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Rufmord auf Wikipedia: Mitglied der Linkspartei denunziert Andersdenkende in tausenden Artikeln

Rufmord: Mitglied der Linkspartei denunziert Andersdenkende in tausenden Wikipedia-Artikeln
Lügen-Enzyklopädie: Auch der AfD-Politiker Björn Höcke ist Opfer des linken Schmutzfinks.

Die Online-Enzyklopädie Wikipedia halten viele Deutsche immer noch für glaubwürdig. Dabei ist das Nachschlagewerk weder neutral und schon gar nicht unabhängig, sondern eingebettet in transatlantische Machtstrukturen, integraler Bestandteil des politischen Medien- und Informationssystems und ein unverzichtbares Werkzeug der Geheimdienste. Die deutsche Version verantwortet ein Zirkel von einigen wenigen Autoren, die anonym in tausenden von manipulierten Artikeln unliebsame Personen und politische Gegner denunzieren. Einer dieser Denunzianten wurde jetzt enttarnt und gerichtlich überführt.

von Dr. Helmut Roewer

Ein totalitäres System ist eines, in dem sich niemand traut, seine Meinung zu sagen. Es ist die Furcht vor dem Denunzianten, welche die Leute verstummen lässt. Das ist allgemein bekannt. Die weniger bekannte Rückseite des totalitären Systems ist die Desinformation. Es ist die Zuteilung und Portionierung von Informationen – egal, ob falsch oder richtig –, um ein bestimmtes Verhalten zu erzeugen.

Neben dem öffentlichen Fernsehen ist nach meiner Überzeugung die Internet-Plattform Wikipedia die ungekrönte Königin der Desinformation in Deutschland. Wie komme ich auf diese Idee? Es sind wie so häufig Fremde, nämlich Leser meiner Texte, die mich aufmerksam werden ließen. Sie wiesen mich darauf hin, dass ich als Person oder meine Bücher und Aufsätze in irgendwelche Beziehungen zu Wikipedia-Notaten gesetzt worden seien und schrieben mir darüber auf einer breiten Skala zwischen Häme und Empörung.

Feliks alias Jörg Egerer alias Jörg Matthias Claudius Grünewald aus München

Den Anfang machte vor etlichen Jahren ein Mann, der mir mitteilte, dass es einen ganz unmöglichen Namensartikel über mich bei Wikipedia gebe. Er habe ihn sogleich korrigiert, was aber unverzüglich rückkorrigiert worden sei. Er blieb nicht der Einzige, der sich hier an mir lexikalisch versuchte. Irgendjemand schrieb mir dann, dass es ein anonymer Autor mit dem Decknamen Feliks sei, der für den denunziatorischen Wikipedia-Schwachsinn über mich die Verantwortung trage. Hinter dem Decknamen verbirgt sich eine jämmerliche Gestalt: Jörg Matthias Claudius Grünewald aus München, der bis 2015 noch Jörg Egerer hieß und durch Heirat einen neuen Namen annahm.

Seinerzeit habe ich mir zunächst nicht weiter Gedanken darüber gemacht, weil ich noch nicht erkannt hatte, dass Wikipedia in rasender Geschwindigkeit alle seriösen Lexika vom Markt verdrängen würde – ein Zustand, der mittlerweile eingetreten ist. Es hat also ein Weilchen gedauert, bis mir klar wurde, dass hier anonyme Leute vorsätzlich Informationen verkürzen und verfälschen und das mit großem Erfolg, der sich im Alltagsleben und hinein in die Schulen und Universitäten auswirkt. Hierher rührt mein Interesse, mich mit den Verursachern und ihren Motiven zu beschäftigen. Es handelt sich, so glaube ich erkannt zu haben, um einen langestreckten Prozess, mit der die heute bekannte abendländische deutsche Gesellschaft zersetzt werden soll.

Zur Nagelprobe, wie weit dieser Prozess gediehen ist, formulieren Sie als Einleitung für Partygeschwätz: „Unerhört dieser Todenhöfer. In der Wikipedia steht…“ Kaum einer wird Sie sofort stoppen und für verrückt erklären.

