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Migrantenschreck: COMPACT-Chef Elsässer räumt Lügen ein – Rönsch veröffentlicht Tonband

Migrantenschreck: COMPACT-Chef Elsässer räumt Lügen ein – Rönsch veröffentlicht Tonband 1
Das größte Schwein im ganzen Land, das ist und bleibt der Denunziant: COMPACT-Chefredakteur Jürgen Elsässer

COMPACT und Mario Rönsch – das war lange Zeit eine Erfolgsgeschichte. Durch die Vermittlung von zehntausenden neuen Abonnenten führte der Bürgerrechtler und Werbefachmann das COMPACT-Magazin in den Jahren 2015 und 2016 aus den roten Zahlen und verhinderte so die Insolvenz des alternativen Mediums. Als im vergangenen Jahr aus Ermittlungsakten des LKA Berlins bekannt wurde, dass COMPACT-Verantwortliche, namentlich Chefredakteur Jürgen Elsässer und Verleger Kai Homilius, ihren ehemaligen Mitstreiter gegenüber deutschen Strafermittlungsbehörden denunzierten, kam es zum Bruch. Rönsch machte daraufhin die Kontakte von Jürgen Elsässer zum Verfassungsschutz öffentlich und überführte die gesamte Führungsriege von COMPACT der systematischen Lüge. Im Januar 2017 deckte Rönsch schließlich die Verbindungen zwischen COMPACT und der Israel-Connection auf und verschaffte der Öffentlichkeit einen Einblick über die perfiden Methoden, mit denen das Magazin seine eigenen Leser betrügt. Tausende kündigten daraufhin empört ihre bestehenden Abonnements.

Zum Sachverhalt wurde nun auf YouTube ein Interview zwischen dem ehemaligen GEZ-Journalisten Gerhard Wisnewski (WDR) und Jürgen Elsässer veröffentlicht, indem sich der COMPACT-Chefredakteur unwidersprochen von jeder Schuld rein waschen darf. Ob sich Gerhard Wisnewski, eigentlich bekannt für akribisch recherchierte Bücher (Verheimlicht, vertuscht, vergessen) über Terrorismus und Geheimdienste, damit einen Gefallen getan hat, bleibt fraglich. Im Gespräch mit Elsässer bricht er nicht nur alle journalistischen Standards, sondern wirft auch seine eigenen Ideale über Board, für die er von Kollegen und Lesern bisher stets geschätzt wurde. Denn das Interview, dass Wisnewski seinen Zuschauern gegenüber als “objektiven alternativen Journalismus” anpreist, entpuppt sich bei genauer Betrachtung bestenfalls als gekaufte Schmierenkomödie.

Migrantenschreck: COMPACT-Chef Elsässer räumt Lügen ein – Rönsch veröffentlicht Tonband 2
Kennen sich seit Jahren: WDR-Journalist Gerhard Wisnewski und Jürgen Elsässer (ehemals Jüdische Allgemeine) im Jahr 2012 zu Besuch beim iranischen Präsident Mahmud Ahmadinedschad. Quelle: Infowars

Der Betrug am Zuschauer beginnt schon vor dem Interview. Gerhard Wisnewski hat mit Jürgen Elsässer nicht nur gemeinsam mehrere Publikationen veröffentlicht, sondern ist bis heute auch als Autor bei COMPACT beschäftigt. Dass Wisnewski mit Elsässer folglich seinen eigenen Geldgeber und vorgesetzten Chefredakteur interviewt, wird zum Zweck der Täuschung und in bester Mainstream-Manier, vollständig verschwiegen. Wer noch immer Hoffnung auf ein objektives Gespräch hegt, wird bereits nach den ersten Sekunden enttäuscht. Noch bevor die erste Frage gestellt wird, unterstreicht Wisnewski eindrucksvoll seine Befangenheit, indem er seine Einleitung zum Interview für einen minutenlangen Lobgesang auf COMPACT und Jürgen Elsässer missbraucht. Wisnewski verhält sich wie ein Richter, der einem angeklagten Mörder vor Prozessbeginn mitteilt, dass er die Tat und den Täter eigentlich ganz toll findet. Auf subtile Art und Weise wird sogar mehrmals Werbung für Elsässers Magazin eingeblendet. Spätestens an diesem Punkt dürfe auch dem unbedarften Zuschauer klar sein: Hier handelt es sich nicht um objektiven Journalismus, sondern um billig in Szene gesetzte PR.

