Hintergründe

US-amerikanischer “Krieg gegen den Terror” seit 9/11 kostete bereits über 6 Billionen Dollar

US-amerikanischer "Krieg gegen den Terror" seit 9/11 kostete bereits über 6 Billionen Dollar
Kriegsverbrecher unter sich: Barack Obama und George W. Bush

Seit den Vorfällen am 11. September 2001 kostete der sogenannte „Krieg gegen den Terror“ den amerikanischen Steuerzahler insgesamt mehr als 6 Billionen US-Dollar. Während das Land immer mehr dem Verfall preisgegeben wurde und wird, schickte die US-Administration lieber treue Soldaten in fragwürdige Kriege.

von Wolfgang Kaufmann

Neun Tage nach den Anschlägen vom 11. September 2001 proklamierte der damalige Präsident der Vereinigten Staaten, George W. Bush, den „Krieg gegen den Terror“, der andauern sollte, „bis jede terroristische Gruppe von globaler Reichweite gefunden, gestoppt und geschlagen ist“. Daraufhin starteten die US-Streitkräfte und ihre Verbündeten nacheinander die Operationen „Enduring Freedom“, „Freedom’s Sentinel“, „Iraqi Freedom“, „New Dawn“ und „Inherent Resolve“ in Afghanistan und Pakistan sowie dem Irak und Syrien. Daneben wurde der „Krieg gegen den Terror“ noch in rund 80 weiteren Ländern geführt – teils mit offenen, teils mit verdeckten Aktionen.

Was das bisher gekostet hat, ist umstritten. Das Pentagon selbst sprach im März davon, dass jeder US-Steuerzahler bis Ende 2018 im Durchschnitt mit 7623 US-Dollar belastet worden sei – das ergäbe dann insgesamt 1,497 Billionen Dollar. Allerdings gehen die meisten Experten von sehr viel höheren finanziellen Aufwendungen aus.

Um zu realistischeren Zahlen zu kommen, initiierten das Watson Institute for International and Public Affairs an der Brown University in Providence (Rhode Island) und das Frederick S. Pardee Center for the Study of the Longer-Range Future der Boston University im Jahre 2011 das Costs of War Project. Eine von dessen drei Leiterinnen ist die Politologie-Professorin Neta C. Crawford, die jetzt einen Bericht vorlegt, der die vermutlichen Ausgaben im Zeitraum zwischen 2001 und dem Ende des Finanzjahres 2020 auflistet.

Ministerien versteckten Ausgaben

Die involvierten Ministerien haben sich alles andere als transparent gegeben und viele der Aufwendungen für den „Krieg gegen den Terror“ in ihrem Basis-Budget versteckt. Das betrifft beispielsweise die Mittel für den Unterhalt der zirka 800 Militärstützpunkte der USA mit rund 600 000 Gebäuden und Einrichtungen weltweit. Schwer ist zu entscheiden, welche auch ohne den „Krieg gegen den Terror“ als nötig erachtet worden wären und welche im Zusammenhang mit ihm aufgebracht wurden.

Im Falle des Verteidigungsministeriums gehen die Mitarbeiter des Costs of War Project von zusätzlichen finanziellen Aufwendungen in Höhe von 2,862 Billionen Dollar aus. Davon verschlangen die Operationen in Afghanistan und Pakistan 978 Milliarden und die Kriegführung im Irak und Syrien ab 2003 880 Milliarden. Weitere Kosten entstanden dem Pentagon unter anderen infolge der deutlichen Anhebungen des Soldes und der Pensionszahlungen für die Angehörigen der US-Streitkräfte, durch die der plötzlich spürbar riskanter gewordene Militärdienst ab 2001 attraktiver gemacht werden sollte. Desgleichen stiegen die Ausgaben für die medizinische Betreuung der aktiven Soldaten durch die gesundheitlich oft prekären Einsätze außerhalb der USA und aufgrund von Verwundungen. 100-prozentig genaue Angaben hierzu sind jedoch nicht erhältlich – manche der Erhöhungen hätten wegen der Inflationsrate auch so erfolgen müssen.

Gleichermaßen in den „Krieg gegen den Terror“ involviert ist das US-Außenministerium, denn es kontrolliert die United States Agency for International Development (USAID), welche die Entwicklungszusammenarbeit mit dem Ausland koordiniert und in diesem Zusammenhang auch Spionage betreibt oder auf klandestine politische Einflussnahme setzt. Hierfür wurden Kosten in Höhe von 131 Milliarden Dollar errechnet, die sich teilweise in solchen Positionen wie „Nothilfe“ verbergen. Das heißt, es gibt keine formelle Unterscheidung zwischen Zusatzaufwendungen im Zusammenhang mit der Unterstützung des Auslands bei Naturkatastrophen, Epidemien und ähnlichem sowie dem Antiterrorfeldzug. Dazu kommen weitere 925 Milliarden für Fremdkapitalzinsen, da die kriegsbedingten Ausgaben des Pentagons und des State Department teilweise über Kredite finanziert wurden und werden.