Hunderte Personen denunziert – mehrere Tausend Wikipedia-Artikel manipuliert

Im Folgenden werde ich die anonymen Leute zu typisieren versuchen, die den oft peinlichen und vielfach denunziatorischen Inhalt für Wikipedia zu verantworten haben. Ich habe mir als Beispielsfall „Feliks“ herausgesucht. Er ist kein Gelegenheits-Wikipedianer, sondern für mich der Denunzianten-Star, denn er brilliert in den letzten Jahren mit Tausenden von fragwürdigen Einträgen und Beiträgen.

Zu Denunzianten und deren Decknamen im allgemeinen: Meine berufliche Erfahrung mit Spitzeln und Denunzianten aller Art hat mich gelehrt, dass hier ein besonderer Menschenschlag seine Dienste feilbietet. Sagen wir es zurückhaltend: Meist sind es Zeitgenossen, deren Lebensweg kaum glänzend genannt werden kann, darunter vor allem solche, die sich zurückgesetzt fühlen. Bereits aus dem vom Spitzel bzw. Denunzianten selbstgewählten Decknamen kann man nur zu oft mehr zur Motiv-Lage des Delinquenten ableiten als aus einem ausführlichen Lebenslauf.

So will es mir auch bei „Feliks“ vorkommen. Die Namenswahl des glücklichen Feliks gab mir einen ersten Fingerzeig. Dieser, der historische Feliks, war, wie ich annehmen muss, Feliks Dsershinskij (Феликс Дзержинский), der erste Tscheka-Chef. Er war der gnadenlose geheimpolizeiliche Vollstrecker von Lenins Gewaltphantasien nach dem bolschewistischen Oktoberputsch 1917. Feliks, von seinen Bewunderern auch der Unbestechliche genannt, trug die Verantwortung für das Abschlachten Hunderttausender, die nach Lenins maßgeblicher Ansicht nicht in die Sowjetherrschaft passen mochten. Wer’s genauer wissen will, der lese von Peter Scheibert: Lenin an der Macht. Das russische Volk in der Revolution 1918-1922.

Nun, heute geht es unblutiger zu. Die Opfer unsres modernen Feliks werden nicht physisch umgebracht, sondern sie werden moralisch hingerichtet. Nicht nur für Gutmensch, auch für viele törichte Wikipedia-Gläubige sind sie anschließend gestorben. Geht man an die Verdikte von Feliks, dem Denunzianten, etwas näher ran, so schält sich eine bestimmte Figur aus dem Nebel der Anonymität. Feliks, das ist für mich das zur Person gewordene Ressentiment. Er ist, bei Lichte betrachtet, ein Charakterschwein, das sich im Schutz seiner Organisation vor der juristischen oder sonstigen Inanspruchnahme seiner Opfer sicher glaubte. Hier spielt einer Gott. Er schleudert seine Blitze vom Olymp herab. Niemand kann sich wehren.

Der anonyme Denunziant ist nicht Gott, er kommt sich nur so vor

Doch aufgepasst: Und weil er es nicht erträgt, dass niemand seine Göttlichkeit bewundert, hat er die unstillbare Sehnsucht, etwas über seine fabelhafte Rolle zu erzählen. Das gilt auch für Felix-Jörg. Er produzierte bei Wikipedia eine Nutzerseite, die er mittlerweile vom Netz genommen hat. Doch das Netz ist tückisch und lässt es zu, dass andere diese Seite kopierten und aufhoben. Sie wurde zum Grundbaustein der Enttarnung: Denunzierte, wie der Autor dieses Beitrags, mussten nur die öffentlichen Auftritte eines „Jörg“ (Bundeswehr, THW, Standesamtsdaten in Ingolstadt, Wohnsitzdaten der Stadt München, Geburtsdatum, Geburtsort, Parteiämter, andere öffentliche und veröffentlichte private Ämter, Justizpersonal- und Telefondaten, IP-Adressen) miteinander und mit der öffentlichen Selbstbeschreibung von „Feliks“ vergleichen, dann war klar: Der vermeintlich kluge anonyme Privatschlapphut „Feliks“ im Dienste der geheimpolizeilichen Wikipedia hatte sich selbst enttarnt. Mit diesen Personendaten gab es nur eine einzige Person: Jörg Egerer.