Das Gespräch ist gleich in mehrerer Hinsicht interessant. Nicht etwa, weil sich Jürgen Elsässer nicht zu schade dafür ist, auch mit aufgedunsener Alkoholiker-Visage in eine Kamera zu grunzen, sondern inhaltlich. Während Mario Rönsch in der Vergangenheit stets konkrete Vorwürfe formulierte, führen Wisnewski und Elsässer das Interview vollständig im Konjunktiv. Hätte, könnte, wäre, vielleicht, möglicherweise – Phrasen, die man immer dann benutzt, wenn man nichts Essentielles vorzuweisen hat. Auffallend ist auch, dass Elsässer seine Strategie geändert und eine Kehrtwende um 180 Grad vollzogen hat. Während er zu den Anschuldigungen von Rönsch zunächst monatelang schwieg und diese dann schließlich in mehreren unüberlegten Stellungnahmen als “vollständig erfunden” und “irre” abtat, räumt er die Richtigkeit dieser Aussagen nun größtenteils ein:

“Ja, ich habe im vergangenen Jahr einen Eigentumswohnung verkauft, aber… (…) Ja, ich und COMPACT waren an Migrantenschreck beteiligt, aber… (…) Ja, der Webdesigner von COMPACT programmierte die Seite von Migranteschreck und stellte diese online, aber… (…) Ja, wir wurden von der ANTIFA über Wochen hinweg observiert, aber… (…) Ja, meine Frau und ich hatten in diesem Zusammenhang Kontakt zur Polizei und zum Verfassungsschutz, aber… (…) Ja, ich habe versucht auf die publizistische Arbeit von Mario Rönsch Einfluss zu nehmen, aber…”

Im weiteren Verlauf tut Jürgen Elsässer dann etwas, was alle notorischen Lügner tun, wenn sie sich beim Lügen ertappt fühlen. Er gibt einen Teil seiner Lügen zu und strickt um das Eingeständnis herum, eine neue abenteuerliche Geschichte. Er rechtfertigt also jede aufgeflogene Lüge mit einer neuen. Medienprofi Wisnewski bemerkt das natürlich, er schmunzelt mehrmals, lässt dann aber dutzende Gelegenheiten ungenutzt verstreichen, kritisch einzuhaken. Auch sonst agiert Elsässer alles andere als souverän. Er ist unsicher, kommt mehrmals ins Stottern, muss von einem Spickzettel ablesen und ist schlussendlich sogar darauf angewiesen, seinen Aussagen Glaubwürdigkeit zu verleihen, indem er aus einem Bericht der Süddeutschen Zeitung zitiert.

Während sich Elsässer weiterhin im Minutentakt um Kopf und Kragen redet, hat Wisnewski alle Hände voll zu tun, das Interview nicht vollends in eine unerwünschte Richtung abgleiten zu lassen. Immer dann wenn es brenzlig wird oder eine kritische Nachfrage angebracht wäre, stellt Wisnewski Elsässer eine der zuvor abgesprochenen Suggestivfragen. Aber auch das hilft nicht. Als der COMPACT-Chef nach seiner Eigentumswohnung in Berlin gefragt wird, die er veräußern musste, um mit dem Erlös anstehende Verluste seines Magazins auszugleichen, ersetzt Wisnewski die ursprüngliche Antwort von Elsässer, rotzfrech durch eine andere. Der Schnitt der entsprechenden Sequenz ist deutlich zu erkennen. Das ist nicht nur plump, sondern auch kriminell. Denn mit den selben Methoden werden tagtäglich Millionen Leser und Zuschauer vom Mainstream aufs Kreuz gelegt. Ist das der Maßstab, den man jetzt auch bei vermeintlich alternativen Medien und Journalisten wie Gerhard Wisnewski anlegen muss? anonymousnews.ru wollte es genau wissen und übersandte Gerhard Wisnewski folgende Fragen per E-Mail, mit der Bitte um Stellungnahme:

