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Jüdisches Familientreffen: 500 angebliche Holocaust-Opfer und weitere Überlebende feiern Wiedersehen

Jüdisches Familientreffen: 500 angebliche Holocaust-Opfer und weitere Überlebende feiern Wiedersehen
Die israelischen Geschwister Alex Kafri, 71 und Dorit Yarom, 68, waren nie mit Verwandten außerhalb ihrer unmittelbaren Familie vertraut.

Ist eigentlich schon mal jemanden aufgefallen, dass der sogenannte Holocaust der einzige Völkermord in der Geschichte ist, der uns nur durch Überlebende erzählt wird? Der folgende Artikel stellt ein weiteres wichtiges Puzzleteilchen dar und wird sicherlich die meisten unserer Leser zum Nachdenken anregen.

von Emil Schiller

Im Juli 2017 fand in London ein großes jüdisches Familientreffen statt, an dem sagenhafte 500 Teilnehmer aus 15 verschiedenen Ländern teilnahmen. Auch wenn das Treffen nun schon einige Monate zurückliegt, wollen wir dennoch noch einmal einen Blick darauf werfen, werden dadurch doch weitere Fragen und Zweifel über die offizielle Geschichtsschreibung aufgeworfen.

Alex Kafri wurde immer erzählt, dass die Familie seines Vaters in den deutschen Gaskammern während des Zweiten Weltkrieges völlig ausgelöscht wurde. Aber Kafri lernte vor kurzem völlig überraschend, dass er in der Tat viele Verwandte auf der Seite seines Vaters hat, die noch immer quicklebendig auf der Erde herumspringen.

Kafri verbrachte lange Jahre mit der Suche nach Verwandten seines Vaters, aber die Aufgabe erwies sich als schwierig, da sein Vater seinen Familiennamen von Kukla nach Kafri geändert hatte, als er von Litauen nach Israel übersiedelte. Kafri wusste nichts von dieser Namensänderung und der Tatsache, dass sein Vater einen Zweitnamen (Yitzhak) besaß. Darüber hinaus hat sich der Name des Geburtsortes seines Vaters von Kovno nach Kaunus geändert.

Am Vorabend des Holocaust-Gedächtnistages machte Kafris Tochter ihn auf einen Facebook-Beitrag aufmerksam, der von einem Mann geschrieben wurde, der mit der Familie Kukla verwandt ist. Er beschrieb, wie durch das junge Unternehmen MyHeritage seine Verwandten gefunden wurden.

Ziv Melamud, der den Beitrag geschrieben hatte, hatte ebenfalls wie Kafri gedacht, dass seine ganze Familie im Holocaust ums Leben gekommen sei. (Anmerkung: Eine äußerst interessante Information, die uns sehr nachdenklich macht!) Sowohl Alex Kafri als auch Ziv Melamud glaubten also, alle ihre Verwandten wären tot. In Wirklichkeit aber überlebten diese und gründeten Familien, die mittlerweile zu stattlichen Clans angewachsen sind.

Bilder von der Familienfeier

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Ein riesiges Treffen von Totgeglaubten.
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Noch mehr Verwandte der riesigen Familie, die offenkundig doch nicht ausgelöscht wurde.
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Gruppenfoto der für tot gehaltenen Familienmitglieder. Sie alle haben überlebt! Eine gute Nachricht, die aber gleichzeitig viele Fragen aufwirft…

Unterm Strich sehen wir mit Verwunderung auf solche Familientreffen, von denen es ja mehrere zu geben scheint. Und wie viele jüdische Familien mag es wohl noch geben, die glauben, ihre Verwandten seien im Holocaust ums Leben gekommen, obwohl sie alle weiterlebten? Das ist eine spannende Frage!

Wenn man weiter recherchiert, gibt es tatsächlich noch mehrere solcher Fälle, wo Verwandte, die man für tot hielt, plötzlich wieder auftauchten. So ging es auch dem israelischen Schriftsteller Aharon Appelfeld. Das Portal nachrichten.at berichtete dazu:

„Mit 13 Jahren kam Appelfeld in das damalige Palästina. Zu der Zeit hielt er sich für eine Vollwaise. “Die Deutschen haben meinen Vater und mich 1941 getrennt”, erzählte der Autor 2017 in seiner Wohnung im gediegenen Viertel Rechavia in Jerusalem.

Fast ein Jahrzehnt nach dem Krieg traf er den totgeglaubten Vater wieder – 1954 in einem Aufnahmezentrum, wo dieser bei der Ernte eingesetzt wurde. Der Vater war einen Monat zuvor aus Wien nach Israel eingewandert. “Er hat mich wiedererkannt, ich ihn nicht”, erzählte Appelfeld.“

Also auch der Schriftsteller Appelfeld erlebte eine wundersame Zusammenführung mit dem angeblich im Holocaust umgekommenen Vater. Und es gibt noch mehr. Auf der Internetseite von Euronews erfahren wir darüber hinaus:

„Ein 102-jähriger Holocaust-Überlebender hat in einem Altersheim in Israel einen Nachfahren seiner Familie getroffen, die er seit Jahrzehnten für ausgelöscht hielt. Eliahu Pietruszka war im Zweiten Weltkrieg aus Polen geflohen und glaubte, außer ihm sei seine gesamte Familie von Nazis ermordet worden.

Dann erfuhr er, dass ein jüngerer Bruder die Kriegsgräuel überlebt hat und erst vor einigen Jahren verstorben ist. Dessen 66-jähriger Sohn Alexandre Pietruska flog daraufhin von Russland nach Israel, um seinen unbekannten Onkel kennenzulernen. Zu der Familienvereinigung kam es in dem Altersheim, in dem der immer noch rüstige Rentner lebt.

Die erlösende Spur zu den vermeintlich ausgelöschten Verwandten in Russland kam über die Online-Datenbank der israelischen Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem zustande, die nach eigenen Angaben schon vielen geholfen hat, Wiedersehen mit Angehörigen zu feiern.“

Selbstverständlich ist es eine sehr gute Nachricht, wenn so viele Menschen überlebt haben. Allerdings ist es aber ebenso verwunderlich, wenn man an diesen so gründlich arbeitenden Vernichtungsapparat denkt, von dem uns offiziell immer berichtet wird. All diese Fakten werfen Fragen auf und am Ende müssen wir erneut feststellen: Je tiefer man in der geschichtlichen Vergangenheit des Zweiten Weltkrieges gräbt, desto undurchschaubarer und widersprüchlicher wird die offizielle Darstellung der damaligen Ereignisse. Es reiht sich ein Fragezeichen an das andere. Und irgendwie wird man das Gefühl nicht los, dass wir Jahrzehnte lang belogen wurden.

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