Nun Feliks-Jörg und die Dienste: Ich schrieb ja oben schon einiges, was meine Erfahrungen mit Anonymität und Decknamen anbelangt. Feliks hat hier wohl ein besonderes Faible entwickelt. Doch wenn man mich gefragt hätte – solange ich noch an der Spitze eines Nachrichtendienstes war –, einen solchen Mann im Nachrichtendienst einzustellen, hätte ich abgewinkt. Das bedeutet nicht, ihn nicht einzusetzen – ganz im Gegenteil. Ich habe keine Ahnung, ob das je der Fall war. Feliks-Jörg hat offensichtlich das Talent, in Einflussstellen der zweiten und dritten Linie vorzudringen – jeder Nachrichtendienst schätzt so etwas –, so zum Beispiel in die Tätigkeit als Schatzmeister des bayerischen Landesverbandes der Linken. Das ging vor Jahr und Tag aus mir nicht verständlichen Gründen zu Ende.

Als ich darüber las, verknüpfte sich in meiner Erinnerung ganz unwillentlich eine Szene im Dienstzimmer des damaligen bayerischen Innenministers Günther Beckstein, als die Beobachtung der PDS im Sommer 1994 in Bayern beschlossen wurde. Man sieht: Das Gehirn spielt einem zuweilen seltsame Streiche, denn selbstverständlich war von Jörg nicht annähernd die Rede gewesen – und von Feliks schon gar nicht.

Die Enttarnung von Feliks war ein Schritt der Selbstbefreiung, denn die deutsche Justiz half beim Schutz der Denunzianten bislang kräftig mit. Sie hat nämlich festgestellt, dass man die Organisation mit dem Namen Wikipedia in Deutschland nicht verklagen kann, weil – na, raten Sie mal – weil die Wikipedia in Deutschland keinen rechtsverbindlichen Sitz hat. Das heißt im Klartext: Der Verunglimpfte kann es ja mal in den USA versuchen (um dort gesagt zu bekommen, dass die Wikimedia, die Wikipedia betreibt oder auch nicht, keinen Einfluss auf die deutsche Tochter hat).

Bei solcher Rechtlosstellung ist es naheliegend, dass etliche der Geschädigten auf die Idee verfallen sind, die anonymen Schmierfinken namentlich bloßzustellen, um sie endlich zu stoppen. Hieran besteht nicht nur ein Interesse der jeweils Geschädigten, sondern es besteht ein breites öffentliches Interesse daran, offengelegt zu bekommen, wer und mit welcher Qualifikation einer für den Inhalt von Wikipedia als eines Lexikon-Monopols verantwortlich ist. Die Angabe des Verfassers ist wissenschaftlicher und publizistischer Standard, sie ist rechtsverbindlich im deutschen Verlags- und Presserecht, und sie ist die allererste Wahl für die Qualitätskontrolle des Inhalts.

Im Falle von Feliks kommt neben der außerordentlich zu nennenden Produktivität als Sudel-Biograph der Umstand hinzu, dass dieser Mann einen Arbeitsstil offenbart, der die Vermutung aufkommen lässt, dass Feliks sein Tun aus der Staatskasse mitfinanzieren lässt. Ich lasse einmal beiseite, ob sein Dienstherr das auch weiß. Auf jeden Fall sollten es der Steuerzahler wissen, wen und warum er jemanden finanziert. Das entspricht dem in Deutschland geltenden Grundsatz der Haushaltsklarheit.