Ein weiterer wichtiger Akteur ist das unter dem Eindruck des 11. September 2001 geschaffene US-Heimatschutzministerium (DHS), das für die Terrorbekämpfung auf dem Gebiet der Vereinigten Staaten verantwortlich zeichnet. Diese erforderte laut dem Costs of War Project inzwischen 1,054 Billionen Dollar. Wobei es auch hier wieder problematisch war, zwischen den Kosten für den normalen Grenzschutz und Ausgaben, die ausschließlich aus der Terrorabwehr resultieren, zu differenzieren.

Milliarden für Kriegsveteranen

Zum Schluss führt Crawford noch jene 437 Milliarden Dollar aus dem Budget des Kriegsveteranenministeriums (VA) an, mit denen die Behandlung und Pflege der dauerhaft geschädigten ehemaligen Teilnehmer am „Krieg gegen den Terror“ bislang finanziert wurden. Die diesbezüglichen Kosten stiegen von Jahr zu Jahr, da der Kreis der Betroffenen immer größer wurde, weil es aufgrund der Fortschritte der Militärmedizin bei der Erstversorgung in den Kampfgebieten mehr Überlebende als in früheren Kriegen gibt.

Addiert man die in dem Bericht genannten Zahlen, ergibt sich die gigantische Summe von 5,409 Billionen Dollar für die Antiterrorkriegführung der USA im Zeitraum von September 2001 bis Ende September 2020. Dazu kommt eine weitere Billion für die zukünftige Versorgung der Invaliden in den Finanzjahren 2021 bis 2059 – so die Schätzung der Kriegskosten-Experten. Das macht insgesamt weit über 6 Billionen Dollar.

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Andreas Sinclair
Andreas Sinclair
27. Januar 2020 18:50

es sind weit mehr als 8,3 Billionen Dollar + nicht vergessen die Absurde Summe von Donald Rumsfeld, von über 2,3 Billionen Dollar(= 2300 x 1 Milliarde$), die durch das Flugzeug in Pentagon zerstört wurde und , hey rein zufällig auch das einzige Back Up System in WTC Gebäude 7 Stand ^^ Huch was für eine Dreiste Lüge und Märchen der US Regierung—- Einfach on top 2,3 Billionen also Aufaddieren, die Rumsfeld und co somit um die Ecke mit brachten…. Aber der Donald Rumsfeld US Verteidigungsminister sollte ja nach 9/11 nur Stunden später , den Verbleib genau dieser Gigantischen Summe in… Weiterlesen »

Fischer Volkee
Fischer Volkee
19. Januar 2020 20:56

Die sollten lieber mal die nach zählen wieviel Menschen deswegen getötet worden.. Das ist anscheinend zweitrangig..

barnkoo taroo
barnkoo taroo
15. Januar 2020 18:08

bush & obama die grössten massenmörder nach merkel !

aufgewachter
aufgewachter
11. Januar 2020 19:51

Nur, 6 Billionen. Wann gehen die Kriegstreiber Bankrott?
Währe Wünschens wert. Damit endlich Frieden auf Mutter Erde herrscht. Zur Erinnerung, wir sind im goldenen Zeitalter!!!
Da hat Krieg und Morden keinen Platz…

Politikzweifler
Politikzweifler
25. Dezember 2019 10:04

Es ist für deutsche Nationalisten derzeitig sehr schwer eine Beurteilung der politischen Situation Deutschlands realistisch vorzunehmen! Es gab Meldungen im Internet, dass Trump zur Chabad-Sekte gehört, die gleiche Information wurde aber auch zu Putin verbreitet!
Wem kann man dann in politischer Hinsicht überhaupt noch vertrauen? Kanzlerin Merkel und dem Bundestag sicher nicht! Und die
BRD-Presse kann man auch vergessen, dort stimmt maximal noch der Wetterbericht!

barnkoo taroo
barnkoo taroo
14. Dezember 2019 18:38

wir verlangen den exit der eu !!!

barnkoo taroo
barnkoo taroo
19. Dezember 2019 18:36
Reply to  barnkoo taroo

und dexit für deutschland !

barnkoo taroo
barnkoo taroo
14. Dezember 2019 18:24

krieg ist ein geschäft , da spielen menschen keine rolle – tot allen kriegstreibern auch der deutschen blut-kanzerin!

Aufgewachter
Aufgewachter
14. Dezember 2019 16:01

Na, das ist doch Geld, das die FED liebend gerne druckt bzw. den hochverschuldeten USA “leiht”!
Verschulden sich die USA damit noch mehr bei diesem Verbrecherhaufen!
Die FED ist des Teufels Werk!

Reichsdeutscher
Reichsdeutscher
14. Dezember 2019 12:53

Anonymus hat wider mal die Toten aus der oberen Schlagzeile genommen…

ein gutes Mittel die Weltbevölkerung zu vernichten denn dafür wurde die UNO geschaffen die mit einem Friedensvertrag aufglöst werden könnte…

ja Tote sind auch tot die interessieren niemand mehr…

aber wer weis das schon ausser ich…?

Grzondziele
Grzondziele
14. Dezember 2019 10:14

Cui bono? Alle Aktionäre des militär-industriellen Komplexes.

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