Hintergründe

Russland verlässt globales Bankensystem: US-Dollar wird aufgegeben und durch Gold ersetzt

Russland verlässt globales Bankensystem: US-Dollar wird aufgegeben und durch Gold ersetzt 1
Wladimir Putin inspiziert die Goldbestände der russischen Zentralbank

Russland hat im Februar seine Gold-Bestände um 9,3 Tonnen Gold aufgestockt. Diese liegen aktuell bei etwa 1.650 Tonnen, wie aus Daten des World Gold Council hervorgeht. Allein seit vergangenen November kaufte die russische Zentralbank etwa 72 Tonnen hinzu. Anders sieht es bei den Beständen amerikanischer Staatsanleihen, sogenannten „Treasuries“, aus. Russland hat seit dem Jahr 2014 wahrscheinlich Papiere im Gesamtumfang von 60 Milliarden Dollar auf den Markt geworfen, wie aus Daten von Bloomberg hervorgeht. Die Verkaufswelle hat dazu geführt, dass Russland nicht mehr zu den zehn größten Gläubigern der USA gehört.

Eine ähnliche Vorgehensweise scheint China zu verfolgen. Auch die Regierung in Peking hat in der Vergangenheit mit großen und andauernden Goldkäufen Aufmerksamkeit erregt und seinen Bestand an US-Staatsanleihen abgebaut. Offiziellen Angaben zufolge besitzen die Chinesen über 1.800 Tonnen Gold. Seit 2014 hat China Treasuries im Umfang von etwa 300 Milliarden Dollar verkauft und hingegen 775 Tonnen Gold erworben. Inzwischen ist China auf Rang zwei der größten Gläubiger der USA hinter Japan zurückgefallen.

Die Strategie beider Länder stellt eine Abkehr vom global dominierenden System der Weltleitwährung Dollar dar. Der Verkauf amerikanischer Staatsanleihen führt in erster Linie dazu, dass Forderungen gegenüber der US-Regierung abgebaut werden. Dies verringert das Risiko finanzieller Einbußen im Fall eines Zahlungsausfalls der USA. Gerade vor dem Hintergrund der extremen Verschuldung und der Wiedereinsetzung einer Schulden-Obergrenze in den USA erscheint dieser Schritt als Vorsichtsmaßnahme.

Die Umschichtung in Gold ist zudem ein klares Zeichen dafür, dass die Regierungen beider Länder auf die universal gültige „Währung Gold“ setzen, dessen Verwendung keiner Jurisdiktion eines fremden Landes wie beispielsweise der US-Dollar unterliegt.

Der Autor James Rickards berichtet in seinem höchst lesenswerten Buch „Währungskrieg: Der Kampf um die monetäre Weltherrschaft“ von einem interessanten War-Game, das die Amerikaner vor einigen Jahren durchgeführt hatten: Die Annahme des Spiels war, dass Russland versuchen könnte, die internationale Weltwirtschaft mit einer neuen, goldgedeckten Währung auf den Kopf zu stellen. Die teilnehmenden Militärs waren verwirrt, hielten den fiktiven Schachzug jedoch für geschickt gewählt und gaben ihm durchaus Chancen auf Erfolg.

Russland liegt mittlerweile bei den Ländern mit den größten Goldbeständen auf Rang 6. Obwohl Russlands Wirtschaft strukturell schwach ist, sind die monetären Grundlagen des Landes solide. Die Schuldenquote des Landes ist niedrig. Der Goldanteil an den Devisenreserven beträgt zehn Prozent. Die Armutsquote sank von 35 Prozent im Jahr 2001 auf zehn Prozent im Jahr 2010. Die Mittelschicht wird verschiedenen Schätzungen zufolge bis zum Jahr 2020 auf 86 Prozent der Bevölkerung anwachsen. Allerdings muss Russland die teuren Kriege in Syrien und in der Ukraine finanzieren und wird außerdem durch das globale Wettrüsten auf Trab gehalten. So soll laut dem Magazin Janes und der SIPRI-Institut die Position Rüstung im russischen Haushalt für das kommenden Jahre drastisch zusammengestrichen worden sein.

Der Verfall des Öl-Preises hat gleichzeitig zur Abwertung des Rubels geführt. Der starke Dollar nützt zwar den Oligarchen und dem russischen Staatshaushalt, doch für die Bürger hat der schwache Rubel eine inflationäre Wirkung. Im vergangenen Jahr war es der russischen Notenbank noch gelungen, die Inflation zu drücken – unter anderem mit einer klaren Zinspolitik. Doch am vergangenen Freitag hat die Zentralbank die Zinsen überraschend gesenkt – ein Hinweis, das die Wirtschaft nun in schwere Wasser geraten ist. Russland hat eine ressourcenbasierte Wirtschaft und versucht durch die Erhöhung seiner Goldreserven, den Rubel zu stützen. Die Einführung eines goldgedeckten Rubels ist zumindest nicht mehr unwahrscheinlich, sondern wäre die logische Konsequenz.