Über Jahre hinweg Dienst-PC und IP-Adresse der Münchner Justiz zum Verfassen von Wikipedia-Artikeln missbraucht

Zunächst zur Arbeitszeit: In Deutschland sagt man leichthin: Einer ist rund um die Uhr tätig. Das gilt für Feliks nicht. Aus den Statistiken von Wikipedia lässt sich belegen, dass Feliks werktäglich, bevorzugt zwischen 8 Uhr und 16 Uhr Wikipedia-aktiv ist – und zwar so, dass ich geneigt bin, von einem Vollzeitjob zu sprechen. Das wäre, wenn die Wikipedia sein Arbeitsplatz wäre, nicht besonders spektakulär, doch wenn sein Schreibtisch in einer bayerischen Behörde stünde, allerdings sehr. Ich habe eine bestimmte bayerische Behörde im Blick, der ich die von Feliks-Jörg bei seinen Wikipedia-Arbeiten benützte Computer-IP-Adresse zuordne.

Ich habe also beim Behördenleiter angefragt, ob Feliks dort im Auftrag des Freistaats Bayern für die Wikipedia arbeitet. Nun würde es mich nicht sehr wundern, wenn der Behördenleiter von Feliks-Jörgs Treiben gar nichts weiß, denn Feliks-Jörg machte im Prozess, von dem gleich die Rede sein soll, erstaunliche Angaben über seinen Beruf: Er sei Systemadministrator, vulgo derjenige, der einen speziellen Zugriff auf das elektronische Equipment hat.

Als Beamter des Freistaates Bayern beschäftigt und mit Steuergeld bezahlt – in Wirklichkeit Vollzeit-Denunziant bei Wikipedia

Nun ist es nach deutschem Beamtenrecht durchaus nicht so, dass es Beamten freisteht, die Dienststunden und die Gerätschaften des Dienstherrn für private Zwecke zu nutzen. Es scheint mir die Rückfrage nach diesem Tun im öffentlichen Interesse, weil ich noch nirgends gelesen oder gehört habe, dass der Freistaat Bayern Wikipedia-Bearbeiter beschäftigt. Es wäre nötig zu wissen, ob es in diesem Fall anders ist. Denn hätte Feliks-Jörg in seiner Behörde keinen Wikipedia-Arbeitsplatz, läge die Vermutung eines am Arbeitsplatz privatisierenden Beamten nahe, und, träfe das zu, wäre Feliks das, was man im gewöhnlichen Arbeits- und Beamtenleben einen Abrechnungsbetrüger nennt. Zum Beleg: zwischen dem 1. Dezember 2018 und dem Zeitpunkt der Niederschrift dieses Aufsatzes, also innerhalb von nur zwei Monaten, lägen 270 Kollisionen mit der von mir unterstellten normalen Arbeitszeit vor. Das sind 6 bis 7 Wikipedia-Beiträge pro Arbeitstag in der Behörde. Man kann sagen: Da klotzt einer richtig ran.

Es geht, um das noch mal zu betonen, um die berechtigte Aufklärung der Öffentlichkeit über einen Mann, der sich ununterbrochen vorsätzlich in der Öffentlichkeit tummelt. Zur Ergänzung nun aus allerletzter Zeit eine winzige Teilliste derjenigen, an denen sich Feliks Tag um Tag zu schaffen macht:

  • der Journalist Ken Jebsen,
  • der Verleger Dieter Dehn,
  • der Filmemacher Dirk Pohlmann,
  • der Politiker Jürgen Todenhöfer,
  • der Politiker Bodo Ramelow (bearbeitet ab Juli 2010),
  • der Politiker Günther Beckstein (bearbeitet ab Mai 2013),
  • der Psychologe Rainer Mausfeld,
  • der Journalist Kai Dieckmann,
  • der Presseverleger Matthias Döpfner,
  • der Polit-Beamte Mark Jan Eumann,
  • der Rechtsanwalt Heiko Klatt,
  • der Sciencefiction-Autor Dirk C. Fleck,
  • der Politiker Björn Höcke,
  • der US-Kinderstar Carlena Gower,
  • die Medien-Professorin Sabine Rollberg,
  • der Historiker Daniele Ganser,
  • die Politikerin Kornelia Möller,
  • die Theologin Margot Käßmann,
  • der Säugling Emanuel Holzhauer,
  • der Psychologe Klaus-Dieter Hänsgen,
  • der Politiker Markus Söder (der mutmaßliche Dienstherr von Feliks),
  • der Psychologe Rolf Verleger

