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Millionen-Coup: Berliner Politiker erhöhen sich ihre Diäten einfach selbst – von 3944 auf 6250 Euro

Millionen-Coup: Berliner Politiker erhöhen sich ihre Diäten einfach selbst – von 3944 auf 6250 Euro
Diätenerhöhung sorgt für Partylaune: Senatorin Ramona Pop (Bündnis 90/Die Grünen) , Bürgermeister Michael Müller (SPD) und Senator Klaus Lederer (Die Linke)

Die Parlamentarier im Berliner Abgeordnetenhaus erhöhen sich ihre Diäten um fast das Doppelte. Das bringt die Bayernpartei auf die Palme. Die weiß-blaue Regionalpartei verweist auf den Länderfinanzausgleich und beklagt: Bayerisches Steuerzahlergeld werde in der Hauptstadt mit vollen Händen zum Fenster rausgeworfen.

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Mit dem Satz „Berlin ist arm, aber sexy“ sorgte der frühere Berliner Bürgermeister Klaus Wowereit 2003 für Schlagzeilen. Seitdem hat sich an den Zuständen in der Bundeshauptstadt wenig geändert – zumindest nicht zum besseren. Berlin gehört zu den Städten mit der größten Pro-Kopf-Verschuldung und den meisten Transferempfängern. Und weil die Stadt im Dreck erstickt, nimmt auch die Rattenplage immer mehr zu. Sexy ist das nicht.

Ohne die sprudelnde Quelle des Länderfinanzausgleichs würde in der Stadt, die sich so viel auf ihre Toleranz und Weltoffenheit einbildet, keine U-Bahn mehr fahren und keine Mülltonne mehr geleert werden. Soziale Wohltaten wie Freifahrten für Schulkinder wären ohne die Transferzahlungen – vor allem aus Bayern und Baden-Württemberg – nicht drin. Mit einer Engelsgeduld erträgt der lethargische Zahl-Bajuware bisweilen, wie der rot-rot-grüne Senat das in Bayern erwirtschaftete Geld mit vollen Händen zu den ungeputzten Fenstern der Hauptstadt hinauswirft.

Berliner Politiker schaufeln sich die Taschen voll

Eine neue Eskalationsstufe in der Frage der Finanzierungsgerechtigkeit hat Ende August das Berliner Abgeordnetenhaus gezündet. Die Parlamentarier erhöhten sich einfach mal so ihre Bezüge. Statt monatlich rund 3.900 Euro soll jeder Abgeordnete künftig 6.250 Euro erhalten – bei geringfügiger Mehrarbeit. Eine Diätenerhöhung um satte 58 Prozent.

Das bringt besonders die Bayernpartei auf die Palme. „Berlin sollte über ein neues Wappen nachdenken“, spottet die Heimatpartei als Reaktion. „Ein – natürlich genderneutrales – Faultier, das Geld mit beiden Händen aus dem Fenster wirft“, so ihr Vorsitzender Florian Weber. „Geld, das aus einem weiß-blauen Füllhorn herabregnet.“

Für die Partei, die sich die Wahrung bayerischer Interessen auf die Fahne geschrieben hat und dafür immer wieder die Option einer unabhängigen Republik Bayern ins Spiel bringt, ist die Selbstbereicherungsmentalität der Berliner Parlamentarier ein Unding.

Weiß-blaues Gebrüll ohne Wirkung

„Meinetwegen hält sich Berlin ein Parlament von der Größe des chinesischen Volkskongresses“, empört sich Weber. Allerdings nicht, solange der Rest der Republik und besonders Bayern die Hauptstadt alimentiere. Ob der Berliner Bär sich vom Gebrüll des weiß-blauen Löwen beeindrucken läßt, darf bezweifelt werden – zumindest, solange nicht ein bayerischer Ministerpräsident irgendwann einmal markigen Worten Taten folgen läßt und dem Faß ohne Boden an der Spree dauerhaft den Hahn zudreht.

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Ragnar Lodenhose
Ragnar Lodenhose

53% müsste/sollten WIR alle mal bei unseren AGs durchsetzen.

Brückner
Brückner

Thorsten Brückner, ich korrigiere, mittlerweile bekommen die Bundestagsabgeordneten 10083,45€ Diäten und 4418,09€ Aufwandsentschädigung pro Monat, wo haben sie denn recherchiert??

Ecker
Ecker

Is a bissl wenig, gelle?

ralf gürgen
ralf gürgen

Dieses Grün-Linke Faschistenpack sollte bei einer Machtübernahme vor ein Volksgericht gestellt werden! Und diejenigen Länder, die dieses Korrupte Berlin finanzieren, sollten ihre Zahlungen sofort einstellen, aber die Verantwortlichen in Bayern und sonstigen Geldgeberländern haben keine Eier in der Hose, machen sich in dem Moment aber der Beihilfe durch Unterlassung für Mitschuldig!
Und ob dass arme Würstchen Weber sein Maul aufreisst oder ein Apfel fällt vom Baum-gleich uninteressant!

Maja
Maja

Na und, solange es Idioten gibt die das sauer verdiente Geld ihrer Bürger diesen Raffkes in den Rachen schmeißen. Wo ist nur FJ Strauß?
Der hätte diesen Politschauspielern schon lange den Geldhahn zugedreht. Aber dazu muß man eben Rückgrat haben was der heutigenPolitkaste gänzlich fehlt. Das sieht man schon daran wie sie winseln und kriechen vor der großen Staatsratsvorsitzenden.
Einfach nur noch zum kotzen das Ganze.

Reiner Tiroch
Reiner Tiroch

Sich ohne Ende bereichern steht den Politikern wahrhaftig ins Gesicht mit dreckigem Lachen geschrieben, gell?

meckerpaul
meckerpaul

Diese AASGEIER.
Kein Gewissen, keinen Anstand. Geldgieriges Parteienpack. Dieser Senat in Berlin ist nur noch eine Schande für BERLIN und für DEUTSCHLAND. Parasieten. Die hat Berlin nicht verdient.
Es geht diesem Pack nicht um den Bürger?, es geht um ihren WOHLSTAND. Einst hatte man solche Ratten aus dem Land gejagt…

Gundi
Gundi

Ich sage ja Politiker sind Pack und gehören abgeschafft.

Inbrevi
Inbrevi

Ja, mit dem Geld der Anderen läßt es sich gut leben und Sozialisten und Kommunisten können mit dicken Backen über die Dummheit derer lachen von denen sie sich wie Stricher aushalten lassen.
Auch hier wieder: das Volk hat es in Händen regelnd einzugreifen.

Heini Pappdachnagel
Heini Pappdachnagel

Ein Beweis für die unerträgliche Raffgier und Maßlosigkeit dieser Politbetrüger.Die gehören alle davongejagd.

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