Russland und China sollte mal zusammen aufräumen. Und unsere schwachsinnigen Politiker unterstützen die Amis und die Inselaffen auch noch. Für diese Politiker ist auch noch nicht aller Tage Abend, denn was die tun ist definitiv Verrat am eigenen Volk. Darauf wäre früher die Todesstrafe verhängt worden,
.

Mighty
Mighty

Die Amis-Elite glaubt immer noch, dass sie die Größten sind. Sollten sie wirklich versuchen Russland zu vernichten, dann ist mit unseren überseeischen Befreiern ihre großkotzige Ära vorbei.
Ich wünsche mir, wie auch die meiste amerik Bevölkerung, natürlich keinen Krieg, aber in diesem Fall werden wir aufgrund der bei uns vorhandenen. „Schutz-Basen“ der Amis nicht verschont und hineingezogen.

Hanlonsrazor
Hanlonsrazor

„In einer neuen vertraulichen Analyse des dem Pentagon nahestehenden Think Tanks RAND Corporation werden alte Fragen wieder neu aufgewärmt und man kommt zum Schluss, dass das was bei der Sowjetunion funktioniert hat, bei Russland wieder klappen könnte. Was im neuesten vertraulichen Bericht der US-Denkfabrik Rand Corporation steht, lässt sich in einer kurzen Zusammenfassung wiedergeben. Die Denkfabrik erklärt in der Abhandlung, wie ein neuer Kalter Krieg gegen Russland zu führen ist. Einige Empfehlungen wurden bereits umgesetzt, aber dank dieses Dokuments verstehen wir die wahren Ziele besser. […]“ Es ist vermutlich – wieder – purer „Zufall“, dass der CEO der RAND-Corporation –… Weiterlesen »

meckerpaul
meckerpaul

NATO und USA diese dreckigen Kriegstreiber.
Hände weg von Mütterchen Russland!!!

Maja
Maja

Also Ich würde die Klappe nicht so weit aufreißen. Auch die USA haben einen Bundesstaat der nur durch eine Meerenge von Russland getrennt ist. Auch militärisch können die Amis den Russen nicht mal das Wasser reichen. Aber das war ja schon immer so, große Klappe nichts
dahinter. Amerika traut sich ja nur an Länder die ihnen haushoch unterlegen sind.

und
und

Ich kann nur hoffen, dass Russland seine Pazifikküste nuklear aufgerüstet hat und nicht wieder Europa den Blutzoll bezahlen muss, den die USA verlangt, ohne dass ihnen ein Haar gekrümmt wird. Denn Russland weiß ganz genau, wo die Kriegshetzer sitzen, nämlich direkt gegenüber im Osten.
Die europäischen Politiker sind nur noch Vasallen der angeblichen Hegemonialmacht USA, die schon so lange pleite sind.

Goldonkel
Goldonkel

ich glaube nicht, daß Rußland militärisch besiegt werden kann. Auch nicht von den USA! Die haben ja noch nicht einmal Vietnam und Afghanistan geschafft…. An Rußland haben sich schon viele die Zähne ausgebissen. 1917 konnte es nur zum Frieden gezwungen werden, als man ihm die Revolution auf den Hals hetzte.
Wenn Deutsche und Russen auf Augenhöhe mit einander zusammenarbeiteten, war es immer von beider Seiten Nutzen. Die Anderen suchten immer nur ihre Vorteile, zu unserem Schaden.

und
und

Wenn Russland und Deutschland sich wirtschaftlich zusammen schließen könnten, was aber schon seit Jahrzehnten von USRAEL verhindert wird, wäre der eurasische Kontinent unbesiegbar. Aber mit den derzeitigen Europa-Regierungen ist das schier unmöglich. Viele Europäer grummeln wegen der Russland-Sanktionen, aber niemand schert wirklich aus und bekennt Farbe. Die europäischen ReGIERungen sind alle so weich gekocht oder erpressbar und haben Angst vor der militärischen und… ich lache, vor der wirtschaftlichen Macht der USA. Ich würde gerne mal sehen, wenn Europa die USA sanktioniert und z.B. Deutschland alle Werke in den USA schließen würde. Abgesehen von der kompletten Wirtschaftsspionage, die Europa den USA… Weiterlesen »

Mighty
Mighty

Die größte Angst im wahrsten Sinne des Wortes hat der Ami, dass Deutschland und Russland wieder zusammen rücken. Und dies wollen und müssen sie unter allen Umständen verhindern, Das wurde nocheinmal letztes Jahr in Chigago durch Friedmann bestätigt.

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