Besonderes Interesse an Pornowebseiten

sowie ungezählte weitere Personen, unter diesen 51 Politiker der Linkspartei, deren Mitglied und Funktionär Feliks war (ob er es vielleicht sogar noch ist, habe ich noch nicht ermittelt). Auch Organisationen dürfen sich der Aufmerksamkeit von Feliks erfreuen, beispielsweise die Konrad-Adenauer-Stiftung. Und dann ist da noch die Süddeutsche Zeitung. Über die ärgert sich Feliks-Jörg besonders stark (allein 18 Beiträge über die Süddeutsche Zeitung am 16. Dezember 2018).

Zum Trost für die Süddeutsche Zeitung: Feliks ist auch für andere Publikationen breit aufgestellt: So schreibt er Wissenswertes zur kanadischen Pornowebsite PornHub. Ob das mit seinem bei Wikipedia gut dokumentierten auffälligen Interesse an Beschneidungen zusammenhängt, weiß ich nicht.

Massenbiograph von Leuten, die er nicht schätzt

Neuerdings hat der wunderbar öffentliche Feliks sein juridisches Interesse geltend gemacht, dass seine diversen Tätigkeiten unter Nennung seines Decknamens und seiner beiden nacheinander benutzten Klarnamen nicht miteinander verknüpft werden dürfen, nämlich: seine aufopfernde Tätigkeit für das deutsche Volk (Jörg Egerer als Bundestags-Kandidat) und für die bayerische Justiz (Jörg als Personalvertretungs-Kandidat) sowie erneut für das deutsche Volk (als Feliks mit denselben biografischen Daten wie Jörg, diesmal als der Massenbiograph von Leuten, die er nicht schätzt). Das ist nach meinem Gefühl ein deutlicher Hinweis auf eine gespaltene Persönlichkeit. Und – der Leser staunt – die Hamburger Justiz macht’s zunächst möglich. Zum Glück war deren Sitzung öffentlich, sodass ich reinen Herzens darüber berichten kann.

Den Filmemachern Markus Fiedler und Dirk Pohlmann (Geschichten aus Wikihausen) wurde nun von der Presse-Kammer des Landgerichts Hamburg zunächst untersagt, die Klarnamen von Jörg (er hat oder hatte mindestens zwei) und den Decknamen Feliks miteinander zu verknüpfen. Man fasst sich an den Kopf und fragt sich: wieso? Hier ist das erstaunliche Ergebnis.

„Prozessual ist davon auszugehen, dass das Interesse des Antragstellers, dass sein Name als Wikipedia-Autor nicht genannt wird, das öffentliche Informationsinteresse überwiegt.“

Wieso das? Und? Und nichts. Kein Sterbenswort zur Begründung. Immerhin dieses ist nun – wie man so sagt – gerichtsnotorisch: Die Jörgs und der Feliks sind ein und dieselbe Person. Das steht jetzt fest. Gut zu wissen.

Der große Zampano-Biograph von eigenen und Wikipedias Gnaden

Und erneut ins Landgericht Hamburg. Weil sich die Feliks-Enttarner Pohlmann und Fiedler gegen die Eilentscheidung wehrten, kam es jetzt zum Termin zur mündlichen Verhandlung. Und siehe: Der arme kleine Feliks darf laut Richterspruch als das dargestellt werden, was er in Wirklichkeit hinter den geschlossenen Wikipedia-Gardinen ist: Der große Zampano-Biograph von eigenen und Wikipedias Gnaden.