China könnte diesem Trend folgen. Dieser Prozess würde dann eine Spaltung im Weltwährungs-System nach sich ziehen. Eine schwere Inflation in den USA wäre die Folge, weil große Mengen an unerwünschten Dollars über den Atlantik fließen und den US-Markt fluten würden. Schon jetzt besteht Inflationsgefahr, weshalb die Fed auch trotz ungewisser Konjunkturaussichten die ersten Schritte zur Zinswende eingeleitet hat.

„Ein Goldstandard wäre politisch attraktiv und würde den Rubel in eine gewaltige Währung transformieren. Die Mittelabflüsse würden sich deutlich verringern“, sagt der Wirtschaftsprofessor der Universität Turin, Enrico Colombatto.

Doch das Interesse am Goldstandard ist nicht neu. 1998 berichtete der Ökonom Jude Wanninski im Wall Street Journal, dass nur ein goldgedeckter Rubel Russland aus der damaligen Schuldenkrise befreien könnte. Zwei Jahre später wurde Wladimir Putin Präsident und startete eine großangelegte Kampagne für Goldankäufe. Damals kostete eine Unze Gold insgesamt 28 Barrel Rohöl. Russland konnte seine Auslandsschulden erfolgreich abbezahlen.

Während die USA in einer Welt, in der der Dollar die Leitwährung ist, ihre Interessen offensiv durchsetzen können, würde diese Option bei goldgedeckten Währungen wegfallen. Dann hätte Washington beispielsweise nicht die Möglichkeit, internationale Banken dafür abzustrafen, weil diese Handel mit Staaten betreiben, die wiederum von den Amerikanern als „Schurkenstaaten“ klassifiziert werden.

In diesem Zusammenhang ist eine Meldung aus der chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua interessant. Russland hat demnach den Aufbau eines alternativen Interbanken-Zahlungssystems abgeschlossen, das zum Einsatz kommen könnte, sollte Russland von dem aktuell noch weltweit geltenden Zahlungssystem SWIFT ausgeschlossen werden. Drohungen in diese Richtungen gab es in den vergangenen Jahren von US-Seite immer wieder, zuletzt hatten sogar US-Offizielle aktiv versucht, die in Belgien ansässige, unabhängige Behörde unter Druck gesetzt. Diese hatte die Einmischung allerdings zurückgewiesen. Die EZB hatte damals dringend vor solchen Aktionen gewarnt, weil diese das Vertrauen in das Weltfinanzsystem gefährden würden.

Auch die Gouverneurin der russischen Zentralbank, Elvira Nabiullina, ist gewarnt: „Sollte ein Ereignis eintreten, werden wir alle Operationen von SWIFT auf ein System im eigenen Land übertragen. Wir haben einen Ersatz geschaffen.“ Etwa 330 russische Banken wurden mit der SWIFT-Alternative, dem so genannten SPFS, verbunden, die eine „garantierte und ununterbrochene Erbringung von Dienstleistungen für die Übermittlung der elektronischen Nachrichten über Finanztransaktionen“ gewährleistet. Das teilt die russische Zentralbank auf ihrer Website mit.

Russland habe sich für jede mögliche Krise, wie einen Zusammenbruch des Dollar oder Sanktionen, die verwendet werden könnten, um die russische Währung, den Rubel, anzugreifen, vorbereitet, sagte Nabiullina. Die Arbeiten am SPFS begannen im Dezember 2014, als sich die Beziehungen zwischen Russland und dem Westen verschlechterten. Einige westliche Politiker drängten darauf, Russland von SWIFT zu trennen. Noch ist das System nicht fertig. Aktuell können Transaktionen nicht rund um die Uhr durchgeführt werden uns sind außerdem mit 5 Cent pro Transaktion sehr teuer.

Doch Jim Rickards geht davon aus, dass sich Russen und Chinesen für einen Crash wappnen. In seinem neuen Buch „Der Weg ins Verderben“ beschreibt Rickards die Möglichkeit eines „Lockdowns“: Demnach könnte die nächste Phase nach dem Gelddrucken in einer Abriegelung des globalen Finanzsystems bestehen, „damit die mächtigsten Finanzmarktakteure keine Transaktionen mehr tätigen“ und „Banken und Börsen geschlossen“ werden können. Dem möchten Russen und Chinesen vorbeugen – und die konkreten Maßnahmen, die sie ergreifen, zeigen, dass es sich um mehr als nur theoretische Gedankenspiele handelt.

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ANNA EDWARDS
ANNA EDWARDS

Gold, Palin, Silber, Bitcoin, Litecoin müssen Weltweite Als Neue Leitwährungen durchgesetzt werden Gegen US-Dollar (USD) und EURO (EUR) !!!!

lrschick
lrschick

weshalb der Dollar im welt- handel zur verrechnung übernommen wurde, ist schon ein “ Wirtschaftsverbrechen „.
war schon immer dafür, dass eine internationale Vernnnechnungeinheit, durch den IWF geschaffen wird über den die Handels verrechnung der einzelnen
Staaten untereinander stattfinden. die Werte bestimmung sollte entspechend der wirtschaftsleistung nach dem jeweiligem BIP erfolgen
damit hätte man das profitieren der USA aus handelsgeschäften anderer Staaten, ohne Werteschaffung unterbunden u. den Staaten in der verrechnung
keine “ Zwngsjacke “ angelegt.