  • Trifft es zu, dass Sie zum Zeitpunkt des Interviews in einem finanziellen Abhängigkeitsverhältnis zu Jürgen Elsässer / COMPACT standen? *keine Antwort*
  • Trifft es zu, dass Sie für das Interview von Jürgen Elsässer / COMPACT bezahlt worden sind oder einen anderen geldwerten Vorteil erhalten haben? *keine Antwort*
  • Trifft es zu, dass es sich bei ihrem Interview mit Jürgen Elsässer um einen Gefälligkeitsdienst für COMPACT handelt? *keine Antwort*
  • Trifft es zu, dass sowohl das Interview als auch die gestellten Fragen vorher mit Jürgen Elsässer / COMPACT abgesprochen worden? *keine Antwort*
  • Trifft es zu, dass Sie ursprüngliche Antworten aus dem Video herausgeschnitten haben, weil diese für Jürgen Elsässer / COMPACT nicht vorteilhaft waren? *keine Antwort*
  • Trifft es zu, dass Sie Mario Rönsch nicht befragt und ihm auch sonst keine Möglichkeit eingeräumt haben, zum Sachverhalt Stellung zu nehmen? *keine Antwort*

Mario Rönsch kontaktierte Gerhard Wisnewski ebenfalls und bot an, mit entsprechenden Dokumenten vor der Kamera Stellung zu beziehen. In einer E-Mail am 3. März schreibt er:

Sehr geehrter Herr Wisnewski, ich habe mir soeben das 38-minütige Interview angeschaut, dass Sie mit Jürgen Elsässer geführt und auf YouTube veröffentlicht haben. Zunächst erstmal möchte ich Sie dafür beglückwünschen, dass Sie den Mut aufbringen, sich diesem Thema anzunehmen. Als fair hätte ich es empfunden, wenn Sie beide Seiten hätten zu Wort kommen lassen. So entsteht leider der Eindruck, dass es sich um einen Gefälligkeitsdienst gegenüber Jürgen Elsässer handelt. Die Zuschauer, auch die Ihres YouTube-Kanals, sind nicht dumm. (…) Ich hatte Sie im letzten Jahr angefragt ob Sie nicht als Autor für uns tätig sein wollen. Spätestens seit diesem Zeitpunkt hatten Sie meine Telefonnummer und meine E-Mail-Adresse. Es wäre also leicht für Sie gewesen, mich zu kontaktieren und die Diskussion auf ein objektives Niveau zu heben. (…) Vielleicht möchten Sie dies aber nachholen. Ich lade Sie hiermit herzlich ein. Ich kann jede einzelne meiner Aussagen belegen und bin gerne bereit mit den entsprechenden Dokumenten vor der Kamera Stellung zu beziehen. (…) Sie sollten Ihre Glaubwürdigkeit nicht durch diese Form der Einseitigkeit auf Spiel setzen. Über zeitnahe Antwort freue ich mich. Mit freundlichen Grüßen Mario Rönsch

Auch diese E-Mail und die damit verbundene Möglichkeit, ein objektives Gespräch mit allen Beteiligten zu führen, ignorierte Gerhard Wisnewski. Mario Rönsch ging noch weiter und führte zwei Telefonate mit COMPACT-Chefredakteur Jürgen Elsässer und COMPACT-Veleger Kai Homilius, die wir unseren Lesern an dieser Stelle natürlich nicht vorenthalten möchten.

Im Gegensatz zu Jürgen Elsässer zeigte sich COMPACT-Geschäftsführer Kai Homilius gesprächiger. Ohne Umschweife lässt er sich auf ein Scheinangebot von Rönsch ein, die Sache ohne Öffentlichkeit, einfach unter den Teppich zu kehren. Schlichtweg die Wahrheit zu sagen, empfindet COMPACT-Verleger Homilius als Zitat “Eskalation”.

Mario Rönsch versuchte auch telefonisch mit Gerhard Wisnewski zu sprechen. Der Urheber des Interviews war trotz mehrmaliger Anfrage nicht bereit, sich zum Thema und seiner “journalistischen Arbeit” einzulassen. Schade! Wir überlassen es nun unseren Lesern, die richtigen Schlüsse, aus den hier veröffentlichten Informationen zu ziehen.

Update – 11. März 2017

Gerhard Wisnewski, der Urheber des Interviews, hat sich inzwischen zu Wort gemeldet. Der Autor lehnt es allerdings weiterhin ab, zu den hier vorgebrachten Vorwürfen, Stellung zu nehmen. In einer E-Mail vom 7. März 2017 heißt es lapidar:

„Sehr geehrter Herr Roensch, mir scheint, dass Sie mit Ihren Informationen durchaus eine breite Öffentlichkeit bekommen haben. Deswegen erschien es mir wichtig, einmal Herrn Elsässer ausreden zu lassen. Mit freundlichen Grüßen Gerhard Wisnewski“

Mario Rönsch antwortet Wisnewski einen Tag später und bietet weiterhin vollständige Aufklärung an. In einer E-Mail vom 8. März 2017 schreibt er.