Das Hamburger Urteil dürfte einen Präzedenzfall darstellen und erhebliche Signalwirkung haben. Derzeit laufen mehrere von Betroffenen angestrengte Strafverfahren gegen Feliks und weitere denunziativ oder manipulativ agierende Wikipedia-Autoren. Aufgrund des Quasi-Monopols der Wikipedia im Bereich der Online-Lexika kommt dem Hamburger Wikipedia-Urteil eine besondere Bedeutung zu, die jene des ZDF-Urteils des Bundes­­verfassungs­­gerichts von 2014 noch übertreffen dürfte, zumal in Anbetracht der internationalen Relevanz der deutschsprachigen Wikipedia (ca. eine Milliarde Aufrufe durch 100 Millionen Geräte pro Monat). Bereits im September 2018 konstatierte ein deutscher Jurist und Historiker sowie ehemaliger Geheim­dienst­präsident in diesem Zusammenhang:

„Durch nichts ist dem seriösen Wissen seit dem Ende des 20. Jahrhunderts so geschadet worden wie durch Wikipedia. () Unbedarfte Nutzer ahnen nicht, dass sie sich in einem schmalen Informations­kanal befinden, der mit der mäandernden Welt des Wissens nichts mehr zu tun hat.“

Die Trägerstiftung Wikimedia sowie traditionelle Medien äußerten sich bisher nicht über die (geo-)politische Manipulation der Wikipedia und die damit zusammen­hängenden Prozesse.

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meckerpaul
meckerpaul

Das zeigt deutlich wie primitiv deren Denken, Wissen und wie wenig Achtung diese Truppe vor Menschen einer anderen Meinung, hat. Das einzige was diese Bande kann ist Denunzieren, Hinterlistige Anschläge und nicht Arbeiten. Merkels Sturmtruppe in Verbindubg mit ANTIFA treiben das Land in den Abgrund. Das Schlimme ist das die ehemaligen VOLKSPARTEIEN das perfiede Spiel mitmachen. Linke, Grüne , Antifaschisten und andere Kommunistische Zerstörertruppen treten hier auf wie die Herren der Wahrheit und sind nur Linke Nazis. Sie kopieren Hitlers Reich und malen es Rot an. Hetze und Lüge sind deren Kinder. Sie lassen die ins Land die ihnen eines… Weiterlesen »

Reinhard Kirchner
Reinhard Kirchner

Die Kritik ist berechtigt und wichtig. Man sollte allerdings bedenken, dass jede Publikation diesen Gefahren unterliegt. Wer sagt denn, dass ’seriöse‘ Lexika ein besseres Bild abgäben?
Das sind immer Menschen, die dahinterstehen. In Buchform gedruckt und tausendfach verteilt wäre es viel schwieriger, Korrekturen vorzunehmen als bei Wikipedia, wo die Korrekturen sofort online stattfinden können.
Zudem betrifft das Problem eben nur einen Bruchteil der 2,5 Mio Artikel – die politisch brisanten. Für die allermeisten Themen ist Wikipedia eine hervorragende Infoquelle, die alles bisher in der Richtung dagewesene schlägt.

Astrosan
Astrosan

Genau das ist der springende Punkt zwischen Daten bzw. Druck – die klammheimliche Veränderung! In diesem Zusammenhang interessant auch im Bezug auf Grundbücher, die ja auch nur noch digital existieren. Ich kann mich noch gut erinnern, daß ich zu Beginn meines Jura-Studiums äußerst „verwundert“ über diese Lose-Blatt-Sammlungen der ganzen Gesetzestexte war – neue Seiten rein – alte Seiten raus. Sicherheitshalber habe ich noch einen Prof gefragt, wie man denn mit den herausgenommenen Seiten umgehen soll. Seine Antwort war: „Können Sie einfach wegwerfen – die braucht kein Mensch mehr.“ Das war der Beginn meines Zweifels an diesem Rechtssystem. Es kann doch… Weiterlesen »

Michael Schärfke
Michael Schärfke

Wie extrem emsig vor allem Linksfaschisten in der Fälschung und der Diffamierung Andersdenkender an den Tag legen ist hinlänglich bekannt. Ein Skandal ist hierbei lediglich, dass man diese Kreaturen so unwidersprochen gewähren lässt.