Ironymus
Ironymus

Kurz gesagt,wer aus der Notenwährung aussteigt,wird mit Krieg,Ermordung,Finanzieller Tod,bedroht,zb.Kenedy,Gadafhi,Hitler,Kaiser Wilhelm I
Denn die Goldwährung darf nur ..:Rothschild,Rockefeller,Morgan,haben.sonst kein Land.
Wir werden uns noch wundern hier in Europa..
Deshalb..Europäische Bürger,Deutsche, wehrt euch,wir werden von Schlangen, Reptilien regiert,hier in Europa,

CSC Team
CSC Team

CSC.ag – CSC Infonews: Russland kauft Gold – Viel Gold
https://www.csc.ag/video/joHdNiCwBXuaCWiN9

Sunny
Sunny

Ab 2018 wird begonnen, eine weltweite digitale Währung umzusetzen, welche angeblich mit Gold hinterlegt ist.
Der russische Rubel ist noch auch ein Rothschild Rubel. Das soll geändert werden – in welcher Form auch immer. Letztendlich sitzen die Strippenzieher hinter den Kulissen in einem Boot.
Ausserdem existiert weit mehr Gold als offiziell bekanntgemacht. Und die offiziellen Angaben wer wieviel Gold hat sind mit Sicherheit nicht wahr – wer“s glaubt wird seelig.

Lui
Lui

Tja, und wieder alle reingefallen. Viel Tam Tam um nichts. Die Russische Föderation ist, ganau wie die BRD, überhaupt kein Staat: Sucht : So geht Bildung auf Youtube vom Kanal ddb netzwerk und staunet! (Links gehen hier nicht rein zu kopieren)

Chaval
Chaval

Es gibt kein einziges Land auf der Welt, welches das Finanzsystem so unverfroren auf Kosten anderer ausnützt wie die USA, wobei die eigene Währung, der DOLLAR trotz teuerer, völkerrechtswidriger Kriege und Abermilliarden Dollar druckender FED weder an Wert verliert, noch die Inflation anheizt!? Das Geheimnis ist einfach! Öl-Exportierende fakturieren in Dollar, s.g. Petra-Dollar und die Importierende Länder benötigen eben Unmengen US-$, um ihre Fakturen zu bezahlen. Die Ö lexportiende Länder leiten ihr Adermilliarden $ wieder in die USA, kaufen US-Staatsanleihen, oder investieren in Immobilien! Dieser Kreislauf geht gut, so lange alle mitmachen, wenn einer, wie Saddam Hussein aus der Reihe… Weiterlesen »

Larry G
Larry G

Klasse Kommentar, den ich so unterschreiben würde.

Burkhard Bielski
Burkhard Bielski

Na sowas…das ist ja nun wirklich ein Grund Russlannd nit einem Kriegzu zu überziehen um die „westlichen Werte“ zu verteidigen, die BRICS-Staaten werden zum Problem, da muß Sorosgesteuerter Aufruhr her wie in Venezuela damit weltweit die „Demokratie“ der Amis, die ie Welt nicht gebrauechen kann, verordnet wird…

Klugscheisser & Co (B&J)
Klugscheisser & Co (B&J)

Wenn das Ganze System kracht, und da das Geld sowieso größtenteils nur auf einem beschissenen Computer hin und her verschoben wird, kann jeder naturlich verständnisvolle und denkende Menschen erkennen, das der Mensch von der Erde lebt und das Gold Wert innehält.

Drum sollte man schlau sein – und nicht „systemabhängig“.

Steht im Gesetz [Bibel] das (expotenzieller) Wucher verboten ist, dann geht Alles was sich gegen das Gesetz aufbläht irgendwann zugrunnde.

Face
Face

Es ist relativ simpel:
Eine Goldgedeckte Währung bedeutet, dass nicht x-beliebig Geld „gedruckt“ bzw. in den Computern erschaffen werden kann, da Gold physikalisch begrenzt ist in Sachen Vorkommen sowie Förderung/Faktor Zeit.
Geld kann aktuell aus dem nichts erschaffen werden, ohne Gegenwert, ohne Deckung ohne grosse Regelungen – bei den Zentralbanken zumindest.

Mit einer Golddeckung wird die Endlosschlaufe der Gelderschaffung erst mal gebremst.

Abgesehen davon, dass sich die Menschheit ihrer Überleben Willen ohnehin von jegwelchen monetär basierten Systemen loslösen muss – ist der Goldstandart wenigstens ein kleiner Schritt in die richtige Richtung.

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