„Sehr geehrter Herr Wisnewski, vielen Dank für Ihre Nachricht. Bitte reden Sie sich nicht aus der Affäre. Sie haben Jürgen Elsässer mitnichten nur ausreden lassen wollen. Sie haben sich ganz klar positioniert und Partei ergriffen, obwohl es Ihre Aufgabe gewesen wäre, kritisch zu hinterfragen und allen Beteiligten die Möglichkeit einzuräumen, ihren Standpunkt zum Thema zu äußern. Ich weiß nicht, ob Sie sich darüber im Klaren sind, dass Sie mit diesem Interview Ihre Reputation und Ihre Glaubwürdigkeit aufs Spiel gesetzt und wenn man sich die Kommentare anschaut, bei vielen damit verloren haben. Ich biete Ihnen jetzt zum dritten Mal an, diesen Fehler wieder gut zu machen, indem Sie mir ebenfalls die Möglichkeit einzuräumen, mich in einem Interview mit Ihnen zum Sachverhalt zu äußern. Gerne auch mit Jürgen Elsässer gemeinsam. Ich habe nichts zu verbergen. Im Gegenteil: Ich bin gerne bereit, Dokumente, E-Mails und Korrespondenz, die meine Aussagen belegen, den Zuschauern vor der Kamera zu präsentieren. Die Entscheidung liegt natürlich bei Ihnen. Aber wenn Sie diese Möglichkeit nicht nutzen, dann werden Sie Glaubwürdigkeit vollständig verlieren und es bei Ihrer Zielgruppe in Zukunft sehr schwer haben. Ich glaube grundsätzlich an das Gute Menschen und bin daher überzeugt davon, dass Sie den Mut aufbringen, sich einem Gespräch zu stellen. Über zeitnahe Antwort und erste konkrete Terminvorschläge freue ich mich. Mit freundlichen Grüßen Mario Rönsch“

Auch 2 Tage nach dieser Nachricht und dem erneuten Angebot von Mario Rönsch, Beweise und Belege vor der Kamera zu präsentieren, hat es Gerhard Wisnewski nicht für nötig gehalten, zu antworten. In einer E-Mail vom 10. März 2017 stellt Rönsch abschließend fest:

„Sehr geehrter Herr Wisnewski, leider haben Sie auf meine vorangegangenen E-Mails nicht reagiert. Für den Fall, dass es die Öffentlichkeit irgendwann interessiert, halte ich daher fest: 1. Sie haben bisher insgesamt drei Angebote ausgeschlagen, mir vor der Kamera die Möglichkeit einzuräumen, mich mit entsprechenden Dokumenten, E-Mails und Korrespondenz zur Causa COMPACT und der geheimdienstlichen Tätigkeit von Jürgen Elsässer, zu äußern. 2. Sie waren trotz mehrmaliger Nachfrage nicht bereit zu erklären, ob Sie Geld oder einen anderen geldwerten Vorteil von COMPACT und/oder Jürgen Elsässer für das von Ihnen geführte Interview erhalten haben. 3. Sie lehnen jegliche Stellungnahme zum Sachverhalt und Ihrer Käuflichkeit durch Dritte, vollständig ab. Ich habe inzwischen aus zuverlässiger Quelle erfahren, dass das Gespräch zwischen Ihnen und Jürgen Elsässer, ursprünglich ein anderer bekannter Protagonist der alternativen Medien, gegen Zahlung eines entsprechendes Entgeltes, führen sollte. Da sich dieser Journalist weigerte, sich für diese Aufgabe von COMPACT und Jürgen Elsässer korrumpieren zu lassen, wurde Ihnen schließlich diese Aufgabe zu Teil. Ich werde nun auf anderem Wege Öffentlichkeit herstellen und mich zum Sachverhalt entsprechend äußern. Ich habe bis Dato mehrmals versucht mit Ihnen ins Gespräch zu kommen und Ihnen die Möglichkeit eingeräumt, Stellung zu nehmen. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass ich auf die Person “Gerhard Wisnewski”, ab sofort keine Rücksicht mehr nehmen kann. Mit freundlichen Grüßen Mario Rönsch“

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