Benjamin Wohlgemuth
Benjamin Wohlgemuth

…POlitik war schon immer die Hure des Geldes, wir wissen alle wer das westliche Finanzsystem und somit dessen „Demokratien“ regiert = POlitik / Demokratie in einer Welt des Geldes funktioniert nicht, außer es gäbe knallharte Regeln und Überwachung der POlitiker oder anderenfalls Geldh… ( persönliche Meinung… )…

Philip
Philip

Der Artikel ist ja wirklich hochinteressant und sehr gut geschrieben – endlich zeigt mal jemand was Wikipedia für eine hinterhältige Bande von Sauhunden ist – aber da auf dem Titel-Photo ein Höcke zu sehen ist, kann man das ja kaum jemand verschicken bzw. diskreditiert sich der Artikel dadurch enorm.

Brockenteufel
Brockenteufel

Wie so???? Höcke ist ja auch in diesen „Sumpf“ geraten. S.O.

Freidenker
Freidenker

Was will man auch von dem Mitglied der Nachfolgepartei der SED anderes erwarten, dass er sich wie ein SED-Schwein verhält?

Und was erst von einer Kanzlerin, welche in der Mauermörderpartei sehr engagiert war?

Beide gehören vor ein Gericht, das sie in aller Weisheit zum Richtblock weiterleitet!
Das Volk ist nun genug von Schweinen drangsaliert worden – es will jetzt endlich Köpfe rollen sehen!

Harald Noth
Harald Noth

Wer den Wikipedia-Artikel über Fliegen aufruft, kann durchaus richtig erfahren, dass sie zwei Flügel haben – das verführt zur Annahme, das auch die Artikel zu politischen Personen korrekt sind. Neben heutigen Politikern sind besonders auch historische Personen, besonders auch die die mit dem Dritten Reich zu tun hatten, Ziel von Verfälschungen. Ich habe das bereits 2009 einmal am Beispiel des politischen Dichters Hermann Burte dargestellt. Dabei waren das Augenmerk nicht die Fälscher, sondern der gefälschte Inhalt: https://www.noth.net/hermann-burte/wikipedia.htm

Ped
Ped

Da ist es doch gut zu wissen, dass ein von der hiesigen deutschen Politik vergötterter angeblicher Philanthrop der Wikimedia – selbstlos natürlich – mit ein paar Millionen seines sauer Ersparten unter die Arme greift:
https://wikimediafoundation.org/2018/10/15/george-soros-invests-future-free-open-knowledge/
Soros heißt er, der Retter der Witwen und Waisen.
Beste Grüße, Ped

Benjamin
Benjamin

Als Info das es in der US Wikipedia gleich zu und her geht. Hier am Beispiel Paul Craig Roberts der einmal als Verschwörungstheoretiker und im gleichen als Subalterner anstatt Vertreter einer Position bezeichnet wird.

https://en.wikipedia.org/w/index.php?title=Paul_Craig_Roberts&action=history

Die Wikipedia betrachte ich, zumindest bei sogenannt Transatlantischen Herrschaftsansprüchen, als einen integralen Bestandteil der US Imperialismus.

Alex Koss
Alex Koss

so, Pornowebsites, na, da haben wir es ja, also hier in Thailand ist das schon schwerstkriminell. Pornos sind verboten, die Jugend aber interessiert, da hab ich meiner Frau vorgeschlagen, xxx-Content zu streamen und über Beamer hier das Dorf zu unterhalten. Nee, nee, dann lochen sie mich ein (Die würden aus Kulanz gegenüber Ausländern netterweise die Ehefrau einlochen) Konnte ich natürlich dann nicht bringen. Hab aber den Tränen auch nicht wiederstehen können und dann halt dem 17 jährigen Sohn und der 13 jährigen Cousine dann halt paar Links zu ungesperrten XXX-Sites aufs Handy geschickt. aber man sieht, dass Thema ist und… Weiterlesen »

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